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Bayern macht Druck auf Bund für mehr Gaskraftwerke

Autor: dpa-AFX
 |  23.12.2011, 05:28  |  488 Aufrufe  |   0  | 

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Bayern macht wegen aus seiner Sicht mangelnder Fortschritte bei der Energiewende Druck auf die Bundesregierung. Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) fordert von Berlin, spätestens bis zum Sommer bessere Rahmenbedingungen für den Betrieb von Gaskraftwerken zu schaffen - der bisherige Vorrang für die Einspeisung von erneuerbarem Strom ins Netz soll abgeschwächt werden. 'Ich verlange von der Bundesregierung, dass sie für eine sichere Energieversorgung im ganzen Land sorgt', sagte Zeil der Nachrichtenagentur dpa. 'Bayern darf nicht alleingelassen werden. Das ist für uns so wichtig wie für kaum ein anderes Bundesland.'

Der Hintergrund: Bisher fehlt es an Investoren für neue Gaskraftwerke. Denn der Bau und Betrieb eines Gaskraftwerks rechnet sich unter den derzeitigen Bedingungen nicht, weil erneuerbare Energien Vorrang bei der Einspeisung haben. Gaskraftwerke erreichen damit nur einen Teil der Betriebsstunden, die für ein profitables Geschäft notwendig wären. 'Im Moment wartet jeder Investor ab', sagte Zeil dazu. 'Ein unwirtschaftliches Kraftwerk wird keiner bauen.'

Zeil kritisierte insbesondere das Haus von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU): 'Es hat mich schon sehr gewundert, wie vor allem im Bundesumweltministerium gesagt worden ist, es sei doch eigentlich schon alles gemacht. Doch spätestens Mitte 2012 muss Klarheit herrschen.' Wenn ab 2015 weitere Stromerzeugungskapazitäten aus Kernkraftwerken vom Netz gingen, werde es in Bayern eine echte Stromlücke geben. 'Hier muss jetzt schnell gehandelt werden.'/DP/zb

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