Börse Frankfurt am Mittag DAX weiterhin leichter, TUI nach Zahlen im Höhenrausch
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte müssen am Mittwochmittag weiterhin in der Minuszone verweilen. Unter anderem wird die Stimmung der Anleger durch die negativen Kommentare der US-Notenbank Fed zur konjunkturellen Lage in den USA belastet. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verliert aktuell 0.42 Prozent auf 5.749,95 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um 0,21 Prozent auf 8.568,62 Stellen abgibt. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 0,52 Prozent auf 4.282,08 Zähler nach unten. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) verliert 0,44 Prozent auf 669,4 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,16 Prozent auf 136,83 Punkte, während der Euro um 0,02 Prozent auf 1,3024 US-Dollar anziehen kann.
In den USA zeichnet sich nach dem schwächeren Handelsverlauf vom Vortag erneut eine festere Eröffnung an der Wall Street ab. Der Dow Jones Future gewinnt derzeit 18,00 Punkte, der S&P 500-Kontrakt verteuert sich derzeit um 3,10 Punkte. Der NASDAQ 100-Kontrakt verliert derzeit 0,35 Punkte In den USA stehen am Nachmittag die Entwicklung der Ein- und Ausfuhrpreise sowie der US-Ölmarktbericht zur Veröffentlichung an.
Im DAX befinden sich vor allem Automobilwerte unter Druck. So muss derzeit BMW am unteren Ende mehr als 3 Prozent abgeben, während Volkswagen derzeit 2,5 Prozent leichter tendiert.
Auch Energieversorger befinden sich nach den Abschlägen der vergangenen Handelstage weiter auf dem absteigenden Ast. Bei E.ON (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) sind derzeit Abschläge von 0,9 Prozent auszumachen. Einem Medienbericht zufolge gibt es weitere Kaufinteressenten für das Erdgasnetz von E.ON. Demnach interessieren sich neben dem Versicherungskonzern Allianz (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) noch vier weitere Interessenten für das Erdgasnetz des deutschen Versorgers. Unter anderem befinde sich auch der belgische Erdgasnetzbetreiber Fluxys unter den potentiellen Bietern. Nach Informationen der Wirtschaftszeitung wolle E.ON die Tochtergesellschaft Mitte 2012 veräußern, und damit die Konzernverschuldung weiter reduzieren. Wie die Wirtschaftszeitung weiter unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, könnte ein Verkauf rund 2,5 Mrd. Euro einbringen.
Auch die Aktie des Konkurrenten RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) präsentiert sich derzeit mit Abschlägen von mehr als 1,6 Prozent. Zuvor hatte der Konzern bekannt gegeben, dass die Tochtergesellschaft RWE Innogy ihr Windportfolio in Spanien auf 447 Megawatt ausgebaut hat.
An der Spitze des DAX kann derzeit die Aktie von BASF 0,7 Prozent anziehen. Auch Deutsche Börse und Fresenius zeigen sich mit leichten Aufschlägen.
Im MDAX kann TUI (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) seine Spitzenposition nach der Vorlage der Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr weiter ausbauen und befindet sich derzeit mit einem Aufschlag von mehr als 8 Prozent an der Spitze. Im abgelaufenen Fiskaljahr konnte TUI Umsatz, operatives Ergebnis und Konzernergebnis steigern und die Konzernverschuldung deutlich reduzieren. Wie der Touristikkonzern am Mittwoch bekannt gab, wuchsen die Umsatzerlöse um 7 Prozent auf rund 17,5 Mrd. Euro, nach 16,4 Mrd. Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) liegt mit 600 Mio. Euro um 2 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres, trotz Belastungen in Höhe von 83 Mio. Euro durch die Unruhen in Nordafrika. Das Konzernergebnis konnte um 4 Prozent von 114 Mio. auf 118 Mio. Euro gesteigert werden.
Gefragt sind daneben auch Anteilsscheine von SGL CARBON, die mehr als 2,2 Prozent anziehen können. Auch HHLA und Südzucker präsentieren sich mit Zugewinnen von mehr als 1,7 Prozent.
Am unteren Ende müssen derzeit Anteilsscheine von GSW Immobilien mehr als 3 Prozent abgeben. Auch Rheinmetall und HOCHTIEF verbilligen sich derzeit um jeweils mehr als 2 Prozent.
Im TecDAX müssen Solarwerte nach dem Insolvenzantrag des Solartechnikkonzerns SOLON vom Vortag weiter Verluste ausweisen. Unter anderem verbilligt sich Q-Cells am unteren Ende um knapp 5 Prozent. SolarWorld kann die anfänglichen Verluste indessen deutlich reduzieren und tendiert 0,2 Prozent leichter.
An der Spitze zieht Dialog Semi mit deutlichem Abstand um 4,8 Prozent an. Auch Carl-Zeiss und freenet können deutlichere Aufschläge vorweisen.
DAX: 5.749,95 (-0,42 Prozent) MDAX: 8.568,62 (-0,21 Prozent) SDAX: 4.282,08 (-0,52 Prozent) TecDAX: 669,45 (-0,44 Prozent) (14.12.2011/ac/n/m)

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