Börse&Märkte Wochenrückblick KW 51
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der abgelaufenen Woche haben sich die Weltbörsen uneinheitlich entwickelt. Der DAX gewann im Wochenvergleich rund 3,1 Prozent, während der Dow Jones STOXX 50 einen Zuwachs von etwa 3,1 Prozent aufweist. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche hingegen mit einem Minus von rund 0,1 Prozent abgeschlossen. In den USA konnte der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher rund 3,1 Prozent anziehen.
Börse&Märkte: Deutschland
Die wichtigsten deutschen Aktienindizes beendeten den ersten Handelstag der Woche im Minus. Dabei hielt die Schuldenkrise die Märkte weiterhin im Griff. Ferner belasteten die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Tod des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il. Der DAX schloss am Montag mit einem Abschlag von 0,54 Prozent. Anteilsscheine der Deutschen Telekom gaben 1,2 Prozent ab. Der Verkauf der US-Mobilfunktochter an den US-Konzern AT&T wird einem Medienbericht zufolge immer unwahrscheinlicher. Wie es unter Berufung auf informierte Kreise heißt, seien die Verhandlungen von AT&T mit den zuständigen Behörden über einen Kauf von T-Mobile USA auf Eis gelegt worden. Dies könnte laut dem Bericht ein Anzeichen dafür sein, dass AT&T möglicherweise den rund 39 Mrd. US-Dollar schweren Kauf der Mobilfunkaktivitäten der Deutschen Telekom in den USA abblasen könnte. BASF kündigte indes weitere Preiserhöhungen an. So wurden die Absatzpreise für Ethanolamine (EOA) in Europa mit sofortiger Wirkung angehoben. Im Einzelnen verteuern sich demnach die Verkaufspreise für Monoethanolamin, Diethanolamin und Triethanolamin um jeweils 50 Euro pro Tonne. Der Titel verlor rund 1 Prozent an Wert. Der Technologiekonzern Siemens hat einen Großauftrag im Bereich Bahntechnik erhalten. So hat die russische Bahngesellschaft RZD acht weitere Hochgeschwindigkeitszüge "Velaro RUS" in Auftrag gegeben. Hinzu komme ein Instandhaltungsvertrag für die Dauer von 30 Jahren. Die Auslieferung der Züge, die im Siemens-Werk Krefeld gefertigt werden, beginnt im Januar 2014. Das Auftragsvolumen wurde dabei auf rund 600 Mio. Euro beziffert. Papiere von Siemens fielen um 0,2 Prozent zurück. Aktien von Bayer gaben derweil um 0,7 Prozent ab. Dabei hat der Chemie- und Pharmakonzern zwei weitere Zulassungen für den Gerinnungshemmer Xalreto (Rivaroxaban) erhalten. An der Indexspitze behaupteten sich Aktien von Henkel mit einem Plus von 1,3 Prozent. Auf dem zweiten und dritten Platz folgen METRO und Linde mit Aufschlägen von 1,0 Prozent bzw. 0,7 Prozent.
Am Dienstag schlossen die wichtigsten deutschen Aktienindizes deutlich im Plus. Dabei profitierten die Märkte vor allem von gut ausgefallenen Daten zum Geschäftsklima in Deutschland. Der DAX gewann zuletzt 3,11 Prozent auf 5.847,03 Punkte. Unterdessen zeigt die Verbraucherstimmung zum Jahresende 2011 ein differenziertes Bild. Während sich die Konjunktur- und Einkommenserwartungen verbessern, muss die Anschaffungsneigung spürbare Einbußen hinnehmen. Dies gab die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bekannt. Der Gesamtindikator prognostiziert nach 5,6 Punkten im Dezember für Januar 2012 ebenfalls einen Wert von 5,6 Punkten. Das Konsumklima startet damit stabil in das neue Jahr 2012. Schließlich hat sich das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im Dezember 2011 nach Angaben des ifo Instituts verbessert. So erhöhte sich der Index auf 107,2 Punkte, nach 106,6 Punkten im Vormonat und 114,4 Punkten im Dezember 2010. Auch der ifo Geschäftsklimaindikator im Dienstleistungsgewerbe Deutschlands ist im Dezember 2011 kräftig angestiegen. So erhöhte sich der Index auf 19,6 Punkte, nach 15,1 Punkten im Vormonat und 24,9 Punkten im Dezember 2010. Unterdessen erwartet Bayer ein Milliarden-Umsatzpotential bei vier potentiellen Blockbuster-Medikamenten in seiner Pharma-Pipeline. Hierzu zählen das Augenmedikament VEGF Trap-Eye sowie die Krebsmittel Alpharadin und Regorafenib. Beim Thrombosemittel Xarelto erwartet Bayer nach der Zulassung der neuen Indikationen durch die Europäische Kommission in dieser Woche weiter einen Spitzenumsatz von mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr. Die entsprechenden Zulassungen vorausgesetzt, liege die Summe des Spitzenumsatzpotenzials dieser Produkte damit in der Größenordnung von fünf Milliarden Euro, so der Konzern. Die Aktie verbesserte sich um 5 Prozent. Daneben standen auch die Anteilsscheine von Fresenius Medical Care im Blick. Der Dialysespezialist passt seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2011 an. So soll der Umsatz nun um rund 1 bis 2 Prozent unterhalb der bisher angepeilten 13 Mrd. US-Dollar liegen. FMC bestätigt aber seinen Ergebnisausblick für 2011. Dabei wird das Konzernergebnis am unteren Ende der Spanne zwischen 1,07 und 1,09 Mrd. US-Dollar erwartet. Das Papier verteuerte sich auf vorletzter Stelle im DAX um 0,6 Prozent. Schließlich fuhren Daimler als Spitzenreiter im DAX um 5,9 Prozent vor. Der Automobilhersteller hat einen weiteren Auftrag erhalten. So wurde Mercedes-Benz do Brasil vom brasilianischen Baukonzern Camargo Corrêa mit der Lieferung von 115 Mercedes-Benz Lkw beauftragt. Zudem bemüht sich Daimler einem Medienbericht zufolge um einen Investor aus China. An der Indexspitze bewegten sich HeidelbergCement mit 6 Prozent im Plus.
Zur Wochenmitte waren am Mittwoch teils deutliche Verluste auszumachen. Am Vormittag legten die Kurse zunächst deutlich zu, nachdem die Europäische Zentralbank die Vergabe von rund 500 Mrd. Euro an europäische Banken gemeldet hatte. Die Kursverluste am Nachmittag wurden am Markt auf Gewinnmitnahmen zurückgeführt. Der DAX verlor schließlich 0,95 Prozent auf 5.791,53 Punkte. Die deutschen Außenhandelspreise sind im November 2011 erneut kräftig gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamt Destatis verteuerten sich die Importe gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,0 Prozent, nach einem Plus von 6,8 Prozent im Vormonat und 10,0 Prozent im November 2010. Im DAX fanden sich Anteile von SAP mit einem Kursverlust von 6,1 Prozent an letzter Stelle wieder. Am Vorabend nach US-Börsenschluss veröffentlichte der Konkurrent Oracle schwache Quartalszahlen. Diese wurden von den SAP-Aktionären anscheinend zum Anlass genommen, sich ob des Geschäftsumfelds des deutschen Software-Konzerns zu sorgen. Zu den schwächsten Werten zählte auch die Aktie von E.ON, welche 1,6 Prozent absackte. Der Energieversorger hat vom Regierungspräsidium Kassel die Genehmigung zur Erweiterung des Pumpspeicherkraftwerks Waldeck 2 in Edertal/Hemfurth erhalten. Konzernangaben zufolge umfasst diese Genehmigung die Errichtung einer weiteren unterirdischen Kraftwerkskaverne mit einer 300 Megawatt starken Pumpturbine. Anteile von Daimler waren am Mittwoch im DAX mit Abstand die größten Gewinner. Einem Pressebericht zufolge bemüht sich Daimler-Chef Zetsche um Investoren aus China. Die Daimler-Aktie verteuerte sich um 1,6 Prozent.
Am Donnerstag befanden sich die deutschen Aktienbörsen auf dem Vormarsch. Gestützt wurde die Stimmung am Markt von den aktuellen Konjunkturdaten aus den USA, die im Großen und Ganzen positiv aufgenommen wurden. Der DAX gewann dabei 1,05 Prozent auf 5.852,18 Punkte. Die deutschen Reallöhne wiesen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im dritten Quartal 2011 einen Anstieg aus. So waren die Reallöhne um durchschnittlich 0,6 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Im zweiten Quartal 2011 war ein Plus von 1,9 Prozent und im dritten Quartal 2010 ein Zuwachs von 1,5 Prozent zu verzeichnen gewesen. Ferner stiegen die Nominallöhne um 3,0 Prozent und die Verbraucherpreise erhöhten sich um 2,5 Prozent. Auf der Unternehmensseite rückten RWE rund 5 Prozent vor und markierten damit die Indexspitze im DAX. Der Versorger konnte mit dem russischen Erdgaskonzern Gazprom keine Einigung über gemeinsamen Bau und Betrieb von Kraftwerken erzielen. Daher wurde in gegenseitigem Einvernehmen beschlossen, die exklusiven Gespräche über ein mögliches Joint Venture zum gemeinsamen Bau und Betrieb von Kraftwerken in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden zum Jahresende auslaufen zu lassen. Fresenius Medical Care steigt in das Geschäft mit Dialysedienstleistungen in Ecuador ein. Mit Wirkung zum 1. Dezember hat man von einer Unternehmerfamilie aus Ecuador acht privat geführte Dialysekliniken übernommen. Zudem wird FMC den lokalen Vertriebspartner Nefrocontrol S. A. übernehmen. Die Anteilsscheine des Dialysespezialisten notierten annähernd auf Vortagesniveau. Anteile von Bayer gewannen 1,9 Prozent hinzu. Der Konzern hat bei der europäischen Arzneimittelzulassungsbehörde EMA die Marktzulassung des oralen Gerinnungshemmers Xarelto (Rivaroxaban) in Kombination mit Standard-Plättchenaggregationshemmung zur Sekundärprävention nach einem akuten Koronarsyndrom (ACS) beantragt. Daneben flogen Deutsche Lufthansa um 1,9 Prozent vor. Die Fluggesellschaft und die International Consolidated Airlines Group (IAG) haben einen Vertrag über den Verkauf der British Midland Ltd. (BMI) an IAG unterzeichnet. Der Bruttokaufpreis beträgt 172,5 Mio. Britische Pfund (GBP) in bar (ca. 207 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der vereinbarten Anpassungen wird der Nettokaufpreis jedoch voraussichtlich deutlich negativ sein. Die rote Laterne wurde gestern im DAX mit einem geringfügigen Abschlag von 0,2 Prozent von Henkel gehalten. Weiteren Angaben zufolge haben die Deutsche Börse und die NYSE Euronext vom US-Justizministerium am Donnerstag die Genehmigung zur Fusion erhalten. Diese ist jedoch an Auflagen gebunden. Der Energieversorger E.ON gab am Donnerstag schließlich in einer Pressemitteilung bekannt, dass er keine Anteile am staatlichen, portugiesischen Energieversorger EDP übernehmen wird. Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat im Dezember 2011 zugenommen.
Nach Angaben des Münchener ifo-Instituts vom Freitag schätzen aktuell 23,1 Prozent der befragten Unternehmen die Kreditvergabe durch die Banken als restriktiv ein, nach 22,4 Prozent im Vormonat und 26,3 Prozent im Vorjahresmonat. Der Technologiekonzern SINGULUS TECHNOLOGIES verlautbarte, dass Avancis seine 100 MWp CIS-Fertigung eröffnet. Anlagen von SINGULUS sind dabei ein wichtiger Baustein. So hat Avancis am 16.12.2011 die Produktion in seinem zweiten Werk am Firmensitz im sächsischen Torgau begonnen. Die neue Produktionsstätte für hoch moderne CIS-Solarmodule hat eine Gesamtkapazität von 100 Megawatt-peak (MWp) pro Jahr. SINGULUS hat für diese CIS Fertigung 3 Selenisieranlagen geliefert und bereits im November dieses Jahres die technische Abnahme erfolgreich realisiert.
Börse&Märkte: Europa
Die wichtigsten europäischen Börsen haben sich am Montag knapp in der Gewinnzone aus dem Handel verabschiedet. Die Sorge um die politische Stabilität in Nordkorea ist derweil wieder in den Hintergrund gerückt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 0,01 Prozent, während der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 um 0,10 Prozent zulegen konnte. Die Leistungsbilanz der Eurozone hat nach Angaben der europäischen Zentralbank (EZB) im Oktober 2011 mit einem Defizit abgeschlossen. So belief sich der saisonbereinigte Passivsaldo auf 7,5 Mrd. Euro, gegenüber einem Plus von 2,2 Mrd. Euro im September. In Großbritannien brachen Ocado Group Der Internet-Lebensmittelhändler hat beim Ausblick auf die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Fiskaljahr enttäuscht. So lag der Bruttoumsatz im abgelaufenen Fiskaljahr nach vorläufigen Berechnungen bei rund 641 Mio. Britischen Pfund (GBP), was gegenüber dem Vorjahreswert einem Plus von 16,7 Prozent entspricht. Beim um Einmaleffekte bereinigten EBITDA wird für das Fiskaljahr ein Gewinn im Bereich von 27,5 bis 28,5 Mio. GBP erwartet, nachdem man im Vorjahr auf vergleichbarer Basis einen Gewinn von 22,0 Mio. GBP ausgewiesen hatte. Nach Konzernangaben ist das Geschäft im vierten Quartal durch Kapazitätsprobleme im Hatfield Customer Fulfilment Centre beeinträchtigt worden. An der Spitze des FTSE 100 gewannen Shire 1,9 Prozent. Größter Verlierer waren Lloyds Banking 4,2 Prozent. SKF hat unterdessen einen Großauftrag aus China erhalten. So wurde man vom chinesischen Nutzfahrzeughersteller China National Heavy Duty Truck Group Co., Ltd, (CNHTC) mit der Lieferung von verschiedenen Komponenten wie etwa so genannten Kegelrollenlagern für die neuesten Lkw-Modelle beauftragt. Die Aktie des Maschinenbaukonzerns legte um 0,4 Prozent zu.
Am Dienstag konnten die bedeutendsten europäischen Börsen kräftige Zugewinne verzeichnen. Für Auftrieb sorgten dabei vor allem positive Geschäftsklimadaten aus Deutschland. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 2,70 Prozent auf 2.262,39 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbesserte sich um 1,51 Prozent auf 2.306,92 Zähler. Für eine Enttäuschung sorgte in Großbritannien AstraZeneca. Der Pharmakonzern wird im vierten Quartal hohe Einmalbelastungen in Zusammenhang mit zwei klinischen Studien ausweisen. So wird man die Entwicklung des Medikament Olaparib zur dauerhaften Behandlung von Eierstockkrebs nicht weiter fortsetzen. Da die Suche nach einer Anpassung der Medikamentendosis für eine erfolgreiche Behandlung der Patienten im Rahmen einer klinischen Phase-III-Studie mit dem Medikament erfolglos blieb, habe man sich dazu entschlossen, keine klinische Phase-III-Studie durchzuführen. Zudem ist auch eine klinische Phase-III-Studie zu dem in der Erprobungsphase befindlichen Medikament TC-5214 zur Behandlung von Patienten, die an Depressionen leiden, erfolglos geblieben. Hier hat der Konzern nach eigenen Angaben den klinischen Endpunkt der Studie verfehlt. Insgesamt wird man daher im laufenden Fiskaljahr einen negativen Einmaleffekt in Höhe von 381,5 Mio. US-Dollar ausweisen. Die Ergebnisprognose in Höhe von 7,20 bis 7,40 US-Dollar je Aktie wurde vom Konzern bestätigt, wobei das Ergebnis nach Aussage von AstraZeneca angesichts der negativen Einmaleffekte voraussichtlich in der unteren Hälfte der Prognosespanne liegen werde. Derweil hat Repsol YPF mit dem russischen Öl- und Erdgaskonzern Alliance Oil Co. Ltd. eine Vereinbarung über ein Joint Venture in Russland geschlossen. Demnach werden beide Konzerne im Rahmen des Gemeinschaftsunternehmens verstärkt bei der Produktion und Exploration von Öl und Erdgas zusammenarbeiten. Dabei werde Alliance Oil Upstream Assets aus der Wolga-Ural-Region mit einem Gesamtwert von 570 Mio. US-Dollar in das Joint Venture einbringen. Alliance Oil werde mit 51 Prozent die Mehrheit an dem Joint Venture halten, während Repsol die verbleibenden 49 Prozent der Anteile übernehmen wird. Repsol rücken daraufhin um 2,4 Prozent vor.
Schließlich schlossen die wichtigsten europäischen Börsen am Mittwoch mit deutlichen Abschlägen. Während der 3-Jahres-Tender der EZB am Anfang noch für Kurssprünge, v.a. im Bankensektor gesorgt hatte, drehte am Nachmittag die Stimmung. Die EZB hat den Banken nahezu 500 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor am Ende 0,80 Prozent auf 2.244,35 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechterte sich um 0,46 Prozent auf 2.296,21 Zähler. Die Frühindikatoren der Eurozone haben sich im November 2011 stabilisiert. Demnach verharrten die Frühindikatoren auf dem Vormonatsniveau. Für Oktober war hingegen ein Minus von 0,1 Prozent ausgewiesen worden. In Frankreich gab EDF bekannt, dass man zwei Unternehmensbereiche des Wettbewerbers EnBW erwerben wird, die ihrerseits einen Minderheitenanteil an polnischen Unternehmen halten. Der Kaufpreis liegt bei 301 Mio. Euro. Wie EDF mitteilte, halten die beiden Einheiten von EnBW Anteile in Höhe von 32,45 bzw. 15,59 Prozent an ERSA und Kogeneracja, die beide Kraftwerke in Polen besitzen. Nach der Transaktion wird EDF den Angaben zufolge eine Beteiligung in Höhe von 97,34 Prozent an ERSA erhalten. Die Aktie des Versorgers gab um 1,6 Prozent nach. In Österreich standen BRAIN FORCE im Blick. Das IT-Service-Unternehmen bestätigt die vorläufigen operativen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2010/11 (1. Oktober 2010 bis 30. September 2011) wonach man den operativen Turnaround geschafft hat. Das Papier verbesserte sich um 2,1 Prozent. Im krisengeschüttelte Euroland Spanien steht derweil die neue Regierung. Am Mittwochabend hat der neue Regierungschef Mariano Rajoy sein Kabinett vorgestellt. Im Kampf gegen die Wirtschafts- und Schuldenkrise plant Rajoy für das nächste Jahr eine Reduzierung des spanischen Haushaltsdefizits um 16,5 Mrd. Euro. Von den Einsparungen sind alle Bereiche mit Ausnahme der Rente betroffen.
Am Donnerstag gingen die europäischen Aktienbörsen mit positiven Vorzeichen in den Feierabend. Der Dow Jones EURO STOXX 50 notierte zu Handelsende 1,28 Prozent fester bei 2.273,02 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbesserte sich abschließend um 1,11 Prozent auf 2.321,63 Zähler. Die AGRANA Beteiligungs-AG erklärte, dass man in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2011/2012 den Umsatz und das operative Ergebnis steigern konnte. Für das Gesamtjahr rechnet AGRANA mit einem Umsatz von rund 2,5 Mrd. Euro und bekräftigt die Erwartung einer signifikanten Ergebnisverbesserung. Der Titel legte bis Handelsende um fast 5 Prozent zu.
Wie Rio Tinto am Freitag mitteilte, hat er sein Übernahmeangebot für die kanadische Hathor Exploration verlängert. Demnach gilt das Angebot nun bis zum 06. Januar 2012 (5:00 pm Toronto time). Rio Tinto will sämtliche Stammaktien erwerben und bietet den Aktionären 4,70 Kanadische Dollar je Anteilschein in bar. Bis zum 22. Dezember wurden 111.170.930 Aktien angedient, das entspricht 87,26 Prozent der Aktien, die sich nicht unter der Kontrolle von Rio Tinto befinden. Die österreichische BRAIN FORCE meldete zudem eine Veränderung im Vorstand. So hat das IT-Service-Unternehmen Mag. Hannes Griesser mit Wirkung ab 1. Jänner 2012 vom Aufsichtsrat zum neuen Finanzvorstand bestellt. Griesser folgt damit dem per 31. Dezember 2011 ausscheidenden Finanzvorstand Thomas Melzer.
Börse&Märkte: Asien
In Asien schlossen die Börsen am Montag nach dem Tod des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il und der damit verbundenen Sorge vor einer politischen Destabilisierung der Region mehrheitlich mit roten Vorzeichen in die neue Handelswoche. Erheblich unter Druck stand die Börse in Südkorea. So brach der südkoreanische Leitindex KOSPI am Ende um 3,43 Prozent ein. Auch in Japan ging es nach unten. Hier sorgte der Tod des nordkoreanischen Machthabers ebenfalls für deutliche Verunsicherung. Der Leitindex Nikkei fiel um 1,26 Prozent Unter den Einzelwerten fuhren Nissan Motor um 2,1 Prozent vor, nachdem der Automobilhersteller ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt hatte. Unter Druck standen auch die Märkte in China, wenngleich hier gegen Handelsende die Abschläge noch verkleinert werden konnten. Der Shanghai Composite verlor 0,30 Prozent. Deutlich größer fielen die Abschläge in Hongkong beim Hang Seng wo es um 1,18 Prozent nach unten ging. Sinopec zieht einem Medienbericht zufolge eine Beteiligung am spanischen Ölkonzern Repsol in Erwägung. So will sich der chinesische Raffineriebetreiber und Erdölkonzern den Angaben zufolge eine Beteiligung an dem spanischen Öl- und Erdgaskonzern sichern. Laut dem Bericht sucht der hoch verschuldete spanische Baukonzern Sacyr Vallehermoso derzeit nach einem Käufer für seine 20-prozentige Repsol-Beteiligung, um mehrere in den kommenden Tagen fällig werdende Kredite refinanzieren zu können. Wie es heißt, hätten zuletzt mehrere Berater des spanischen Baukonzerns Sinopec diesbezüglich kontaktiert. Dabei sei es um eine mögliche Übernahme eines 10-prozentigen Anteils an Repsol durch den chinesischen Raffineriekonzern gegangen, schreibt das Blatt. Das Papier verbilligte sich um 0,3 Prozent. In guter Verfassung zeigten sich daneben die Aktien des Internetunternehmens Tencent, die gegen den insgesamt negativen Trend um 0,7 Prozent zulegen konnten. Einen schweren Stand hatten unterdessen Banktitel. So verschlechterten sich beispielsweise Bank of China um 1,8 Prozent, während es für HSBC sogar um 2 Prozent nach unten ging. China Unicom konnte die Kundenzahl im November weiter steigern. So erhöhte sich die Zahl der Mobilfunkkunden im Bereich 3G-Services um 3,384 Millionen auf insgesamt 36,534 Millionen Kunden zum Ende des Monats November. Bei den so genannten 2G-Services erhöhte sich die Zahl der Mobilfunkkunden um 0,214 Millionen auf 159,439 Millionen. Bei den Festnetzanschlüssen wurde im Berichtszeitraum jedoch ein Rückgang um 0,593 Millionen auf insgesamt 93,704 Millionen verzeichnet. Die Zahl der Breitband-Internetanschlüsse erhöhte sich um 0,484 Millionen auf 55,533 Millionen. Die Aktie des Mobilfunkbetreibers gab um 1 Prozent nach.
Am Dienstag zeichnete sich an den asiatischen Leitbörsen wieder Erholungstendenzen ab. In Südkorea konnte sich der Leitindex KOSPI ein wenig von seinen massiven Vortagesverlusten erholen und schloss am Ende mit einem Zugewinn von 0,91 Prozent. Auch in Japan standen die Ampeln auf grün. Der Leitindex Nikkei gewann 0,49 Prozent. An den chinesischen Aktienmärkten waren indes kaum Veränderungen auszumachen. Während der Markt von Schnäppchenjägern angetrieben wurde, belastete gleichzeitig die angespannte Liquiditätslage. Der Shanghai Composite verlor am Ende um 0,10 Prozent. Besser lief es in Hongkong, wo der Hang Seng am Ende einen Zugewinn von 0,06 Prozent vorzuweisen hatte. China Mobile verbilligten sich um 0,9 Prozent. Der nach Kundenzahlen weltgrößte Mobilfunkanbieter konnte im November einen weiteren Anstieg bei der Zahl der Mobilfunkkunden ausweisen. So wurden im Berichtsmonat insgesamt 5,43 Millionen Mobilfunkkunden hinzugewonnen. Die Gesamtzahl der Mobilfunkkunden beläuft sich damit Ende November auf 644,319 Millionen. Seit Jahresbeginn konnte China Mobile damit rund 60,302 Millionen Neukunden hinzugewinnen. Daneben ging es allerdings für China Unicom um 0,6 Prozent nach oben, während China Telecom 1,8 Prozent an Wert einbüßten. In guter Form zeigten sich derweil Rohstoffwerte. So stand beispielsweise für Sinopec ein Aufschlag von 0,8 Prozent zu Buche, während sich PetroChina sogar mit einem Wertanstieg von 1,5 Prozent aus dem Handel verabschieden konnten.
Im Zuge sehr positiver Vorgaben von der Wall Street konnten am Mittwoch auch die meisten asiatischen Börsen klar grüne Vorzeichen ausweisen. In Japan ging es mit beschleunigtem Tempo weiter nach oben. So rückte der Leitindex Nikkei um 1,48 Prozent auf 8.459,98 Stellen vor. Der neunköpfige Geldpolitische Ausschuss der Bank of Japan (BoJ) beriet über seine weitere Geldpolitik und hat einstimmig entschieden, seine Geldpolitik unverändert fortzuführen. Damit verharrt der Satz für Tagesgeld in der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft bei 0,00 bis 0,10 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau innerhalb der G7-Staaten. Volkswirte hatten diesen Ausgang der Ratssitzung bereits im Vorfeld erwartet. Indes wurde das Ankaufsprogramm für Wertpapiere stabil bei 20 Bio. Japanischen Yen gehalten. Unterdessen hat die Handelsbilanz Japans im November 2011 nach Angaben des Finanzministeriums mit einem höheren Defizit geschlossen. So wuchs der Passivsaldo auf 684,7 Mrd. Japanische Yen (JPY). Im Vormonat war nur ein Defizit von revidiert 280,2 (vorläufig: 273,8) Mrd. JPY ausgewiesen worden. Hierbei reduzierten sich die Exporte binnen Jahresfrist um 4,5 Prozent auf 5,20 Bio. JPY, wogegen die Importe um 11,4 Prozent auf 5,88 Bio. JPY anzogen. Bei den Einzelwerten standen unter anderem Kobe Steel mit einem Aufschlag von 2,5 Prozent im Blick. Der Stahlkonzern verlautbarte, dass man mit lokalen Partnern in China ein Aluminium-Joint-Venture aufbauen wird. Durch die Produktion und den Verkauf will der Konzern den wachsenden Bedarf von Aluminiumblech bedienen. Das Material wird in Fahrzeugen und anderen Produkten verwendet. Kobe Steel wird einen Anteil in Höhe von 80 Prozent an dem Joint Venture halten. Die Gründung des Joint Ventures ist für Januar 2013 geplant. Die jährliche Produktionskapazität soll sich dabei auf 200.000 metrische Tonnen belaufen. Hierzu seien Investitionen in Höhe von rund 40 Mrd. Japanischen Yen vorgesehen. Die Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit soll im Jahr 2015 erfolgen. Die chinesischen Aktienmärkte entwickelten sich dagegen uneinheitlich. Der Shanghai Composite verlor, belastet von schwachen Immobilienwerten, 1,12 Prozent und schloss bei 2.191,15 Zählern. Gleichzeitig ging es in Hongkong beim Hang Seng im Zuge der starken US-Vorgaben um 1,86 Prozent auf 18.416,45 Stellen nach oben.
Nach uneinheitlichen Vorgaben von den US-Börsen tendierten die wichtigsten asiatischen Märkte am Donnerstag mehrheitlich mit moderaten Abschlägen. An den japanischen Aktienmärkten hielten sich die Investoren im Vorfeld des verlängerten Wochenendes mit Neuengagements zurück. So ging es für den Leitindex Nikkei um 0,77 Prozent auf 8.395,16 Stellen nach unten. Die japanische Regierung hat ihre Prognosen zum Wirtschaftswachstum im laufenden und im kommenden Fiskaljahr nach unten korrigiert und zur Begründung auf den starken Yen sowie die Schuldenkrise in Europa verwiesen. Demnach geht das Kabinettsbüro für das Jahr 2011/12 inzwischen von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,1 Prozent aus. Bisher war ein Plus von 0,5 Prozent in Aussicht gestellt worden. Für das Jahr 2012/13 wird nur noch mit einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,2 Prozent gerechnet. Ursprünglich hatte die Prognose auf 2,7 bis 2,9 Prozent gelautet. Auch die Bank of Japan (BoJ) hat ihre Lagebeurteilung in ihrem jüngsten Monatsbericht verschlechtert. So gehen die Währungshüter inzwischen davon aus, dass die wirtschaftliche Erholung des Landes vorübergehend eine Pause einlegt, bevor wieder ein moderater Wachstumspfad eingeschlagen wird. Für eine gewisse Zeit werde sich die Wirtschaftsaktivität jedoch erstmal nur stabil entwickeln. Begründet wurde diese Einschätzung mit den Problemen in den USA und in Europa, sowie der Aufwertung des Yen. Unter den Einzelwerten fuhren Toyota Motor mit einem Abschlag von 0,6 Prozent hinterher. Der Automobilkonzern will im Jahr 2012 die globale Produktion von Toyota- und Lexusfahrzeugen auf ein neues Hoch von 8,65 Mio. Einheiten erhöhen. Damit könnte sich der Gruppenabsatz erstmals über die Marke von 10 Mio. Einheiten verbessern. Die Zielvorgabe liegt 24 Prozent über der für das Jahr 2011 erwarteten Produktionsmenge. Daneben ging es für Nissan Motor um 0,9 Prozent nach unten, während Honda Motor auf Vortagesniveau aus dem Handel gingen. Moderate Abschläge gab es heute auch in China, wobei hier anhaltende Sorgen wegen der sich abschwächenden Konjunktur in China belasteten. Der Shanghai Composite gab um 0,22 Prozent auf 2.186,30 Zähler nach. Daneben verschlechterte sich Hongkong der Hang Seng um 0,21 Prozent auf 18.378,23 Stellen. Banktitel tendierten wenig verändert.
Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte zeigten sich am Freitag nach positiven Vorgaben von der Wall Street mehrheitlich von ihrer freundlichen Seite. In Japan wurde jedoch wegen des Feiertags Geburtstag des Kaisers nicht gehandelt. An den chinesischen Aktienmärkten waren indes am letzten Handelstag der Woche grüne Vorzeichen auszumachen. Der Shanghai Composite verbesserte sich um 0,85 Prozent auf 2.204,78 Zähler und überwand damit wieder die Marke von 2.200 Punkten. In Hongkong ging es gleichzeitig für den Hang Seng um 1,37 Prozent auf 18.629,17 Punkte nach oben. Für freundliche Stimmung sorgten dabei die positiven Vorgaben von der Wall Street. Stark entwickelten sich dabei heute vor allem auch Versicherungstitel. Während es für China Life um 3,5 Prozent nach oben ging, verteuerten sich Ping An immerhin um 2,8 Prozent.
Börse&Märkte: USA
Die wichtigsten US-Börsen gingen am Montag mit Abschlägen aus dem Handel. Nach einem festen Handelsauftakt drehte die Stimmung ab dem Mittag ins Minus und hielt sich im negativen Bereich. Besonders Berichte um eine geringere IWF-Finanzierung durch die Eurozone standen im Fokus. Der Dow Jones verschlechterte sich unter anderem um 0,84 Prozent. Der National Association of Home Builders/Wells Fargo-Index (NAHB-Index) ist im Dezember 2011 angestiegen. So lag der NAHB-Index mit 21 Punkten über dem im Vormonat ermittelten Wert von revidiert 19 (vorläufig: 20) Zählern. Marktbeobachter hatten zuvor einen Wert von 19 Punkten erwartet. Winn-Dixie Stores schossen um über 70 Prozent in die Höhe. Die Supermarktkette hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Winn-Dixie durch den Lebensmittelhändler BI-LO, LLC geschlossen. Dabei sollen die Aktionäre der Supermarktkette jeweils 9,50 US-Dollar je Aktie in bar erhalten, was gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie einem Aufschlag von 75 Prozent entspricht. Der Verkauf der US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom an AT&T wird einem Medienbericht zufolge immer unwahrscheinlicher. Wie es unter Berufung auf informierte Kreise heißt, seien die Verhandlungen von AT&T mit den zuständigen Behörden über einen Kauf von T-Mobile USA auf Eis gelegt worden. Dies könnte laut dem Bericht ein Anzeichen dafür sein, dass AT&T möglicherweise den rund 39 Mrd. US-Dollar schweren Kauf der Mobilfunkaktivitäten der Deutschen Telekom in den USA abblasen könnte. AT&T verbilligten sich daraufhin um 0,4 Prozent. Für eine negative Nachricht sorgte vor Handelsstart an der Wall Street Xilinx So hat der Halbleiterkonzern seine Umsatzprognose für das dritte Quartal nach unten korrigiert. Der Titel verschlechterte sich um 1,9 Prozent. Der Baumaschinenhersteller Caterpillar erwartet mit Blick auf die November-Umsätze weiterhin ein stabiles Wachstum. Dabei stiegen die Maschinenumsätze im November um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Alles in allem verbuchten drei der vier Hauptregionen signifikante Wachstumsraten. In Nordamerika stieg der der Umsatz um 41 Prozent, nach 38 Prozent im Oktober und 26 Prozent im September. Lateinamerika verbuchte daneben ein November-Umsatzanstieg um 8 Prozent, nach +16 Prozent und +33 Prozent in den beiden Vormonaten. Die Caterpillar-Aktie gewann 0,1 Prozent. Der Baumaschinenhersteller erwartet mit Blick auf die November-Umsätze weiterhin ein stabiles Wachstum.
In den USA konnten die Börsen am Dienstag aufgrund von positiv ausgefallenen US-Konjunkturdaten mit kräftigen Zugewinnen aus dem Handel gehen. Der Dow Jones verbesserte sich dabei um 2,87 Prozent auf 12.103,58 Punkte. Die Baugenehmigungen in den USA verzeichneten im November 2011 nach Angaben des US-Handelsministeriums einen saisonbereinigten Anstieg gegenüber dem vorangegangenen Monat. Ferner wiesen auch die Wohnbaubeginne im November einen saisonbereinigten Zuwachs aus. Zudem gab es wieder ein paar interessante Quartalsausweise. General Mills gab die Geschäftszahlen für das zweite Quartal bekannt. Beim Nettogewinn wurde ein Rückgang auf 444,8 Mio. US-Dollar bzw. 67 Cents je Aktie ausgewiesen, nach 613,9 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Aktie des Lebensmittelkonzerns verlor 0,9 Prozent an Wert. Daneben ging es für ConAgra Foods um 4 Prozent nach oben. Der Lebensmittelhersteller musste im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Nettogewinn verringerte sich auf 171,8 Mio. US-Dollar bzw. 41 Cents je Aktie, nach 200,9 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der weltgrößte Kreuzfahrtkonzern Carnival musste im vierten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Beim Nettogewinn wurde ein Rückgang auf 217 Mio. US-Dollar bzw. 28 Cents je Aktie ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 248 Mio. US-Dollar bzw. 31 Cents je Aktie erzielt hatte. Die Aktie von Carnival verlor 0,2 Prozent. Nach Börsenschluss sorgten weitere Quartalsbilanzen für Aufsehen. Für eine Enttäuschung sorgte dabei Oracle. Der Softwarekonzern konnte im zweiten Fiskalquartal 2011/2012 zwar dank steigender Lizenzerlöse deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn verbuchen, verfehlte aber dennoch die Analystenerwartungen. Der Nettogewinn belief sich auf 2,19 Mrd. US-Dollar bzw. 43 Cents je Aktie, nach 1,87 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Aktie brach um 11,7 Prozent ein. Im Gegensatz hierzu konnte Nike im ersten Fiskalquartal 2011/2012 überzeugen. Der weltgrößte Hersteller von Sportschuhen und -bekleidung hat angesichts deutlich gestiegener Umsätze einen leichten Gewinnanstieg verbucht und die Erwartungen übertroffen. So belief sich der Nettogewinn auf 469 Mio. US-Dollar bzw. 1,00 US-Dollar je Aktie, nach 457 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Papier legte um 2,9 Prozent zu.
Die wichtigsten US-Börsen tendierten am Mittwoch uneinheitlich. Nach den kräftigen Vortagesgewinnen nahmen die Anleger Gewinne mit. Bis zum Abend erholten sich die Kurse aber weitgehend. Der Dow Jones verbesserte sich um 0,03 Prozent auf 12.107,74 Punkte. Schlecht schnitt Walgreen ab. Die Drugstore-Kette hat im ersten Geschäftsquartal trotz steigender Umsätze ein geringeres Ergebnis ausweisen müssen. So fiel der Nettogewinn um 4,5 Prozent auf 554 Mio. US-Dollar bzw. 63 Cents pro Anteilschein. Der Titel fiel um 0,4 Prozent. KB Home musste zwar im vierten Geschäftsquartal infolge steigender Kosten einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen, konnte allerdings die Erwartungen der Analysten übertreffen. Die Aktie des Baukonzerns gab trotzdem um 6,6 Prozent nach. Der Bau- und Ingenieurskonzerns Shaw Group konnte im ersten Fiskalquartal 2012 in die Gewinnzone zurückkehren. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet die Konzernleitung weiterhin mit einem Umsatz von 5,5 bis 6 Mrd. US-Dollar. Die Aktie der Shaw Group gewann 16 Prozent. Schließlich fuhren CarMax mit einem Abschlag von 5,5 Prozent hinterher, nachdem der Gebrauchtwagenhändler im dritten Geschäftsquartal (per 30. November) einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielen konnte. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden allerdings nicht erreicht.
Am Donnerstag gingen die bedeutendsten US-Aktienbörsen mit Zugewinnen aus dem Handel. Der Dow Jones verbesserte sich abschließend um 0,51 Prozent auf 12.169,65 Punkte. Das US-Arbeitsministerium erklärte, dass sich die Arbeitsmarktsituation in der Woche zum 17. Dezember 2011 überraschend verbessert hat. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 4.000 auf 364.000. Indes ist die US-Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2011 etwas weniger als erwartet angewachsen. Gegenüber dem Vorquartal kletterte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,8 Prozent. Des Weiteren ermittelte die Federal Reserve Bank of Chicago für November 2011 einen Rückgang beim National Activity Index auf -0,37 Punkte, nachdem für Oktober ein Wert von revidiert -0,11 Punkten ausgewiesen worden war. Die Universität Michigan teilte mit, dass sich die Stimmung der US-Verbraucher im Dezember 2011 gegenüber dem Vormonat verbessert hat. So wuchs der Gesamtindex auf revidiert 69,9 Punkte. Die US-Frühindikatoren sind im November 2011 erneut gestiegen. Auf Monatssicht erhöhte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,5 Prozent. Die Federal Housing Finance Agency gab daneben bekannt, dass sich der US-Immobilienmarkt im Oktober 2011 schwächer entwickelt hat. Demnach sank der FHFA-House-Price-Index auf saisonbereinigter Basis gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Wie das Marktforschungsunternehmen IHS ermittelte, konnte Intel seine Marktführerschaft im Bereich der Mikroprozessoren im dritten Quartal 2011 weiter ausbauen. Demnach konnte das Unternehmen 83,7 Prozent der weltweiten Umsätze für Mikroprozessoren auf sich verbuchen. Im Vorjahresquartal hatte man noch einen Marktanteil von 80,9 Prozent verzeichnet, im Vorquartal 82,5 Prozent. Wettbewerber AMD erreichte einen Marktanteil von 10,2 Prozent, nach 11,5 Prozent im Vorjahreszeitraum und 10,5 Prozent im Vorquartal. Die Intel-Aktie gewann abschließend 1,4 Prozent hinzu. American Greetings gab seine Zahlen zum dritten Geschäftsquartal (per 25. November) bekannt. Demnach schrumpfte aber der Nettogewinn von 32,2 Mio. Dollar auf nun 20,2 Mio. Dollar bzw. 50 Cents je Anteilsschein. Das Papier brach um 21,1 Prozent ein. Schließlich hat H.B. Fuller seine Klebstoffsparte durch eine Übernahme gestärkt. Das Unternehmen erklärte, dass es das Industrieklebstoff-Geschäft der schweizerischen Forbo Group für 370 Mio. Schweizer Franken (CHF) erwerben wird. Für die Anteilsscheine des Chemiekonzerns ging es 3,7 Prozent nach unten. Wie ferner bekannt gegeben wurde, hat der Telekommunikationskonzern AT&T von den Aufsichtsbehörden die Genehmigung zum Erwerb von Mobilfunk-Frequenzen von QUALCOMM, einem Spezialisten für Mobilfunktechnologie, erhalten. Damit verbessert er sein 4G-Netzwerk und erwirbt ein 700 Megahertz (MHz) Spektrum. Die Verbesserung seiner iPhone Service-Qualität lässt sich AT&T 1,93 Mrd. US-Dollar kosten. Der Erwerb soll in den nächsten Tagen abgeschlossen werden, hieß es weiter.
Die am Freitag veröffentlichten Konjunkturdaten fielen insgesamt gemischt aus. Der Auftragseingang langlebiger Güter ist im November 2011 überraschend deutlich angestiegen. Dies teilte das US-Handelsministerium mit. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 3,8 Prozent über dem Vormonatsniveau, während Volkswirte nur eine Zunahme um 2,0 Prozent prognostiziert hatten. Für Oktober war ein unverändertes Auftragsniveau ermittelt worden. Unterdessen sind die saisonbereinigten persönlichen Einkommen und Ausgaben im November leicht angewachsen. So erhöhten sich die persönlichen Einkommen um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau, während im Vormonat ein Plus von 0,4 Prozent verbucht worden war. Ferner zogen die persönlichen Konsumausgaben um 0,1 Prozent an, während sie im Vormonat schon um 0,1 Prozent geklettert waren. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von 0,2 Prozent bei den Einkommen und 0,3 Prozent bei den Konsumausgaben prognostiziert. Ferner hat sich die saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe neuer Häuser hat sich im November 2011 erhöht. Demnach kletterte die Zahl gegenüber dem Vormonat um 1,6 Prozent auf 315.000 Häuser, während Volkswirte eine Zahl von 313.000 erwartet hatten. Für den Vormonat war eine Zahl von revidiert 310.000 (vorläufig: 307.000) Häusern ermittelt worden. Dagegen wurde das entsprechende Vorjahresniveau von 287.000 um 9,8 Prozent übertroffen.
Börse&Märkte: Termine
In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von Cal-Maine Foods zur Veröffentlichung an.
Börse&Märkte: Konjunktur
Bei den Konjunkturdaten dürften am Dienstag nächster Woche in Deutschland die Schulden der öffentlichen Haushalte sowie in den USA der Case Shiller Composite-20 Hauspreisindex und das Verbrauchervertrauen Aufmerksamkeit finden. Am Mittwoch stehen die Arbeitsmarktdaten, Verbraucherpreise, Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion in Japan im Blickpunkt. Am Donnerstag werden in Deutschland die Verbraucherpreise und Kassenstatistik Öffentliche Haushalte sowie in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und anstehenden Hausverkäufe vorgestellt. Zum Wochenschluss wird noch der Einkaufsmanagerindex Chicago veröffentlicht.
Börse&Märkte: Indizes
(23.12.2011, 17.42 Uhr) DAX: 5.878,93 TecDAX: 681,35 Dow Jones STOXX 50: 2.340,28 Nikkei 225: 8.395,16 Dow Jones: 12.242,61 Nasdaq Composite: 2.611,00 (23.12.2011/ac/n/m)

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