EUR-USD : 1,50 im Sommer 2012 Selbst die Amis trauen dem USD nicht mehr
Die Major Devisenpaare hatten im Vorfeld der Angebotseröffnung über knapp 500 Milliarden des neuen 3-Jahre-Tenders durch die EZB ihre Rallye zunächst fortgesetzt. Seitdem aber geht es eher hin und her zwischen Bullen und Bären. Die jüngste Geldüberschwemmung der Märkte durch die EZB wird von vielen als Stützsäule des Quantitative Easing (QE) gesehen. Der Euro stieg gegenüber dem Dollar bis auf 1,32. Viele Analysten erwarten LTRO Angebote zwischen 250 und 350 Milliarden Euro seitens europäischer Banken, welche dann zu etwa 1% Geld aufnehmen können. Dieses kann dann wiederum in höher verzinste Bonds souveräner Staaten der Region reinvestiert werden. Diese Carry-Trade Strategie, welche nach der Lehman-Pleite seitens der FED bereits äußerst erfolgreich angewendet wurde, kann dem Finanzsystem verschiedenartige Impulse geben. Es wird den Banken de facto suggeriert, leichte Gewinne zu verbuchen auf dem Spread zwischen den Kosten des LTRO und denen des Yields souveräner Schuldverschreibungen. Dies wird zur Rekapitalisierung des fragilen europäischen Finanzsektors beitragen. All dies dürfte dem Euro wieder auf die Beine verhelfen. Unser Bias für die ersten Wochen und Monate im neuen Jahr ist durchaus positiv, wenn Italien, Griechenland, Portugal und Spanien genauso schnell wieder auf die Beine kommen, wie es die Iren derzeit vormachen. Eine Rückkehr zu alter Stärle im Bereich von 1,50 ist durchaus vorstellbar und sollte mittelfristig auch das Ziel der EZB sein. Im Sommer 2012 könnte es unserer Einschätzung nach soweit sein. Besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch!

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