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Die Souveränität der Markttechnik EUR-USD: Die Abwärtsrisiken überwiegen

 |  09.12.2011, 23:15  |  3948 Aufrufe  |   0  | 

Guten Tag allerseits, die europäische Welt befindet sich derzeit in einem wahren Teufelskreis. Die Märkte warten auf positive Zeichen aus der Politik und springen bei jeder noch so kleinen Information in die entsprechende Richtung. Die Politik versucht derweilen, die Märkte zu beruhigen und vor allem den Euro vor einem weiteren Verfall zu schützen. Meinem Erachten nach spielt sich derzeit ein unglaublicher Machtkampf ab, der uns jedoch nur eines vor Augen führt: Die wesentlichen Entscheidungen werden nicht per Politik getroffen, sondern da wo das smart money liegt. Warum sonst sollten sich alle wichtigen Regierungen derzeit nur noch mit der sogenannten Finanz- und Eurokrise beschäftigen? Gibt es sonst keine Probleme mehr? Alleine dieser Gesichtspunkt führt uns doch vor Augen, dass die Politik wie das Kaninchen vor der Schlange sitzt und alles dafür tut, damit der Kelch an ihnen vorüber geht. Letztendlich sind die Politiker nichts weiter als Marionetten, die dafür auserkoren sind, für das große Kapital entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Wenn selbst mein hartgesottener Sparkassenbanker zu mir sagt, dass er selbst den Überblick verloren hat und die Zentrale tägliche Rundmails schickt und zwar mit der Überschrift: Ruhe bewahren, dann wissen Sie, wie weit wir gekommen sind. Die ruhigen Tage sind vorbei. Nein, ich bin kein Freund von Panikmache, doch ich bin der Meinung, das Kind muss beim Namen genannt werden. Es spielt keine Rolle, ob wir in Europa nun eine stabile Währungsunion haben oder eine Fiskalunion oder eine Kernunion. Wenn das große Kapital beginnt am Rad zu drehen, werden wir wissen, ob der Euro überleben wird oder nicht. Für mich als Markttechniker spielt dieser riesige Zirkus sowieso keine Rolle. Ich konzentriere mich auf die nackte, unverfälschte Markttechnik – und zwar gänzlich ohne Emotionen.

Es folgt die Einschätzung der von mir beobachteten Märkte für die Woche vom 12.12.2011. 

 

EUR/USD

Markttechnischer Besprechung:In den vergangenen zwei Wochen lieferten sich die Bullen und Bären zwischen den Marken von 1,32 $ und 1,35 $ heftige Kämpfe, ohne dass dabei ein Gewinner vom Feld gehen konnte. Lediglich Teilnehmer mit sehr großer Marktnähe konnten von den kurzen Trends profitieren.

 

Aus Sicht der Markttechnik lässt sich lediglich die unsaubere Korrekturphase konstatieren, welche nach dem Durchbruch durch den letzten Punkt zwei von statten geht. Der aktuell gültige Punkt zwei liegt bei 1,3220 $, der dazugehörende Punkt drei definiert sich bei 1,3614 $. Erst bei einem unter- bzw. überschreiten einer dieser Marken dürfte auch aus Sicht der Markttechnik wieder Bewegung in dieses Pair kommen. Bis dahin bleiben die Trader mit großer Marktnähe im Vorteil.

 

Grundsätzlich bleibe ich bei meiner Einschätzung, dass die derzeitigen Abwärtsrisiken überwiegen.

 

 

AUD/USD

Markttechnische Besprechung:  Wie erwartet trat in den beiden vergangenen Wochen eine Korrektur ein, welche nach dem Durchbruch durch den letzten Punkt zwei notwendig geworden war. Diese Korrektur reichte tatsächlich punktgenau bis zum letzten Punkt drei, mit einer leichten Spitze darüber. Kenner der Markttechnik wissen, dass dort wohl etliche Stopporders abgeholt wurden.

Spannend bleibt es allemal in diesem Pair, zeigt doch der Umkehrstab vom letzten Handelstag in der abgelaufenen Woche, dass sich die Bullen nicht so leicht geschlagen geben. Kann diese Vorlage in der Folge genutzt werden und im weiteren Verlauf der letzte gültige Punkt drei bei ca. 1,033 $ per Schlusskurs überwunden werden, kann von einem neuen Aufwärtstrend gesprochen werden.  

 

GBP/USD

Markttechnische Besprechung:  Nach dem Durchbruch durch den letzten Punkt zwei, fand auch im Cable die notwendige Korrektur statt. Vom derzeit gültigen Punkt drei bei ca. 1,59 $ befindet sich der Kurs aber noch ein gutes Stück entfernt. Ein neuer Punkt zwei ergibt sich damit bei ca. 1,5413 $. Für die EoD Trader ist hier im Moment nicht viel zu holen, es sei denn, man hatte eine erste Limitorder kurz vor dem letzten Punkt zwei liegen. Dann befindet man sich mit einer kleinen Ballkönigin short im Markt. Der derzeit gültige Abwärtstrend ist nach wie vor intakt und wird erst gebrochen, wenn der Cable per Schlusskurs über dem letzten Punkt drei schließt.

 

USD/CHF

Markttechnische Besprechung:  Dieses Pair konnte seinen Aufwärtstrend weiter fortsetzen, wenn auch mit verringerter Dynamik. Der übergeordnete Trend (grüne Zahlen) nähert sich weiterhin deutlich seinem letzten Punkt zwei. Sollte der Durchbruch gelingen, könnte der USD durch erhöhte Dynamik wieder in Richtung der Parität gezogen werden.

Sollte der Kurs an diesem letzten Punkt zwei jedoch scheitern, könnte sich genauso gut ein Doppeltopp ausbilden, welches ganz schnell wieder fallende Kurse nach sich zieht.

 

USD/CAD

Markttechnische Besprechung:  Der USD konnte den letzten Punkt zwei des großen Trends nicht mehr in Angriff nehmen. Etliche Punkte davor legte der Kurs wieder den Rückwärtsgang ein und fiel doch sehr deutlich in sich zusammen.

Allerdings lässt sich nun aus Sicht des mittleren Trends ein neuer, kleinerer Aufwärtstrend einzeichnen – siehe grüne Zahlen. Hierbei wurde die letzte Korrektur exakt am letzten Punkt drei gestoppt und zwar mit einem kräftigen Umkehrstab. Nach einer angedeuteten Bestätigung, wurden am letzten Handelstag in dieser Woche jedoch wieder Gewinne vom Tisch genommen.

Solange der letzte Punkt drei bei ca. 1,0046 CAD nicht nachhaltig unterschritten wird, kann weiterhin von einer Fortsetzung des Aufwärtstrends ausgegangen werden.

 

EUR/JPY

Markttechnische Besprechung:  Im Zuge des übergeordneten Abwärtstrends entwickelte sich innerhalb dessen ein untergeordneter Abwärtstrend – pinke Zahlen. Hier konnte im Verlauf der aufwärts gerichteten Korrektur per Limitorders auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends spekuliert werden. Sollte der Kurs den letzten gültigen Punkt zwei durchbrechen, geht es direkt auf den großen Punkt zwei zu.

Wie in der letzten Kolumne angedeutet wird sich dann dort das weitere Wohl oder Wehe entscheiden.

 

 

Carpe Diem!!!!

 

 

Tradingweisheiten:

"Zum Glück gehört, dass man irgendwann beschließt, zufrieden zu sein."

Klaus Löwitsch

 

 

In diesem Sinne, viel Erfolg und reichlich Beute auf dem Schlachtfeld des Orderbuches wünscht medianer70.

Die genannten Marken in den einzelnen Charts dienen lediglich als Hinweis und stellen keine Handlungsempfehlung dar.

Meine Trades, welche ich auf Basis dieser Kolumne eingegangen und beendet habe, findet Ihr im verlinkten Thread

http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1154019-1-10/der-tages-thread-fuer-einsteiger-und-hobbytrader

und stehen dort zur Diskussion bereit. An selber Stelle freue ich mich auch auf Eure Anregungen und Hinweise. 

Wer noch mehr über Markttechnik lernen möchte, ist auch hier gut aufgehoben:

https://www.facebook.com/profile.php?id=100002152660084

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medianer70 beschäftigt sich seit 3 Jahren mit dem Trading und ist seit Oktober 2007 Mitglied in unserer Community. Täglich beobachtet er diverse Währungspaare und erstellt einfache Setup's um potentielle Chancen in den Märkten zu erkennen.