Börse&Märkte Wochenrückblick KW 50
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der abgelaufenen Woche haben sich die Weltbörsen deutlich schwächer entwickelt. Der DAX verlor im Wochenvergleich rund 4,8 Prozent, während der Dow Jones STOXX 50 einen Rückgang von etwa 2,4 Prozent aufweist. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche mit einem Minus von rund 1,6 Prozent abgeschlossen. In den USA musste der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher rund 2,6 Prozent abgeben.
Börse&Märkte: Deutschland
In Deutschland schloss der DAX am Montag mit 3,4 Prozent im Minus. Einem Medienbericht zufolge treibt der Energieversorger E.ON (-4,6 Prozent) den Abbau von weltweit bis zu 11.000 der 80.000 Arbeitsplätze voran: In Deutschland sollen demnach Deutschland bis zu 3.000 Beschäftigte in den Vorruhestand gehen, bis zu 2.500 Beschäftigte sollen in eine Transfergesellschaft wechseln, und 500 Stellen sollen durch das Auslaufen befristeter Verträge wegfallen. Ein E.ON-Sprecher sagte: "Die Größenordnung des Stellenabbaus in Deutschland wird bei rund 6.000 liegen." Am Abend meldete E.ON, dass man Wertberichtigungen in Milliardenhöhe durchführen muss. Demnach hat E.ON im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur Erstellung des Jahresabschlusses 2011 konzernweit einen Wertberichtigungsbedarf in Höhe von ca. 3 Mrd. Euro identifiziert. In Spanien und Italien machen eine pessimistischere Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklung, regulatorische Eingriffe sowie eine geringere Auslastung von Gas- und Kohlekraftwerken Abschreibungen in Höhe von 2,1 Mrd. Euro notwendig, in beiden Ländern hauptsächlich auf Kraftwerke. Weiterer Wertberichtigungsbedarf ergibt sich in Ungarn und der Slowakischen Republik auf Kraftwerke sowie in Mitteleuropa, vor allem in Benelux. Der Ausblick wurde jedoch bestätigt. Indes erwartet Marijn Dekkers, Vorstandschef von Bayer (-3,3 Prozent), laut einem Interview sowohl im Pharma- als auch im Kunststoffgeschäft sinkende Gewinnspannen. ThyssenKrupp (-4,7 Prozent) verkündete, dass man einen Käufer für die Hamburger Traditionswerft Blohm+Voss gefunden habe. Papiere der Deutschen Post gaben um 1,3 Prozent ab. Der Brief- und Logistikkonzern könnte einem Medienbericht zufolge angesichts seiner starken Finanzausstattung die Ausschüttung einer Sonderdividende ins Auge fassen.
Am Dienstag gab es positive Nachrichten auf der Konjunkturseite: So haben sich die Konjunkturerwartungen für Deutschland im Dezember 2011 leicht verbessert. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 1,4 Punkte gestiegen und liegen nun bei -53,8 Punkten. Dieser leichte Anstieg beendet einen neunmonatigen Abwärtstrend. Mit dem aktuellen Wert befinden sich die Konjunkturerwartungen unter ihrem historischen Mittelwert von 24,6 Punkten. Wenig gefragt waren Anteilsscheine der Allianz (-1,6 Prozent). Einem Medienbericht zufolge könnte der Versicherungskonzern das Ergasnetz von E.ON übernehmen. Eine Personalie wurde beim Konsumgüterkonzern Henkel (-1,1 Prozent) bekannt gegeben: Demnach wird Carsten Knobel (42), Corporate Senior Vice President und Financial Director im Unternehmensbereich Kosmetik/Körperpflege und zudem zuständig für das Konzerncontrolling von Henkel, zum 1. Juli 2012 die Nachfolge von Henkel-Finanzvorstand Lothar Steinebach (63) antreten. Steinebach wird Ende Juli nach mehr als 30 Jahren bei Henkel in den Ruhestand treten. Der Autobauer Volkswagen (+0,3 Prozent) konnte ein deutliches Absatzplus für die Kernmarke VW vorweisen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, hat die Marke Volkswagen Pkw im Berichtsmonat ein Plus von 14,5 Prozent auf 452.900 (November 2010: 395.600) Fahrzeuge verzeichnet. Schließlich haben die Deutsche Börse AG und die NYSE Euronext bei der Generaldirektion "Wettbewerb" der Europäischen Kommission (GD Wettbewerb) einen überarbeiteten Vorschlag über Abhilfemaßnahmen eingereicht. Diese überarbeiteten Abhilfemaßnahmen sollen der Reaktion der Europäischen Kommission auf den ursprünglichen Vorschlag Rechnung tragen und so die verbliebenen Bedenken der Kommission vollumfänglich adressieren, zugleich aber die überzeugende industrielle und wirtschaftliche Logik des Zusammenschlusses wahren. Wie es weiter hieß, wird die Europäische Kommission jetzt ihre Prüfung bis zum 9. Februar 2012 abschließen. Das Closing dürfte kurz darauf noch zu Beginn des Jahres 2012 erfolgen.
Am Mittwoch waren bei E.ON Abschläge von 2,7 Prozent auszumachen. Einem Medienbericht zufolge gibt es weitere Kaufinteressenten für das Erdgasnetz von E.ON. Demnach interessieren sich neben dem Versicherungskonzern Allianz noch vier weitere Interessenten für das Erdgasnetz des deutschen Versorgers. Unter anderem befinde sich auch der belgische Erdgasnetzbetreiber Fluxys unter den potentiellen Bietern. Nach Informationen der Wirtschaftszeitung wolle E.ON die Tochtergesellschaft Mitte 2012 veräußern, und damit die Konzernverschuldung weiter reduzieren. Ein Verkauf könnte rund 2,5 Mrd. Euro einbringen. Auch die Aktie des Konkurrenten RWE präsentierte sich mit Abschlägen von 1,5 Prozent. Zuvor hatte der Konzern bekannt gegeben, dass die Tochtergesellschaft RWE Innogy ihr Windportfolio in Spanien auf 447 Megawatt ausgebaut hat. Indes hat die Commerzbank (+5,2 Prozent) ihre Maßnahme zur weiteren Stärkung der Kapitalstruktur erfolgreich abgeschlossen. Demnach haben Investoren ausgewählter durch Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns begebener hybrider Eigenmittelinstrumente (Trust Preferred Securities) der Commerzbank Instrumente im Nominalvolumen von 1,27 Mrd. Euro gegen Barzahlung zum Verkauf angeboten. TUI (+4,4 Prozent) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr Umsatz, operatives Ergebnis und Konzernergebnis steigern und die Konzernverschuldung deutlich reduzieren. Schließlich hat der Rüstungs- und Automobilzulieferkonzern Rheinmetall (-4,9 Prozent) einen neuen Konsortialkredit über 500 Mio. Euro vereinbart.
Am Donnerstag gab das Statistische Bundesamt bekannt, dass die Betriebe des deutschen Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten im Oktober 2011 einen Beschäftigungszuwachs auswiesen. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um rund 184.100 Personen bzw. 3,7 Prozent auf knapp 5,2 Millionen per Ende Oktober. Damit setzte sich die seit Januar 2011 anhaltende Zunahme der Beschäftigtenzahl im Vorjahresvergleich fort. Der Energieversorger E.ON (+1,6 Prozent) will Milliarden in den Ausbau seiner Aktivitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien investieren. In diesem Zusammenhang will E.ON in den kommenden fünf Jahren rund 7 Mrd. Euro ausgeben und dabei u.a. drei große Windparks in der Nord- und Ostsee errichten. Einem Medienbericht zufolge will die Deutsche Telekom (-0,5 Prozent) mit einem ehrgeizigen IT-Projekt die Kosten deutlich senken. Laut einem Zeitungsbericht will der Konzern mit der Zusammenführung der IT-Abteilungen in Deutschland in den kommenden Jahren einen hohen dreistelligen Millionenbetrag einsparen. Wichtiges Ziel sei zudem, die Geschwindigkeit bei der Entwicklung von Diensten zu erhöhen.
Am Freitag steht die Deutschen Bank (-1,1 Prozent) im Fokus. Zuvor hatte die US-Ratingagentur Fitch die Bonitätsnote des führenden deutschen Kreditinstituts um eine Stufe auf "A+" herabgestuft. Der Ausblick wurde mit "stabil" angegeben. Einem Medienbericht zufolge plant die Deutsche Bank außerdem den Verkauf ihrer Asset Management-Sparte. Wie aus einem Zeitungsbericht hervorgeht, habe sich das Kreditinstitut im Rahmen einer strategischen Überprüfung dazu entschlossen, sich von der Konzernsparte zu trennen. Dabei strebe das Kreditinstitut einen Verkaufspreis von rund 2 Mrd. Euro an. Die Deutsche Telekom (-0,4 Prozent) hat ihre IT-Aktivitäten in einem Vorstandsressort gebündelt. Wie aus einer am Donnerstagabend veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, habe der Aufsichtsrat in diesem Zusammenhang beschlossen, den Vertrag mit Reinhard Clemens, im Vorstand verantwortlich für T-Systems, vorzeitig um fünf Jahre zu verlängern. Zudem entsprach der Aufsichtsrat der Bitte von Edward Kozel, ihn von seinen Aufgaben als Vorstandsmitglied vorzeitig zu entbinden. Kozel, im Vorstand zuständig für Technologie und Innovationen, hatte aus familiären Gründen darum gebeten. Er scheidet mit Wirkung zum 1. Januar 2012 aus. Damit bestätigte der Konzern entsprechende Presseberichte. Laut einer Zeitung will die Deutsche Telekom mit der Zusammenführung der IT-Abteilungen in Deutschland in den kommenden Jahren einen hohen dreistelligen Millionenbetrag einsparen. Der Automobilkonzerns Volkswagen (-0,4 Prozent) konnte in den ersten elf Monaten ein deutliches Absatzplus bei den weltweiten Fahrzeugauslieferungen einfahren. Wie aus einer Pressemitteilung des führenden europäischen Automobilkonzerns hervorgeht, wurden im Zeitraum von Januar bis November insgesamt weltweit 7,51 Millionen Modelle ausgeliefert, was gegenüber dem Vorjahreswert von 6,59 Millionen Modellen einem Plus von 13,9 Prozent entspricht.
Börse&Märkte: Europa
In Europa meldete am Montag die US-Ratingagentur Moody´s, dass sie die Schuldenkrise in der Eurozone trotz der im Rahmen des am Wochenende zu Ende gegangenen Treffens der EU-Finanzminister gefassten Beschlüsse noch nicht für ausgestanden hält. In einer Pressemitteilung erklärte Moody´s, dass die von den Finanzministern der Eurozone gefassten Beschlüsse wenig Ansätze für entscheidende Schritte zur Lösung der Euro-Schuldenkrise liefern würden. Moody´s erklärte daher, man werde daher für das erste Quartal voraussichtlich eine Überprüfung sämtlicher Kreditratings der Staaten in der Eurozone vornehmen. Der britische Medien- und Verlagskonzern Pearson (-1,4 Prozent) hat sich von seiner 50-prozentigen Beteiligung an der FTSE International Ltd. getrennt. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wurde der 50-Prozent-Anteil an dem Index-Anbieter FTSE für 450 Mio. Britische Pfund (GBP) in bar an den britischen Börsenbetreiber London Stock Exchange (LSE) (-4,9 Prozent) veräußert. Nach Abschluss der Transaktion im ersten Quartal wird die LSE sämtliche Anteile der FTSE International Ltd. halten. Der französische Versicherungskonzern AXA (-6,5 Prozent) hat im Rahmen einer Aktienplatzierung an seine Mitarbeiter insgesamt 332 Mio. Euro erlöst. Wie er bekannt gab, wurden im Zuge eines Mitarbeiterprogramms insgesamt 37 Millionen neue Anteilsscheine von AXA ausgegeben. In der Schweiz sanken Aktien der Swiss Re, bei der ein Wechsel an der Führungsspitze ansteht, um 3,7 Prozent. Wie der weltweit zweitgrößte Rückversicherer verkündete, will Stefan Lippe sein Amt als CEO im Laufe des Jahres 2012 niederlegen.
Am Dienstag wurde bekannt, dass die französischen Verbraucherpreise im November 2011 mit beschleunigtem Tempo angestiegen sind. So kletterte die Jahresteuerungsrate der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 2,5 Prozent, nach 2,3 Prozent im Vormonat. Im Vormonatsvergleich zogen die Lebenshaltungskosten um 0,3 Prozent an, gegenüber einer Preissteigerung um 0,2 Prozent im Oktober. Das Royal Institute of Chartered Surveyors teilte mit, dass sich der Immobilienmarkt in Großbritannien im November 2011 weiter abgekühlt hat, jedoch mit vermindertem Tempo. Ferner hat sich der Anstieg bei den britischen Verbraucherpreisen (CPI) im November 2011 mit abgebremstem Tempo fortgesetzt. Die Inflationsrate sank auf 4,8 Prozent, nachdem sie im Oktober noch bei 5,0 Prozent gelegen hatte. Das Inflationsziel der Bank of England (BoE) beläuft sich auf 2,0 Prozent und wurde damit erneut deutlich überstiegen. Auch die britischen Einzelhandelspreise sind im November 2011 mit abgebremstem Tempo angestiegen. Der britische Reisekonzern Thomas Cook (-3 Prozent) treibt sein Desinvestitionsprogramm weiter voran. Demnach hat der Konzern eine Vereinbarung über den Verkauf seiner Beteiligung an der Hoteles Y Clubs De Vacaciones S.A. (HCV) an die Hoteltochter der spanischen Grupo IBEROSTAR geschlossen. Dabei erhält Thomas Cook aus dem Verkauf 72,2 Mio. Euro. Inklusive des Übergangs von Verbindlichkeiten in Höhe von 22,4 Mio. Euro reduziert sich damit die Konzernverschuldung von Thomas Cook um 94,6 Mio. Euro. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden und der Aktionäre und soll im ersten Quartal 2012 abgeschlossen werden. Der Schweizer Pharmakonzern Actelion (-0,4 Prozent) hat beschlossen, die Option zum Erwerb der Trophos S.A. nicht auszuüben. Zuvor hatte eine zulassungsrelevante Phase-III-Studie des Privatunternehmens mit Olesoxime bei der Behandlung von Patienten mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS) den primären Endpunkt mangels statistischer Signifikanz verfehlt.
Am Mittwoch gab die EU-Statistikbehörde Eurostat bekannt, dass sich die Industrieproduktion in der Eurozone im Oktober 2011 gegenüber dem Vormonat verringert hat. Auf Monatssicht schrumpfte die saisonbereinigte Ausbringung in der Eurozone (EZ17) um 0,1 Prozent, während sie im September um 2,0 Prozent gesunken war. Im Vorjahresvergleich zog die arbeitstäglich bereinigte Fertigungsmenge in der Eurozone um 1,3 Prozent an, nach einem Plus von 2,2 Prozent im Vormonat. In der gesamten Europäischen Union (EU27) fiel die Erzeugung um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, nach einem Minus von 1,5 Prozent im September. Binnen Jahresfrist nahm der Output um 1,3 Prozent zu, während er im September um 2,1 Prozent zugelegt hatte. Der britische Reisekonzern Thomas Cook (-2 Prozent) musste das abgelaufene Geschäftsjahr (per 30. September) mit einem Verlust abschließen. Daneben muss der schweizerische Telekommunikationskonzern Swisscom (+0,4 Prozent) eine Wertberichtigung auf seine italienische Internet-Tochter Fastweb vornehmen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, habe das schwache konjunkturelle Umfeld sowie höhere Finanzierungskosten in Italien zu einer Wertberichtigung bei Fastweb in Höhe von 1,2 Mrd. Schweizer Franken (CHF) geführt. Dieser Sondereffekt werde das Konzernergebnis im Fiskaljahr 2011 belasten. Wie der Konzern weiter ausführte, habe der negative Einmaleffekt keinerlei Auswirkungen auf den Cash-Flow sowie die Dividendenausschüttung im laufenden Fiskaljahr.
Am Donnerstag gab das europäische Statistikamt Eurostat bekannt, dass sich die europäischen Verbraucherpreise im November 2011 mit unverändertem Tempo erhöht haben. So verharrte die jährliche Inflationsrate der Eurozone bei 3,0 Prozent, nach 3,0 Prozent im Oktober 2011 und 1,9 Prozent im November 2010. In der EU blieb die jährliche Inflationsrate unverändert bei 3,4 Prozent, während sie im Oktober 2011 bei 3,4 Prozent und im November 2010 bei 2,3 Prozent gelegen hatte. Zudem hat sich die Erwerbstätigkeit in der EU im dritten Quartal 2011 nach vorläufigen Schätzungen von Eurostat verringert. Im Euroraum (ER17) nahm die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahresquartal zwar um 0,2 Prozent zu, verglichen mit dem Vorquartal ging sie jedoch um 0,1 Prozent zurück. Im zweiten Quartal 2011 war die Erwerbstätigkeit um 0,5 bzw. 0,2 Prozent gestiegen. In der EU27 reduzierte sich die Erwerbstätigkeit um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau und gegenüber dem zweiten Quartal 2011 ebenfalls um 0,1 Prozent. Der britische Versicherungskonzern Old Mutual (+11,4 Prozent) meldete, dass er beabsichtigt, sein skandinavisches Geschäft, die Skandia Insurance Co. Ltd. (Skandia AB), zu verkaufen. Den Angaben zufolge wird das Geschäft, bestehend aus den Savings- und Banking-Aktivitäten in Schweden, Dänemark und Norwegen unter der Marke Skandia, für 22,5 Mrd. Schwedische Kronen in bar - umgerechnet 2,1 Mrd. Britische Pfund (GBP) - an die Skandia Liv veräußert.
Am Freitag gab das EU-Statistikamt Eurostat bekannt, dass sich der Anstieg der europäischen Arbeitskosten pro Stunde im dritten Quartal 2011 abgebremst hat. In der Eurozone (EZ17) kletterten die Kosten binnen Jahresfrist um 2,7 Prozent, nach 3,3 Prozent im Vorquartal. In der gesamten EU (EU27) zogen die Arbeitskosten um 2,6 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal an, während sie sich im vorangegangenen Vierteljahr um 3,2 Prozent erhöht hatten. Ferner hat die Handelsbilanz der Eurozone im Oktober 2011 mit einem größeren Defizit geschlossen. So wuchs das Defizit der gesamten Union (EU27) auf 11,0 Mrd. Euro, nach Negativsalden von 10,6 Mrd. Euro im Vormonat und 9,6 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Zudem belief sich der Überschuss im Euroraum (ER17) beim Handel mit Drittländern auf 1,1 Mrd. Euro, gegenüber Aktivsalden von 2,7 Mrd. Euro im Vormonat und 3,1 Mrd. Euro im Oktober 2010. Der französische Hotelkonzern Accor (+0,2 Prozent) meldete, dass er Hotel-Assets der australischen Mirvac Group übernehmen wird. Damit verstärkt Accor seine Position in Australien und Neuseeland. Den Angaben zufolge zahlt der französische Konzern im Rahmen der Transaktion, die 6.100 Zimmer (48 Hotels) umfasst, insgesamt 195 Mio. Euro. Wie die französische Statistikbehörde INSEE indes mitteilte, hat sich das Geschäftsklima im französischen Verarbeitenden Gewerbe im Dezember 2011 verschlechtert. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Stimmungsindex auf 94 Punkte, während Volkswirte mit einem Wert von 93 Punkten gerechnet hatten. Im Vormonat war noch ein Indexstand von revidiert 96 (vorläufig: 95) Punkten ermittelt worden.
Börse&Märkte: USA
In den USA wurde am Montag bekannt, dass sich das US-Haushaltsdefizit im November auf 137,3 Mrd. US-Dollar belief. Das Defizit liegt damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats von 150,4 Mrd. US-Dollar. Die Ausgaben lagen zu Beginn des neuen Fiskaljahres bei 289,7 Mrd. US-Dollar gegenüber Einnahmen von nur 152,4 Mrd. US-Dollar. Im bisherigen Fiskaljahr liegt das Haushaltsdefizit bei 235,77 Mrd. US-Dollar und damit 55 Mrd. US-Dollar unter dem Vorjahreswert. Auf der Unternehmensseite standen Anteilsscheine des Chip-Herstellers Intel (-4 Prozent) im Fokus, der zuvor seine Umsatzprognose für das vierte Quartal nach unten korrigiert hatte. Wie aus einer Pressemitteilung des weltweit führenden Halbleiterkonzerns hervorgeht, geht man für das Schlussquartal nunmehr von einem Umsatz im Bereich von 13,7 Mrd. US-Dollar (plus bzw. minus 300 Mio. US-Dollar) aus. Zuvor hatte man Umsatzerlöse in Höhe von rund 14,7 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt. Auch bei der bereinigten Bruttomarge erwartet Intel für das vierte Quartal mit 65,5 Prozent einen leicht schwächeren Wert als die zuletzt genannten 66 Prozent. Analysten gehen für das vierte Quartal von einem EPS von 69 Cents bei Umsatzerlösen von 14,65 Mrd. US-Dollar aus. Indes hat der Flugzeughersteller Boeing (-1,4 Prozent) einen Großauftrag von der arabischen Fluggesellschaft Etihad Airways über zehn Maschinen vom Typ Boeing 787-9 sowie zwei weitere Frachtflugzeuge vom Typ Boeing 777 erhalten. Der Listenpreis der Order lag bei rund 2,8 Mrd. US-Dollar. Pfizer (-0,8 Prozent), der größte Pharmahersteller der Welt, hat eine Veränderung an der Spitze des Boards bekannt gegeben. Demnach wird Ian Read, derzeit President und CEO des Konzerns, neuer Chairman im Pfizer-Board. Er folgt damit George Lorch nach. Die Änderung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Den Posten als CEO wird Read behalten.
Am Dienstag hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Leitzinsen erwartungsgemäß bestätigt. Demnach liegt der Zinssatz für Tagesgeld weiterhin zwischen 0,00 und 0,25 Prozent. Die Fed versicherte mehrmals, die Zinsen bis Mitte 2013 auf einem niedrigen Niveau halten zu wollen. Darüber hinaus hält sie daran fest, kurzfristige Anlagen zu verkaufen und in langfristige Wertpapiere zu reinvestieren. Die Notenbank erklärte, dass sie ein moderates Wirtschaftswachstum erkenne, obwohl sich das weltweite Wachstum offensichtlich abschwäche. Jedoch räumte die Fed auch ein, dass die Arbeitslosigkeit weiterhin hoch und die Aktivitäten auf dem Häusermarkt gedämpft seien. Die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen sind im Oktober 2011 gegenüber dem Vormonat angestiegen. So kletterten die Lagerbestände gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent. Der Umsatz bei den Industrie- und Handelsunternehmen hat gegenüber dem Vormonat ein Wachstum von 0,7 Prozent verzeichnet. Bereits vor Handelsbeginn war ein leichter Anstieg der Einzelhandelsumsätze für den Monat November veröffentlicht worden. Auf Monatssicht stiegen die Umsatzerlöse um 0,2 Prozent. Das insolvente Finanzunternehmen Washington Mutual (+31,5 Prozent) steht offenbar kurz vor dem Ende seines Insolvenzverfahrens, wie das "Handelsblatt" berichtete. Demnach konnte das Unternehmen einen Streit zwischen Aktionären und Gläubigern beilegen. Dabei hätten die Aktionäre zugestimmt, ihre Forderungen zurückzuziehen. Die Zeitung berichtete weiter, dass Washington Mutual in der Folge 7 Mrd. US-Dollar an seine Gläubiger zurückzahlen könne und das Insolvenzverfahren damit kurz vor dem Abschluss stehe. Die Elektronikkette Best Buy (-15,5 Prozent) hat für das dritte Quartal einen Gewinnrückgang ausgewiesen. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern seine EPS-Prognose. Der Flugzeugbauer Boeing (unverändert) konnte erneut einen Großauftrag an Land ziehen. Demnach hat die US-Fluglinie Southwest Airlines den Flugzeugbauer mit der Lieferung von 150 Maschinen vom Typ 737 MAX und 58 Maschinen vom Typ Boeing 737 Next Generation beauftragt. Nach Aussage von Boeing handelt es sich bei dem Auftrag um den bislang größten der Firmengeschichte des Flugzeugbauers. Das Gesamtvolumen wurde nach Listenpreisen auf knapp 19 Mrd. US-Dollar beziffert.
Am Mittwoch teilte das US-Arbeitsministerium mit, dass sich die US-Außenhandelspreise im November 2011 erhöht haben. Demnach stiegen die Ausfuhrpreise um 0,1 Prozent, gegenüber einem Minus von 2,1 Prozent im Oktober. Bereinigt um Agrargüter lagen die Exportpreise um 0,1 Prozent unter dem Vormonatsniveau, während sie im vorangegangenen Monat um 1,5 Prozent nachgegeben hatten. Die Einfuhrpreise verzeichneten einen Anstieg um 0,7 Prozent, nach einem Preisrückgang um 0,5 Prozent im September. Ferner schrumpften die um Ölimporte bereinigten Importpreise gegenüber dem Vormonat erneut um 0,2 Prozent, nachdem im Oktober ein Minus von 0,2 Prozent gemeldet worden war. Der Technologiekonzern Broadcom (+0,9 Prozent) hat einen starken Ausblick für das vierte Quartal abgegeben. Demnach erwartet der auf Chip-Lösungen für die Mobilfunkindustrie spezialisierte Konzern für das vierte Quartal einen Umsatz am oberen Ende der zuletzt veröffentlichten konzerneigenen Prognose von 1,7 bis 1,8 Mrd. US-Dollar. Auch bei der Bruttomarge erwartet Broadcom einen Wert am oberen Ende der zuletzt im Rahmen der Geschäftszahlen für das dritte Quartal veröffentlichten Prognose. Dagegen hat der Solartechnikkonzern First Solar (-21,4 Prozent) seine Prognosen für das laufende Fiskaljahr nach unten korrigiert. Indes geht Delta Air Lines (+2 Prozent) für das laufende Jahr von einem Ergebnis unterhalb des Vorjahresniveaus aus. Wie die Fluggesellschaft mitteilte, rechnet sie für 2011 mit einem um Sondereffekte bereinigten Gewinn in Höhe von 1,1 Mrd. US-Dollar aus. Damit würde das Vorjahresergebnis von 1,44 Mrd. US-Dollar zwar verfehlt, die Analystenprognose von 977 Mio. US-Dollar aber geschlagen. Für das kommende Jahr 2012 geht der Konzern weiteren Angaben zufolge dank Kapazitätskürzungen von einem soliden Gewinn aus. Indes gab der Softdrink-Konzern Coca-Cola bekannt, dass er mit der saudischen Aujan Industries, einem der größten unabhängigen Getränkehersteller im Mittleren Osten, ein Abkommen über eine Beteiligung geschlossen hat. Das Volumen der Transaktion beläuft sich auf 980 Mio. US-Dollar. Der Baumaschinenhersteller Caterpillar meldete, dass er an seinem Ausblick für das Gesamtjahr 2011 festhält. Schließlich kündigte der Kosmetikkonzern Avon Products (+5,1 Prozent) an, künftig die Ämter von Chairman und CEO zu trennen. Seit 1999 führt Andrea Jung das Unternehmen in Doppelfunktion. Ab 2012 soll Jung nur noch den Posten des Chairman innehaben. Für den Posten des CEO wird nun ein externer Nachfolger gesucht.
Am Donnerstag gab das US-Arbeitsministerium bekannt, dass sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 10. Dezember 2011 überraschend verbessert hat. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 19.000 auf 366.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 390.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 381.000 auf 385.000 nach oben korrigiert. Indes haben sich die US-Erzeugerpreise im November 2011 erhöht. Binnen Monatsfrist stiegen die Preise um 0,3 Prozent. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise kletterten die Preise in der Kernrate um 0,1 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld Preissteigerungen von jeweils 0,1 Prozent prognostiziert. Daneben ermittelte die Federal Reserve Bank of New York für Dezember 2011 erneut eine Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. Wie die U.S. Federal Reserve Bank mitteilte, ist die US-Industrieproduktion im November 2011 gesunken. Indes wies das US-Leistungsbilanzdefizit im dritten Quartal 2011 einen Rückgang aus. Schließlich hat sich der an den US-Finanzmärkten viel beachtete Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia im Dezember 2011 verbessert. Unternehmensseitig stand FedEx (+8 Prozent) im Fokus. Wie der Logistikkonzern mitteilte, hat er im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis deutlich steigern können. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei geschlagen. Zudem bestätigte der Konzern seine Prognose für das laufende Fiskaljahr. Die Drugstore-Kette Rite Aid (+3,5 Prozent) konnte ihren Verlust im dritten Quartal dank höherer Umsatzerlöse und der erfolgreichen Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen reduzieren. Damit wurden auch die Marktschätzungen in den Schatten gestellt. Der Mischkonzern Honeywell (+1,7 Prozent) hat seine Prognosen für das Fiskaljahr 2012 konkretisiert und den Ausblick für das laufende Fiskaljahr 2011 bestätigt. Nachbörslich meldete der Software-Konzern Adobe Systems (-0,2 Prozent) seine Zahlen zum vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2010/11. Dabei konnte das Unternehmen einen unerwarteten Umsatz- und Gewinnanstieg vermelden. Zudem überzeugte der Ausblick. Auch der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion (+0,3 Prozent) gab nach Börsenschluss seine Ergebnisse für das dritte Fiskalquartal 2011/12 bekannt. Während der Gewinn- und Umsatzrückgang im Rahmen der Erwartungen ausfiel, enttäuschte der Konzern mit dem Ausblick.
Am Freitag teilte das US-Arbeitsministerium mit, dass sich die US-Verbraucherpreise im November 2011 stabilisiert haben. Demnach verharrte der Verbraucherpreisindex auf dem Niveau des Vormonats, wogegen er im Oktober um 0,1 Prozent gesunken war. Volkswirte hatten eine Preissteigerung um 0,1 Prozent prognostiziert. Die um die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate lag um 0,2 Prozent über dem Vormonatsniveau, nachdem sie im Oktober um 0,1 Prozent angezogen war. Volkswirte waren hier von einem Plus von 0,1 Prozent ausgegangen. Zudem wurde bekannt, dass RSC Holdings (+55,6 Prozent) vor der Übernahme durch den Konkurrenten United Rentals (+4,2 Prozent) steht. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wurde zwischen beiden Konzernen eine Vereinbarung zur Übernahme von RSC Holdings durch United Rentals geschlossen. Dabei sollen die Aktionäre von RSC Holdings 18,00 US-Dollar je Aktie in Form von Bargeld und Aktien von United Rentals erhalten. Die Offerte setzt sich dabei aus einer Barkomponente in Höhe von 10,80 US-Dollar und 0,2783 Anteilsscheinen von United Rentals zusammen. Dies entspricht inklusive der Übernahme von Konzernverbindlichkeiten in Höhe von 2,3 Mrd. US-Dollar einem Enterprise Value von insgesamt rund 4,2 Mrd. US-Dollar. Daneben teilte die kanadische Valeant Pharmaceuticals (+0,5 Prozent) mit, dass sie ISTA Pharmaceuticals (+72,7 Prozent) ein Übernahmeangebot unterbreitet hat. Den Angaben zufolge hat man im Rahmen der Offerte für jede ISTA-Aktie 6,50 US-Dollar in bar geboten, was einem Gesamtvolumen von 314 Mio. US-Dollar entspricht. Einschließlich Netto-Verbindlichkeiten in Höhe von 13 Mio. US-Dollar liegt der Enterprise Value bei rund 327 Mio. US-Dollar. Schließlich gab es Quartalszahlen bei Darden Restaurants (-1,7 Prozent). Wie der Restaurantbetreiber verkündete, ist sein Gewinn im zweiten Quartal gesunken, was neben einer geringfügigen Sonderbelastung mit einer schwächer als erwarteten Umsatzentwicklung bei Olive Garden sowie höheren Nahrungsmittelkosten zusammenhängt. Die Aktie des Kabelnetzbetreibers Cablevision Systems (-14,6 Prozent) muss derzeit deutliche Abschläge hinnehmen. Hintergrund ist die am Vorabend nach Börsenschluss veröffentlichte Meldung, wonach der COO des Konzerns, Tom Rutledge, von seinem Amt zurücktreten wird. Rutledge kam im Jahr 2002 zu Cablevision und übernahm 2004 das Amt des COO.
Börse&Märkte: Asien
In Asien stand am Montag u.a. Nissan (+1,5 Prozent) im Fokus. Wie bekannt wurde, haben der Autobauer und Microsoft eine Kooperation zur Entwicklung eines innovativen Computersystems für Nissan-Händler geschlossen. Das neue System soll unter anderem durch die Verbindung von Dealer und Customer-Relationsship-Management-Lösungen mit so genannten Social-Collaboration-Tools das Verhältnis zwischen Kunden und den Nissan-Händlern verbessern und so zu einer Steigerung des Fahrzeugabsatzes beitragen. Von der Konjunkturseite wurden in Tokio Daten für das Verbrauchervertrauen für den Monat November 2011 veröffentlicht. Wie das Kabinettsbüro bekannt gab, verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Index auf 38,1 Punkten, nachdem er im Vormonat noch bei 38,6 Punkten gelegen hatte. Damit steht der Verbrauchervertrauens-Index der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft weiter unter der Marke von 50 Punkten. Ab dieser Marke wird von einer optimistischen Haltung der Konsumenten ausgegangen. Daneben hat Südkorea seine Prognose zum Wirtschaftswachstum im laufenden sowie im kommenden Jahr mit Verweis auf die europäische Schuldenkrise und die daraus resultierenden schwächeren Exporte deutlich gesenkt. Wie das Finanzministerium mitteilte, rechnet es inzwischen nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,8 Prozent in 2011 und 3,7 Prozent in 2012. Ursprünglich war man im Land der Morgenstille von Steigerungsraten von jeweils 4,5 Prozent ausgegangen.
Am Dienstag ging es für die Aktie von China Gas um über 20 Prozent nach oben. So hat Sinopec gemeinsam mit der ENN Energy Holdings Ltd. ein Übernahmeangebot für den chinesischen Erdgasversorger vorgelegt. Von der Konjunkturseite wurden in Tokio Daten für den Dienstleistungssektor für den Monat Oktober 2011 veröffentlicht. Wie das Wirtschaftsministerium bekannt gab, stieg der Dienstleistungsindex der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft binnen Monatsfrist um 0,6 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld nur eine Zunahme um 0,4 Prozent prognostiziert, wogegen für September ein Minus von 0,7 Prozent gemeldet worden war.
Am Mittwoch stand in Japan NTT DoCoMo (-0,6 Prozent) im Fokus. Medienberichten zufolge will der größte Mobilfunkanbieter Japans seine Beteiligung am indischen Mobilfunkanbieter Tata Teleservices aufstocken. Wie die indische Zeitung "Times of India" berichtete, könnte der japanische Mobilfunkanbieter seinen Anteil an Tata Teleservices in den kommenden vier Monaten auf 35 Prozent aufstocken, sofern der indische Mobilfunkkonzern in diesem Zeitraum bestimmte performanceabhängige Ziele erfüllt. NTT DoCoMo hatte im Jahr 2008 eine Beteiligung von 26 Prozent an Tata Teleservices erworben und dafür rund 2,7 Mrd. US-Dollar investiert. Außerdem hält der japanische Mobilfunkkonzern laut dem Bericht zwei Kaufoptionen, die den Konzern zur Übernahme der Mehrheit an Tata Teleservices berechtigen. Auch die Aktie von Nippon Steel (unverändert) sorgte in Tokio für Aufsehen. So hat der Stahlkonzern grünes Licht von den zuständigen Wettbewerbsbehörden für den Zusammenschluss mit dem japanischen Konkurrenten Sumitomo Metal erhalten. Nach dem Erhalt der Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden in Japan werden beide Konzerne ihre Integrationsbemühungen weiter fortsetzen, wobei der Zusammenschluss planmäßig am 1. Oktober 2012 abgeschlossen werden soll. Unter anderem müssen die Aktionäre beider Konzerne die Transaktion noch billigen. Von der Konjunkturseite wurden in Tokio Daten für die Industrieproduktion für den Monat Oktober 2011 veröffentlicht. Wie das das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) bekannt gab, erhöhte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozent. Im September hatte der Output der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft hingegen um 3,3 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats gelegen. Binnen Monatsfrist zog die Industrieproduktion um revidiert 2,2 (vorläufig: 2,4) Prozent an, gegenüber einem Minus von 3,3 Prozent im September.
Am Donnerstag teilte das chinesische Handelsministerium mit, dass die ausländischen Direktinvestitionen nach China im November 2011 mit beschleunigtem Tempo angewachsen sind. Gegenüber dem Vorjahresmonat zogen die Direktinvestitionen um 9,76 Prozent auf 8,76 Mrd. US-Dollar an. Davor waren sie im Oktober um 8,75 Prozent angewachsen. Im bisherigen Jahresverlauf lagen die Direktinvestitionen mit 103,7 Mrd. US-Dollar um 13,15 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Daneben hat sich das Geschäftsklima in den großen japanischen Industrie-Unternehmen verschlechtert. Dies geht aus dem vierteljährigen, weltweit beachteten Tankan-Konjunkturbericht für das vierte Quartal 2011 hervor, den die Bank of Japan (BoJ) veröffentlichte. So verringerte sich der Diffusions-Index, der die Lagebeurteilung der Großunternehmen im Verarbeitenden Gewerbe auf -4 Zähler, nach einem Stand von +2 Zählern im dritten Quartal. Bei den großen Unternehmen des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes hat sich das Geschäftsklima hingegen aufgehellt. Der entsprechende Index stieg von +1 auf +4 Zähler.
Am Freitag hat der Geldpolitische Rat der indischen Notenbank über das weitere Zinsniveau beraten und beschlossen, die Leitzinsen unverändert zu lassen. Somit verharrt der Leitzinssatz bei 8,50 Prozent. Marktbeobachter hatten diese Entscheidung erwartet. Die Währungshüter wollen das Wirtschaftswachstum fördern, jedoch ist die Inflation auf hohem Niveau. Zuletzt hatte die Zentralbank den Leitzins im Oktober um 25 Basispunkte auf 8,50 Prozent angehoben.
Börse&Märkte: Termine
In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von HMV Group, Red Hat, Vivacon, Carnival, Cintas, ConAgra Foods, General Mills, Jabil Circuit, Navistar International, Nike, Oracle, Paychex, Pfleiderer, Actuant, Bed Bath & Beyond, Carmax, KB Home, Micron Technology, Shaw Group, Steelcase, TIBCO Software, Walgreen, American Greetings und Hornbach Holding an.
Börse&Märkte: Konjunktur
Auf der Konjunkturseite werden nächste Woche in Deutschland die Erzeugerpreise (November), der GfK-Konsumklimaindikator (Januar), der ifo-Geschäftsklimaindex (Dezember), das DIW Konjunkturbarometer, die Außenhandelspreise (November), der BMF-Monatsbericht (Dezember), die vierteljährliche Verdiensterhebung (drittes Quartal) und die ifo-Kreditumfrage (Dezember) gemeldet. Ansonsten stehen die Leistungsbilanz der Eurozone, der amerikanische NAHB/WF Hausmarktindex, die US-Wohnbaubeginne, die US-Wohnbaugenehmigungen, das BoJ Sitzungsergebnis, die japanische Leistungsbilanz, die US-Verkäufe bestehender Häuser, der BoJ-Monatsbericht, das US-BIP, der Chicago Fed National Activity Index, die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die US-Verbraucherstimmung der Uni Michigan, die US-Frühindikatoren, der amerikanische FHFA-Hauspreisindex, die US-Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter sowie die persönlichen US-Einkommen und -Auslagen zur Veröffentlichung an.
Börse&Märkte: Indexstände
(16.12.2011, 18.15 Uhr) DAX: 5.701,78 TecDAX: 663,18 Dow Jones STOXX 50: 2.270,26 Nikkei 225: 8.401,72 Dow Jones: 11.871,16 Nasdaq Composite: 2.559,26 (16.12.2011/ac/n/m)

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