Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

Durchgeknallt Bad Notenbank EZB und Draghi knallen jetzt völlig durch; Europa tanzt weiter vergeblich ums Goldene Kalb; Solar Millenium insolvent- wer ist der Nächste? USA nur leicht im Plus; Oracle zieht Nasdaq nach unten; asiatische Börsen geben nach; Indien heraufge

 |  22.12.2011, 08:39  |  2221 Aufrufe  |   0  | 

In Europa herrscht der Wahnsinn. Was die Bad Notenbank EZB nun unternommen hat, müsste eigentlich auf massiven Widerstand der Parlamente treffen. Bisher höre ich nur, dass dies notwendig wäre. Was jucken uns den noch Statuten und Recht. Dass es auch anders geht, zeigt Indien, das jetzt von Moody's für seine vorbildliche Geldpolitik heruafgestuft wurde. Und während KB Home weiter unter dem Eigenheimmarkt leidet, zeigt Hornbach, dass Baumärkte immer noch gefragt sind.

Globalyze Marktbericht

 

Die rund 490 Mrd. Euro (eine halbe Billion!!!!!) schweren Kredite, welche die Bad Notenbank EZB in einem Akt des unverantwortlichen Wahnsinns für drei Jahre zu Niedrigstzinsen an die sich gegenseitig nicht vertrauenden 523 europäischen Banken ausreichte (jede bekam also fast eine Milliarde (!!!), sorgten an der Wall Street nur für leichte Kursgewinne. Dow und S&P 500 stiegen um +0,03% (12.107) und +0,19% (1.243). Der Technologieindex Nasdaq gab um -0,99% (2.577) nach. Dort waren es vor allem die enttäuschenden Quartalszahlen von Oracle, die den Index mit -10,6% nach unten drückte. Trotz der Auflegung eines 5 Mrd. Dollar schweren Aktienrückkaufprogramms. Aber auch IBM (-3,1%), Cisco (-2,6%) und Hewlett-Packard (-1,8%) gaben ordentlich nach. Hingegen legte Yahoo um +5,8 % zu, nachdem bekannt wurde, dass der Suchmaschinenbetreiber seinen 15 %-Anteil an Alibaba.com verkaufen möchte. Auch die zuvor stark gefallene RIM legte angesichts des Gerüchts um ein Kaufangebot seitens Microsoft, Nokia und Amazon.com um +10% zu.  Im Dow waren Gewinner wie Coca Cola (+1,7%), Kraft Foods (+1,2%) und Pfizer (+1,0%) sowie Rohölwerte wie Exxon Mobil und Chevron mit +1,4% und +1,7% zu verzeichnen. Die Bad Notenbankaktion schätzte der Portfoliomanagement richtig ein: "We're still papering over the real problem“ („wir tun derzeit nichts anderes, als das wirkliche Problem zuzukleistern“). Insofern war auch die Wirkung dieser Maßnahme an den Finanzmärkten sehr schwach. Gold, das eigentlich angesichts dieser wunderbaren Geldvermehrung eigentlich steigen müsste, verlor trotzdem -0,2% auf 1.611,90 Dollar je Unze. Rohöl stieg hingegen zum dritten Mal in Folge auf 98,67 Dollar je Unze. Auch weil die Vorräte zurückgingen.

 

In Frankfurt und dem Rest Europas verpuffte Draghis Verzweiflungstat, für die wir Bürger im Ernstfall wieder einmal bluten und zwar ohne Beschluss des Bundestags, wirkungslos. Ob diese versteckte Finanzierung der klammen Euro-Staaten mit unserer Verfassung und dem Budgetrecht des Bundestags vereinbar ist, wage ich zu bezweifeln. Wie zu erwarten fielen die Zinsen für italienische und spanische Staatsanleihen. Dennoch. Wann wird Europa begreifen, dass Vertrauen mit noch so viel Geld nicht zu kaufen ist? Jedenfalls nahmen die Anleger die Gewinne mit, statt zu investieren. Dax, Tec Dax und C Dax gaben also um -0,95% (5.791), -1,45 % (666,52) und -0,84% (511,27) nach. Was die Preise angeht, so sind die Einfuhrpreise im November schon einmal um satte +6 % gestiegen. Ansonsten fiel die Solarbranche, vor der ich seit Jahr und Tag warne, mit der Insolvenz von Solar Millenium wieder einmal negativ auf. Nun ist der zweite Wert ausgeschieden. Weitere werden folgen. Im Tec Dax gaben Solarworld auf diesen Schock erst einmal um -5,59% nach. Pfeiffer Vacuum lag mit +3,81% an der Spitze. Im Dax litt SAP unter den Oracle-Zahlen, die den Wert mit -6,60% nach unten riss. Daimler und BMW fuhren dem gesamten Markt mit +0,96% und +0,63% davon.

 

In Tokyo gab der Nikkei bei dünnem Handel aufgrund von Gewinnmitnahmen um -0,68% auf 8.402 Punkte nach. Wie an den anderen asiatischen Börsen auch sind die Sorgen um Europa wieder aufgeflammt. Die Maßnahme der Bad Notenbank EZB wurde als das erkannt, was sie in Wahrheit ist: ein Zeichen der Schwäche. Branchenverlierer waren vor allem Versicherungen, Eisen und Stahl sowie Maschinenbau. Gewinner waren erneut Seetransport, Elektrizität und Gas sowie Pappe und Papier. Halbleiter- bzw. Chipwerte wie Advantest fielen um -3,5%. Elpida Memory kam mit  -0,5% nur deshalb so glimpflich davon, weil sie mit dem taiwanesischen Chiphersteller Nanya Technologie Corp. über eine auch mit Kapital unterlegte Partnerschaft im Gespräch sind. Die zuletzt stark gebeutelte Nintendo stieg aufgrund von 390.000 Verkäufen der 3DS Spielkonsole in der dritten Woche, womit bald die vier millionste Einheit über den Ladentisch geht, um +3 %. Der Spielehersteller Namco Bandai, der in den nächsten drei Jahren sein operatives Ergebnis auf Rekordwerte steigern will, legte um +2 % zu. Der Designer Misawa & Co. steigerte am ersten Tag seines Börsendebüts den IPO-Ausgabepreis von 860 Yen um +41 % auf 349 Yen. Auch der andere Börsenneuling Nexon stieg ausnahmsweise einmal wieder um 82 Yen. 849 fallende Aktien standen 609 steigende Aktien gegenüber. 192 blieben unverändert.

 

Globalyze Pressetour

 

Rechtswidrige (?) Geldschwemme für lau. In einem Akt des Wahnsinns hat die Bad Notenbank EZB 523 europäischen Banken für 3 Jahre 490 Mrd. Euro zu einem Zinssatz von 1 % ausgereicht. Das sind fast 1 Mrd. Euro pro Bank. Merry Christmas!

 

Standpunkt: Ich habe mich heute auf der Seite der Bad Notenbank EZB einmal umgeschaut. Da steht unter Ziele: „Das vorrangige Ziel der ESZB ist es, die Preisstabilität zu gewährleisten.“ Von Geldverschwendung steht da nichts. Und auch nicht von indirekter Staatsfinanzierung. Ich persönlich bin entsetzt. Da diese Maßnahme mit dem Geist und auch mit den Statuten der Bad Notenbank EZB nicht vereinbar ist. Wieder einmal wird eine Institution missbraucht und alle schauen weg. Das wird sich eines Tages bitter rächen. Alle Institutionen, ob Parlament, Bad Notenbank oder das Amt des Bundespräsidenten werden derzeit deutlich beschädigt. Wie lange wird unsere Demokratie diese Ansammlung von Rechtsbrüchen, Vertrauensbrüchen und Statutenbrüchen noch aushalten? Von der Verlogenheit, die Wahrheit zu relativieren, ganz zu schweigen.

 

KB Home Gewinn sinkt um -20%. Trotz eines Umsatzzuwachses von +6,4% auf 479,9 Mio. Dollar sank der Gewinn des Eigenheimbauers im 4. Quartal um -20% auf 13,9 Mio. Dollar. Die Auftragseingänge stiegen um +38 % auf 1.494 Einheiten.

 

Standpunkt: Die Quartalszahlen überzeugen nicht. So sank die operative Marge von 6,5% auf gerade noch 0,1%. Offensichtlich ist der Preisdruck am Markt enorm. Wenn da auch das Wachstum der Auftragseingänge einen positiven Anschein gibt. So muss man sich als Anleger die Frage stellen, was ein mit Margenverzicht „erkauftes“ Wachstum wert ist? Ich ziehe dem jedenfalls einen Umsatzrückgang mit einer Margensteigerung vor. Insofern ist KB Home mein Ding nicht. Auch, wenn der Kurs sich derzeit erholt.

 

Micron taktet im roten Bereich. Weil das Volumenwachstum die niedrigeren Verkaufspreise nicht überkompensieren konnte und damit die Margen drückte, erzielte der letzte US-Hersteller von DRAM Computer Chips einen Verlust von -187 Mio. Dollar.

 

Standpunkt: Dabei fielen angesichts fallender Durchschnittspreise die Umsätze um -7,2% auf 2,09 Mrd. Dollar. Die Bruttomarge halbierte sich beinahe von 23,3% auf 14,6%. Da ist die Meldung, dass ein Patentstreit gegen Rambus Inc. gewonnen wurde, auch nur der berüchtigte Tropfen auf den heißen Stein. Ich jedenfalls würde von Micron Technology die Finger lassen.

 

Hornbach weiter erfolgreich. Der in 9 Ländern 134 Märkte betreibende Baumarkt steigerte im 3. Quartal den Umsatz um +4,7% auf 801,7 Mio. Euro, Das EBIT um +12,8% auf 33,4 Mio. Euro und das Konzernergebnis um +30,5%.

 

Standpunkt: Die Zahlen sind weiter recht gut. Schön ist auch, dass das EBIT überproportional zum Umsatz steigt. Das lässt auf wahre Stärke schließen. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass die prozentualen Zuwachszahlen etwas unter den 9-Monatszahlen liegen. Es macht sich also insbesondere beim Umsatz eine leichte Abschwächung bemerkbar. Dennoch soll dies das positive Gesamtbild nicht trüben. Hornbach steht auch mit der von 43,1 % auf 44,8 % gesteigerten Eigenkapitalquote weiter gut da.

 

Moody’s stuft Indien herauf. Während in Europa ein Staat nach dem anderen herabgestuft wird, hat die Ratingagentur Moody’s die langfristigen Staatsanleihen Indiens von speculative (Ba1) auf invesment grade (Baa3) heraufgestuft.

 

Standpunkt: Die Begründung für die Heraufstufung lautete, dass das indische Wachstum seine Widerstandsfähigkeit gegenüber weltweiten Schocks verbessert habe. Ferner wird Indien zugetraut, dass sich die momentane wirtschaftliche Abschwächung aufgrund des momentan zu beobachtenden Preisrückgangs sich in 2012/2013 umkehren könnte. Das ist ganz meine Rede. Erst neulich habe ich in einem Interview des Deutschen Anlegerfernsehens DAF diese mittelfristig positive Szenario gezeichnet (Link Teil 1; Link Teil 2). Während also Europa sein Probleme zudeckt und nicht löst, haben Indien und China ihre Hausaufgaben gemacht. Die „neue“ Welt zeigt der „Alten“, wo es lang geht. So ändern sich die Zeiten.

 

Globalyze – Rendite ist kein Zufall!

 

Neu: Folgen Sie unserem Ansatz über den von uns gespeisten Aktienfonds Globalyze QuantValue (WKN A1JL1H; ISIN: LU0690028625) und bauen Sie mit hohen und soliden Renditen Ihre private Altersvorsorge auf. Jetzt auch in München, Hamburg und bei Tradegate im Börsenhandel.

 

Melden Sie sich jetzt bei Globalyze an und sicheren Sie sich -kostenlos und unverbindlich - das Gratis Top10 Lite Paket mit einer echten, aktuellen Top10 Empfehlungen. Klicken Sie auf diesen Link...

 

Lesen Sie in unserer Buch-Neuerscheinung „Rendite ist kein Zufall“, wie auch Sie jetzt zu hohen Renditen kommen (bei Amazon.de erhältlich: ISBN 978-3-9814205-0-0)

 

Bitte mitunterzeichnen Sie unsere beim Deutschen Bundestag eingereichte Petition für ein Trennbankensystem unter https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=18805

Bewerten Sie diesen Artikel: (
0
Bewertungen)

1
Ihren XING-Kontakten zeigen

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer