Börse&Märkte Wochenrückblick KW 1
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der abgelaufenen Woche zeigten die Weltbörsen mehrheitlich eine positive Tendenz. Der DAX gewann 2,7 Prozent. Der Dow Jones STOXX 50 zeigt in der Wochenbilanz ein Plus von etwa 1,3 Prozent. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche mit einem Verlust von rund 0,8 Prozent abgeschlossen. In den USA legte der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher rund 1 Prozent zu.
Börse&Märkte: Deutschland
Am Montag legten die wichtigsten deutschen Indizes einen klar positiven Start ins neue Handelsjahr hin. Die Stimmung am Markt war sehr gut, während das Nachrichtenumfeld weiterhin sehr dünn war. Der DAX gewann zuletzt 3,00 Prozent auf 6.075,52 Punkte. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte im Jahr 2011 in Deutschland mit erstmals mehr als 41 Millionen einen neuen Höchststand. Wie das Statistische Bundesamt nach ersten vorläufigen Berechnungen mitteilte, waren im Durchschnitt des Jahres 2011 rund 41,04 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung sank die Zahl der Erwerbslosen (nach international vergleichbarer Definition) im Jahresdurchschnitt 2011 in Deutschland um 446.000 Personen auf 2,5 Millionen. Die Erwerbslosenquote ging im gleichen Zeitraum von 6,8 Prozent auf 5,7 Prozent zurück. Die Zahl der offenen Stellen in deutschen Unternehmen ist derweil im Dezember 2011 weiter angewachsen. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) ist zum Jahresende um einen auf 180 Punkte angestiegen. Die positive wirtschaftliche Entwicklung 2011 hat sich auch auf die Arbeitskräftenachfrage niedergeschlagen. Gegenüber Dezember 2010 konnte der BA-X ein Plus von 24 Punkten verzeichnen und das Jahr mit einem neuen Höhepunkt beschließen. Anteile der Deutschen Lufthansa legten um 3,9 Prozent zu. ist der Zuschlag für ETS-Zertifikate ab Januar 2012 im Treibstoffzuschlag enthalten. Die Ticketpreise werden in Europa durch Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emissionshandel steigen, so der Konzern. Die zur Deutschen Börse AG gehörende internationale Terminbörse Eurex konnte indes im Jahr 2011 die Zahl der umgesetzten Kontrakte steigern. Wie der Börsenbetreiber verkündete, wurde an den Terminmärkten der Eurex Group insgesamt ein akkumuliertes Volumen von etwa 2,8 Milliarden Kontrakten umgesetzt, verglichen mit 2,64 Milliarden Kontrakten im Jahr zuvor. Anteile der Deutschen Börse AG gewannen 4,6 Prozent hinzu.
Am Dienstag ging es an den deutschen Aktienmärkten dann weiter nach oben. Grund für die gute Stimmung waren gute Konjunkturmeldungen aus China und den USA sowie der starke Handelsauftakt an den US-Börsen. Der DAX gewann 1,50 Prozent auf 6.166,57 Punkte. Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland hielt im November 2011 weiter an. So hat sich die Erwerbstätigkeit in Deutschland erneut erhöht. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes erreichte die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Wohnort in Deutschland mit rund 41,6 Millionen Personen einen neuen Höchststand. Das waren 498.000 Personen bzw. 1,2 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Unterdessen ist mit dem Einsetzen der Winterpause die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember 2011 gestiegen. So kletterte die Zahl der Arbeitslosen um 67.000 auf 2.780.000. Auch saisonbereinigt errechnet sich ein Minus (22.000). Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der arbeitslosen Menschen um 231.000 ab. Die Arbeitslosenquote zog gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent an. Im DAX standen die Aktie von K+S mit einem Kursplus von 4,4 Prozent an erster Stelle. european salt company (esco), eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von K+S, übernimmt das tschechische Salzverarbeitungsunternehmen Solné Mlýny (SMO). Wie der Düngemittelhersteller erklärte, erfolgte das Closing der Transaktion am Dienstag. Der Kaufpreis liegt im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Auch Papiere von BASF gehörten mit einem Kursaufschlag von 2,2 Prozent zu den Gewinnern. Der Chemiekonzern hat sich mit 30 Mio. US-Dollar am US-Technologieunternehmen Renmatix beteiligt. Zahlen gab es am Dienstag schließlich aus dem SDAX. GRENKELEASING legte um 0,8 Prozent zu. Das Unternehmen konnte in 2011 die angestrebte Zielmarke des Neugeschäftswachstums von mehr als 20 Prozent deutlich übertreffen.
Am Mittwoch nahmen die Anleger an den deutschen Aktienmärkten erstmal Gewinne mit. Der DAX verlor zuletzt 0,89 Prozent auf 6.111,55 Punkte. Eine Reihe schwerster Erdbeben und eine Vielzahl wetterbedingter Katastrophen haben nach Angaben der Munich Re 2011 zum Jahr mit den höchsten Schäden aus Naturkatastrophen aller Zeiten gemacht. Die gesamtwirtschaftlichen Schäden lagen weltweit mit etwa 380 Mrd. US-Dollar fast um zwei Drittel höher als 2005, dem bisherigen Rekordjahr mit Schäden von 220 Mrd. US-Dollar. Nach Konzernangaben verursachten allein die Erdbeben in Japan im März und Neuseeland im Februar fast zwei Drittel dieser Schäden. Die versicherten Schäden übertrafen mit 105 Mrd. US-Dollar ebenfalls den Rekordwert von 2005 von damals 101 Mrd. US-Dollar. Das Papier gab zuletzt um 2,3 Prozent nach. Daneben fuhren Daimler mit einem Abschlag von 0,8 Prozent hinterher. Die indische Nutzfahrzeug-Tochter Daimler India Commercial Vehicles (DICV) hat erstmals den neuen schweren Lkw der Marke BharatBenz präsentiert. BharatBenz wird mit diesem ersten Lkw "Made in India" in den vielversprechenden Markt für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge einsteigen.
Am Donnerstag verabschiedeten sich die wichtigsten deutschen Aktienmärkte mit leichten Verlusten aus dem Handel. Die Finanztitel im DAX wurden von Kommentaren des griechischen Ministerpräsidenten Papademos belastet, wonach Griechenland weiterhin die Pleite drohe. Der DAX verlor 0,25 Prozent auf 6.095,99 Punkte. Der deutsche Einzelhandelsumsatz lag im November 2011 unter dem Vormonatsniveau. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verkauften die Einzelhändler unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal 0,7 Prozent weniger als im Vormonat, nach Rückgängen von 0,1 Prozent im Oktober 2011 und 0,1 Prozent im November 2010. Real ging der Absatz um 0,9 Prozent zurück, während er im Vormonat um 0,2 Prozent und im Vorjahresmonat um 0,5 Prozent gefallen war. Auf Jahressicht zog der Einzelhandelsumsatz nominal um 2,6 Prozent und real um 0,8 Prozent an. Volkswagen fuhren um 2,6 Prozent vor. SKODA, eine tschechische Tochtergesellschaft des Automobilkonzerns, konnte das abgelaufene Jahr mit einem Rekordabsatz abschließen. Wie der Automobilhersteller erklärte, erzielte SKODA im Jahr 2011 nach vorläufigen Zahlen weltweit ein Absatzplus von 15 Prozent auf rund 875.000 Fahrzeuge - und damit einen neuen Rekordwert. Im MDAX schlossen die Titel von GERRY WEBER mit einem Kursgewinn von 0,8 Prozent. Der Retail-Bereich des Modekonzerns konnte seinen positiven Trend im Dezember 2011 weiter fortsetzen. Konzernangaben zufolge ist man mit dem Weihnachtsgeschäft außerordentlich zufrieden. Sowohl die Verkaufstage vor Weihnachten, als auch die Woche zwischen den Feiertagen haben einen kräftigen Umsatzschub beschert. Der Retail-Bereich erwirtschaftete einen Dezember-Umsatz in Höhe von 22,2 Mio. Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahresmonat von 30,4 Prozent entspricht. Im SDAX legte die Praktiker-Aktie an erster Stelle 9,8 Prozent zu. Wie die Baumarktkette meldete, hat sie 2011 einen Konzernumsatz von 3,18 Mrd. Euro erzielt. Das waren 7,7 Prozent weniger als im Vorjahr.
Am Freitag tendierten die wichtigsten deutschen Aktienindizes uneinheitlich. Der Auftragseingang in der Industrie hat sich im November 2011 reduziert. Dies gab das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Berlin bekannt. Nach vorläufigen Angaben sanken die Auftragseingänge preis-, kalender- und saisonbereinigt um 4,8 Prozent. Im Vormonat waren sie hingegen um 5,0 Prozent gestiegen. Der Umfang an Großaufträgen war für einen November unterdurchschnittlich. Spiegelbildlich zum Vormonat nahmen insbesondere die Bestellungen aus dem Ausland um 7,8 Prozent ab. Die Auftragseingänge aus dem Inland verringerten sich um 1,1 Prozent. Volkswagen (-1,7 Prozent) standen im Blickfeld der Investoren. Die Marke Volkswagen Pkw hat nach Angaben des Unternehmens das Gesamtjahr 2011 mit einer neuen Bestmarke abgeschlossen. So wurden erstmals in zwölf Monaten 5,1 Millionen Fahrzeuge an Kunden in aller Welt ausgeliefert. Das war ein Plus von 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Börse&Märkte: Europa
An den europäischen Aktienmärkten verlief der Handel am Montag ebenfalls deutlich positiv. Die Nachrichtenlage war allerdings sehr dünn. Einige Länderbörsen, hierunter auch die Märkte in Zürich und London sowie die Wall Street, blieben am Montag noch geschlossen, so dass von dieser Seite auch keine neuen Impulse ausgingen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 2,32 Prozent auf 2.370,20 Punkte. Der französische Branchenverband CCFA veröffentlichte einen Rückgang des Pkw-Absatzes im Jahr 2011. So verringerte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent auf 2,2 Millionen Einheiten. Hintergrund war das Auslaufen der Abwrackprämie für Altwagen Ende 2010. Französische Hersteller konnten im vergangenen Jahr 7 Prozent weniger Neuwagen verkaufen als in 2010. Automobiltitel zeigen sich daraufhin im CAC 40 in guter Form. So fuhren Renault um 3 Prozent vor, während es für Peugeot um 4,2 Prozent nach oben ging. Ahold verschlechterten sich um 0,4 Prozent. Der Einzelhandelskonzern hat in der Zeit vom 27. bis einschließlich 30. Dezember 2011 insgesamt 551.781 Aktien zurückgekauft.
Am Dienstag zeigten sich auch die europäischen Börsen in guter Form. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann am Ende 0,83 Prozent auf 2.389,91 Punkte. Das Geschäftsklima in Großbritannien hat sich im Dezember 2011 weiter verschlechtert. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Lloyds Banking Group hervor. So sank der Geschäftsklima-Index auf ein Drei-Jahrestief von -23 Punkten, nach -20 Punkten im November. Hierbei handelt es sich um den dritten Rückgang in Folge. Die Ergebnisse signalisieren weiteren Angaben zufolge eine Drei-Viertel-Wahrscheinlichkeit für eine Rezession. Total expandiert in den USA und vereinbarte mit Wirkung zum 1. November 2011 ein Joint Venture mit der Chesapeake Energy Corp. und der EnerVest Ltd. Dabei will man gemeinsam Energie aus Schieferformationen im Bundesstaat Ohio gewinnen. Total übernimmt 25 Prozent der Schieferformationen in Ohio und zahlt hierfür vorab 700 Mio. US-Dollar und weitere bis zu 1,63 Mrd. US-Dollar über die nächsten sieben Jahre, um die Ausgaben des Joint Ventures zu finanzieren. Das Papier legte 1,1 Prozent zu. Im breiten Markt fuhren in Frankreich Valeo um 1,4 Prozent vor. Der Automobilzulieferer baut sein China-Geschäft durch eine Übernahme aus. So erwirbt man 80 Prozent der Anteile des Beleuchtungs-Spezialisten Ruby. Die spanische Arbeitsmarktlage hat sich schließlich im Dezember 2011 nach Angaben des Arbeitsministeriums leicht verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen binnen Monatsfrist um 1.897 Personen auf 4,42 Millionen. Damit ist die Zahl bereits den fünften Monat in Folge angestiegen. Im November belief sich das Plus noch auf knapp 60.000. Im Gesamtjahr 2011 ist die Zahl der Arbeitslosen damit um 322.286 Personen bzw. 7,86 Prozent angewachsen. Schließlich schockte der Windanlagenhersteller Vestas Wind Systems mit einer neuerlichen Gewinnwarnung. So geht man für 2011 inzwischen nur noch von einem Umsatz von rund 6,0 Mrd. Euro und einer EBIT-Marge von etwa 0 Prozent aus. Im Oktober 2011 war der Ausblick bereits auf einen Umsatz im Bereich von 6,4 Mrd. Euro und eine EBIT-Marge von 4 Prozent gesenkt worden, nachdem man zuvor einen Umsatz von 7,0 Mrd. Euro und eine EBIT-Marge von 7 Prozent in Aussicht gestellt hatte.
Am Mittwoch waren auch an den meisten europäischen Börsen in Folge von Gewinnmitnahmen rote Vorzeichen auszumachen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor abschließend 1,67 Prozent auf 2.349,89 Punkte. Die EU-Statistikbehörde Eurostat erklärte, dass die Verbraucherpreise im Dezember 2011 mit vermindertem Tempo angestiegen sind. So sank die jährliche Inflationsrate auf 2,8 Prozent, während sie im Vormonat noch bei 3,0 Prozent gestanden hatte. Die französischen Statistikbehörde INSEE gab bekannt, dass sich der private Konsum in Frankreich im November 2011 verringert hat. Im Vormonatsvergleich gingen die Verbraucherausgaben um 0,1 Prozent zurück. Für Oktober war hingegen ein Zuwachs um 0,1 Prozent ermittelt worden. Gegenüber dem Vorjahresmonat reduziere sich der private Verbrauch um 2,1 Prozent. Als einziger Wert konnten am Mittwoch im französischen Leitindex CAC 40 Aktien von EADS etwas hinzugewinnen (+0,3 Prozent). Die lange Liste der Verlierer wurde angeführt von Alcatel-Lucent mit einem Minus von 6,4 Prozent. UniCredit will ihre Eigenkapitalbasis stärken und plant hierzu die Ausgabe von 3,86 Milliarden neuen Aktien. Das Board hat entsprechende Pläne abgesegnet. Dabei sollen die neuen Aktien zu einem Preis von je 1,943 Euro an bestehende Aktionäre ausgegeben werden. Hierdurch sollen der Bank neue Mittel in Höhe von rund 7,5 Mrd. Euro zufließen. Das Papier rutschte bis Handelsende 14,5 Prozent ab.
Am Donnerstag ging es in Europa wieder deutlich nach unten. Dabei drückte die Kapitalerhöhung der UniCredit auf die Stimmung der Investoren, vor allem im Bankensektor. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 1,45 Prozent auf 2.315,75 Punkte. Die Auftragseingänge in der europäischen Industrie sind im Oktober 2011 nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat angewachsen. So erhöhte sich der entsprechende Index der Eurozone (EZ17) auf Monatssicht um 1,8 Prozent, gegenüber einem Rückgang um 7,8 Prozent im September. In der gesamten EU27 kletterten die Auftragseingänge um 0,5 Prozent, wogegen sie zuvor um 2,1 Prozent gefallen waren. Unterdessen haben sich die Erzeugerpreise der europäischen Industrie im November 2011 mit beschleunigtem Tempo erhöht. Binnen Monatsfrist zogen die Preise in der Eurozone um 0,2 Prozent und in der gesamten Union (EU27) um 0,3 Prozent an. Davor waren die Preise im Oktober in den beiden Gebieten nur um 0,1 bzw. 0,2 Prozent angestiegen. Im Vorjahresvergleich kletterten die Industrie-Erzeugerpreise in der Eurozone um 5,3 Prozent und in der EU27 um 6,3 Prozent. Im Oktober hatte die Jahresteuerungsrate bei 5,5 bzw. 6,5 Prozent gestanden. Die Verbraucherstimmung in Frankreich hat sich im Dezember 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee stabilisiert. So verharrte der saisonbereinigte Index des Verbrauchervertrauens bei 80 Zählern. Für November war bereits ein Indexwert von 80 Punkten ermittelt worden. Die Arbeitsmarktsituation in Italien hat sich im November 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat verschlechtert. So erhöhte sich die Arbeitslosenquote auf 8,6 Prozent. Damit ist sie nun drei Monate in Folge angestiegen. Im Vormonat hatte die Arbeitslosenquote nur bei 8,5 Prozent gelegen und im November 2010 bei 8,3 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen lag mit 2,14 Millionen um 0,7 Prozent über dem Vormonatsniveau. Fiat hat weitere 5 Prozent der Anteile an der Chrysler Group LLC erworben und hält nun 58,5 Prozent an dem US-Hersteller. Unternehmensangaben zufolge erhält man diese Anteile für den Erfolg bei der Herstellung eines treibstoffeffizienten Wagens. Der Dodge Dart wird in Belvidere im Bundesstaat Illionis produziert und soll in der ersten Jahreshälfte in den Verkauf gehen. Die Aktie von Fiat fuhr um 3,6 Prozent vor. Dagegen brachen Unicredit nach der Kapitalerhöhung um über 17 Prozent ein und belasteten die Bankwerte in der Eurozone.
Am Freitag tendierten die europäischen Aktienmärkte mehrheitlich schwächer. Die Arbeitsmarktsituation im Euroraum hat sich im November 2011 nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat stabilisiert. Im Euroraum (ER17) verharrte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote bei 10,3 Prozent, nach 10,3 Prozent im Vormonat und 10,0 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 9,8 Prozent, im Vergleich zu 9,8 Prozent im Oktober 2011 und 9,6 Prozent im November 2010. Derweil hat sich das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel nach vorläufigen Angaben im November 2011 verringert. Im Vormonatsvergleich sank der saison- und arbeitstäglich bereinigte Absatz in der Eurozone um 0,8 Prozent und in der EU27 um 0,6 Prozent. Im Oktober 2011 war der Einzelhandelsindex in den beiden Gebieten hingegen um 0,1 bzw. 0,2 Prozent gestiegen. Die Wirtschaftsstimmung in der EU hat sich unterdessen im Dezember 2011 erneut eingetrübt. Dies gab die Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der EU-Kommission bekannt. So schrumpfte der Sammel-Index zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in der gesamten Union (EU27) auf 92,0 Punkte, nach 92,8 Punkten im November. Ferner gab der Index für die Eurozone auf 93,3 Zähler nach, während er im Vormonat bei 93,8 Punkten gelegen hatte. Schließlich hat sich das Geschäftsklima in der Eurozone im Dezember 2011 aufgehellt. So erhöhte sich der entsprechende Indexstand auf -0,31 Punkte, nach -0,42 Punkten im Vormonat und +1,28 Punkten im Dezember 2010. Der britische Immobilienmarkt hat sich im Dezember 2011 weiter abgekühlt. So lag der Halifax-Hauspreisindex im Durchschnitt der drei Monate zum Dezember um 1,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Davor war das Preisniveau zum November um 1,0 Prozent gefallen. Binnen Monatsfrist gingen die Häuserpreise um 0,9 Prozent zurück, nach einem Preisrückgang um 1,0 Prozent im November. Zu den Gewinnern im französischen Leitindex CAC 40 zählten am Freitag Renault (+2,5 Prozent). Der Automobilkonzern hat seinen ersten, für den indischen Markt bestimmten, Kleinwagen vorgestellt. So will man nach dem SUV Koleos und dem Sedan Fluence nun den Kleinwagen Pulse im Land der Maharadschas einführen.
Börse&Märkte: Asien
Am Montag blieben die meisten asiatischen Börsen noch geschlossen. In Indonesien hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise im Dezember 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde abgebremst. So erhöhten sich die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch um 3,79 Prozent. Davor hatte die Inflationsrate im November noch bei 4,15 Prozent gestanden. Im Vormonatsvergleich waren die Verbraucherpreise um 0,57 Prozent angestiegen, nach einer Preissteigerung um 0,34 Prozent im November. Ferner hat der indonesische Außenhandel im November 2011 weiter zugelegt, jedoch mit vermindertem Tempo. So kletterten die Exporte binnen Jahresfrist um 8,3 Prozent. Davor waren sie im Oktober noch um 16,7 Prozent angestiegen. Gleichzeitig legten die Importe um 18,4 Prozent zu, nach einem Plus von 29,1 Prozent im Vormonat. In Indien wurde der Handel im neuen Börsenjahr bereits am Montag wieder aufgenommen. Dabei zeigte sich der Leitindex SENSEX in guter Form. Das indische Handelsbilanzdefizit hat sich nach Angaben des indischen Handelsministeriums im November 2011 deutlich vergrößert. So erhöhte sich der Passivsaldo auf rund 13,60 Mrd. US-Dollar, nach 7,35 Mrd. US-Dollar im Vorjahresmonat. Hierbei wuchsen die Exporte binnen Jahresfrist um 3,87 Prozent auf 22,32 Mrd. US-Dollar, während die Importe ein Plus von 24,55 Prozent auf 35,92 Mrd. US-Dollar verbuchten.
Am Dienstag notierten die meisten asiatischen Börsen klar im grünen Bereich. In Japan und Shanghai wurde allerdings nicht gehandelt. In Hongkong zeigte sich der Hang Seng in sehr guter Form und rückte schließlich um 2,40 Prozent auf 18.877,41 Stellen vor. Die wichtigsten Banktitel konnten heute zulegen. Während das Plus bei CCB mit 1,9 Prozent noch unterproportional ausfiel, legten HSBC, ICBC und Bank of China am Ende überproportional um 2,5 bis 3 Prozent zu. Noch deutlich besser lief es bei einigen Rohstoffwerten. So rückten beispielsweise China Shenhua um 3,6 Prozent vor, während Sinopec sogar um 5,5 Prozent in die Höhe schossen. Die Wirtschaft in Singapur ist im vierten Quartal 2011 nach Angaben des Handelsministeriums deutlich geschrumpft. So verringerte sich das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 4,9 Prozent, gegenüber einem Zuwachs um 1,5 Prozent im dritten Quartal. Im Vergleich zum Vorjahresquartal zog die Wirtschaftsleistung des Stadtstaats um 3,6 Prozent an, nach einem Plus von 5,9 Prozent im dritten Quartal. Im Gesamtjahr 2011 wuchs das BIP um 4,8 Prozent an, nach einem Plus von 15 Prozent in 2010.
Am Mittwoch wurde dann auch in Japan und Shanghai wieder gehandelt. Der japanische Leitindex Nikkei verbesserte sich um 1,24 Prozent auf 8.560,11 Stellen. Unter den Einzelwerten standen Toshiba mit einem Abschlag von 1 Prozent im Blick. Das Unternehmen hat Presseberichte als falsch zurückgewiesen, wonach man mit dem Speicherchip-Hersteller Elpida Memory über eine Zusammenführung der DRAM- und Flash-Aktivitäten und Assets verhandelt. Den Angaben zufolge entbehren diese Berichte jeder Grundlage und basieren nicht auf Fakten. Elpida Memory legten um 5,6 Prozent zu. Die chinesischen Börsen präsentierten gaben vor dem Hintergrund von Liquiditätssorgen nach. Am Ende des ersten Handelstages 2012 stand für den Shanghai Composite ein Abschlag von 1,37 Prozent auf 2.169,39 Zähler zu Buche. Nur unwesentlich besser hielt sich in Hongkong beim Hang Seng, der um 0,80 Prozent auf 18.727,31 Punkte nachgab. Die chinesischen Häuserpreise haben sich im Dezember 2011 leicht reduziert. Dies gab China Real Estate Index System (CREIS) am Mittwoch bekannt. So schrumpften die Immobilienpreise gegenüber dem Vormonat um 0,25 Prozent. Hierbei handelt es sich bereits um das vierte Minus in Folge. Wie es hieß, sind die Preise in 60 von insgesamt 100 betrachteten Städten gefallen. Damit greifen die staatlichen Maßnahmen, die darauf abzielen den Immobilienmarkt zu bremsen. Die thailändische Inflationsrate hat sich unterdessen im Dezember 2011 nach Angaben des Handelsministeriums abgemildert. So stiegen die Verbraucherpreise nur noch um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einer Preissteigerung von 4,2 Prozent im November. Binnen Monatsfrist verringerten sich die Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent.
Am Donnerstag wiesen die wichtigsten asiatischen Märkte mehrheitlich rote Vorzeichen aus. Der japanische Leitindex Nikkei verschlechterte sich am Ende um 0,83 Prozent auf 8.488,71 Stellen. Der Absatz japanischer Automobilkonzerne ist im Dezember 2011 deutlich angewachsen. Dies teilte der japanische Verband der Kfz-Händler (Japan Automobile Dealers Association - JADA) am Donnerstag mit. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der gesamte Kfz-Absatz, gemessen an der Zahl der Neuzulassungen, um 23,5 Prozent auf 221.960 Fahrzeuge. Davor war im November ein Plus von 24,1 Prozent ausgewiesen worden. Bei Pkw lag die Verkaufszahl derweil mit 103.814 Einheiten um 33,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Blickfeld der Investoren standen am Donnerstag im japanischen Handel vor allem Automobilwerte, nachdem bereits am Vortag die jüngsten US-Autoabsatzzahlen gemeldet wurden. Toyota tendierten unverändert zum Vortag. Der Automobilkonzern hat die Verkaufszahlen in den USA im Dezember um 0,4 Prozent auf 178.131 Fahrzeuge gesteigert. Während die Pkw-Zahlen um 4,4 Prozent zulegten, verzeichnete der Lkw-Absatz ein Minus von 4,0 Prozent. Im Gesamtjahr 2011 musste Toyota jedoch einen Rückgang seiner Absatzzahlen um 6,7 Prozent hinnehmen. Daneben fuhren Honda Motor um 0,4 Prozent vor. Der Konzern musste im Dezember und im Gesamtjahr 2011 einen Absatzrückgang auf dem US-Markt hinnehmen. So hat die Tochtergesellschaft American Honda Motor Co. Inc. im Dezember insgesamt 105.230 Modelle verkauft. Gegenüber dem Vorjahreswert von 129.616 Einheiten entspricht dies einem Rückgang von 18,8 Prozent. Im gesamten Jahr 2011 verkaufte das Unternehmen insgesamt 1.147.285 Fahrzeuge, nach 1.230.480 Fahrzeugen im Jahr 2010. Der Anstieg der taiwanesischen Verbraucherpreise hat sich im Dezember 2011 mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt. Wie die Statistikbehörde mitteilte, kletterte die Jahresteuerungsrate auf 2,03 Prozent, nach 1,01 Prozent im Vormonat. Volkswirte waren von einer Preissteigerung um 1,1 Prozent ausgegangen. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um 0,25 Prozent. Die philippinischen Verbraucherpreise sind im Dezember 2011 schließlich nach Angaben des nationalen Statistikamtes mit abgebremstem Tempo angestiegen. Binnen Jahresfrist stiegen die Lebenshaltungskosten nur noch um 4,2 Prozent, nach einer Inflationsrate von 4,8 Prozent im November 2011. Ferner reduzierten sich die Verbraucherpreise auf Monatssicht um 0,2 Prozent, wogegen sie im November um 0,4 Prozent über dem Vormonatsniveau gelegen hatten.
Am Freitag verabschiedeten sich die meisten asiatischen Börsen mit roten Vorzeichen ins Wochenende. Der japanische Leitindex Nikkei gab am Ende um 1,16 Prozent auf 8.390,35 Stellen nach. Vor dem Hintergrund des schwachen Euro standen dabei in Japan vor allem auch Exportwerte auf dem Verkaufszettel der Investoren. So verbilligten sich beispielsweise Sony um 2 Prozent. In Südkorea ging es für Samsung Electronics um 1,4 Prozent nach unten. Der Elektronikkonzern hat Prognosen für Umsatz und Ergebnis im vierten Quartal 2011 veröffentlicht und stellt einen Rekordgewinn in Aussicht. So rechnet man dank eines starken Geschäfts mit Smartphones mit einem operativen Gewinn in Rekordhöhe von 5,2 Bio. Koreanische Won (KRW) (rund 3,5 Mrd. Euro). Dies entspräche einem Plus von etwa 73 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Umsatzerlöse werden für das Schlussquartal bei etwa 31 Mrd. Euro gesehen.
Börse&Märkte: USA
Auch in den USA wurde am Montag nicht gehandelt. Am Dienstag zeigten sich die US-Börsen, beflügelt von positiven Konjunkturdaten, in guter Form. Der Dow Jones gewann 1,47 Prozent auf 12.397,38 Punkte. Die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA haben sich im Dezember 2011 verbessert. So hat sich der ISM-Index von 52,7 Punkten im Vormonat auf nun 53,9 Zähler erhöht. Volkswirte waren von einem Wert von 53,4 Punkten ausgegangen. Die Bauausgaben in den USA sind im November 2011 gestiegen. Demnach haben sich die Bauausgaben gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent erhöht, nach einem Minus von revidiert 0,2 (vorläufig: +0,8) Prozent im Vormonat. Volkswirte hatten für den Berichtsmonat einen Zuwachs von 0,5 Prozent geschätzt.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat am Dienstag die Sitzungsprotokolle der letzten Zusammenkünfte des Offenmarktausschusses (FOMC) am 13. Dezember 2011 veröffentlicht. Angesichts der anhaltenden Wirtschaftsschwäche war abermals keine Leitzinsentscheidung erfolgt und die Fortsetzung der Nullzinspolitik bis mindestens bis Mitte 2013 bekräftigt worden. Wie aus den Protokollen hervorgeht, will die Fed ab Januar ihre Kommunikationspolitik deutlich verändern. So sollen die individuellen Prognosen der Board-Mitglieder veröffentlicht werden. Ferner soll bekannt gegeben werden, wann sich ein Board-Mitglied erstmalig für eine veränderte Zinspolitik ausspricht. Mit Blick auf das ökonomische Umfeld wurde vor allem die europäische Schuldenkrise als Hauptrisiko bezeichnet. BP fordert von Halliburton in Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko eine Entschädigung in Höhe von über 20 Mrd. US-Dollar. Presseangaben zufolge wirft der britische Ölkonzern seinem Subunternehmen vor, das Bohrloch nicht sachgemäß abgedichtet und möglicherweise minderwertigen Zement verwendet zu haben. Zudem sei Beweismaterial vernichtet worden. Deshalb reichte BP am Montagabend in New Orleans Klage gegen Halliburton ein. Der US-Konzern hält dagegen, BP trage aufgrund schlechter Ingenieur- und Wartungsarbeiten die Hauptschuld an dem Unglück. Halliburton verloren 1 Prozent an Wert. Exxon Mobil wird derweil wohl von Venezuela deutlich weniger Schadensersatz erhalten als ihm von einem internationalen Schiedsgericht zugesprochen wurde. So hat der staatliche venezolanische Ölkonzern PDVSA angekündigt, lediglich 255 Mio. US-Dollar zu zahlen, die in den nächsten 60 Tagen überwiesen werden sollen. Die internationale Handelskammer ICC hatte die Schadenersatzzahlung zuvor auf 908 Mio. US-Dollar festgelegt. PDVSA begründete die deutlich geringere Summe mit noch ausstehenden Schulden. Die Aktie des Ölkonzerns verbesserte sich um 1,5 Prozent.
Am Mittwoch gingen die US-Börsen wenig verändert aus dem Handel. Der Dow Jones gewann 0,17 Prozent auf 12.418,42 Punkte. Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 30. Dezember 2011 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 4,1 Prozent. Im Einzelnen sank der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite gegenüber der Vorwoche um 2,5 Prozent, während der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 9,6 Prozent nachgab. Das US-Handelsministerium erklärte, dass der Auftragseingang für Industriegüter im November 2011 um 1,8 Prozent gestiegen ist. Für den Vormonat wurde hier ein Rückgang von revidiert 0,2 Prozent (vorläufig: -0,4 Prozent) ausgewiesen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 3,7 (vorläufig: +3,8) Prozent über dem Vormonatsniveau, gegenüber einem Plus von 0,1 Prozent im Oktober. Der Flugzeugbauer Boeing teilte mit, dass er sein Werk in Wichita im US-Bundesstaat Kansas schließen wird. Das Unternehmen führte aus, dass die Schließung zum Ende des Jahres 2013 erfolgen wird. Durch diese Maßnahme werden 2.160 Angestellte ihre Arbeit verlieren. Boeing erhofft sich durch die Schließung eine Reduzierung der Kosten, eine erhöhte Effizienz und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit. Die Boeing-Aktie schloss mit einem Plus von 0,2 Prozent. Der Automobilkonzern Ford Motor hat seine US-Absatzzahlen für Dezember 2011 veröffentlicht. So stieg der Absatz aller Marken im Berichtsmonat um 10,0 Prozent auf 210.140 Fahrzeuge. Im Gesamtjahr 2011 steigerte Ford seinen US-Gesamtabsatz um 11,0 Prozent auf 2.148.806 Fahrzeuge. Getragen wurde dieses Ergebnis ausschließlich durch die Verbesserungen bei der Marke Ford. Die Ford-Aktie gewann abschließend 1,5 Prozent hinzu. Auch Chrysler konnte Zugewinne verbuchen. Der Internet-Konzern Yahoo! hat schließlich einen neuen Chief Executive Officer ernannt. Demnach wird Scott Thompson diese Position ab dem 9. Januar übernehmen und Tim Morse ablösen. Thompson, der gleichzeitig auch Mitglied im Board of Directors wird, kommt von eBay und war dort zuletzt für PayPal verantwortlich. Der Anteilsschein von Yahoo! verlor bis Handelsende 3,1 Prozent.
Die US-Börsen zeigten sich trotz starker Konjunkturdaten am Donnerstag uneinheitlich. Während auf der einen Seite die US-Arbeitsmarktdaten eher positiv ausfielen, drückte auf der anderen Seite die europäische Schuldenkrise abermals auf die Stimmung der Investoren. Der Dow Jones verlor 0,02 Prozent auf 12.415,70 Punkte. Die US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im Dezember 2011 erneut erhöht. So stieg die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 325.000. Hierbei wuchs die Zahl um 52.000 im Produzierenden Gewerbe und um 273.000 im Dienstleistungsbereich. Ferner hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 31. Dezember 2011 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 15.000 auf 372.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 375.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 381.000 auf 387.000 nach oben korrigiert. Die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors haben sich im Dezember 2011 im Vergleich zum Vormonat stärker entwickelt. So kletterte der ISM-Service-Index auf 52,6 Zähler, nach 52,0 Zählern im Vormonat. Volkswirte hatten sogar einen Zuwachs auf 53,0 Punkte prognostiziert. Monsanto legten um 5,5 Prozent zu. Der Saatgut- und Agrarchemiekonzern konnte dank eines stärken Lateinamerika-Geschäfts im ersten Geschäftsquartal (per 30. November) ein höheres Ergebnis ausweisen. So erhöhte sich der Konzernumsatz auf 2,44 Mrd. US-Dollar, nach 1,84 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal. Ferner kletterte der Nettogewinn von 9 Mio. US-Dollar auf nun 126 Mio. US-Dollar bzw. 0,23 US-Dollar pro Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,16 US-Dollar sowie Umsätze von 2,05 Mrd. US-Dollar erwartet. Barnes & Noble brachen indes um 16,9 Prozent ein. Der Buchhändler plant, das Geschäft mit dem mobilen Buchlesegerät Nook abzuspalten und rechnet im laufenden Jahr nur noch mit einem Jahresumsatz zwischen 7 und 7,2 Mrd. US-Dollar, nachdem man zuvor noch 7,4 Mrd. US-Dollar anvisiert hatte. Der Verlust je Aktie soll sich auf 1,10 bis 1,40 US-Dollar belaufen. JCPenney konnte zwar im Dezember 2011 einen Zuwachs bei den Same-Store Sales verbuchen. Allerdings wurde die Ergebnisprognose für das vierte Quartal gesenkt. So sind die vergleichbaren Umsätze um 0,3 Prozent geklettert. Analysten waren dagegen von einer Abnahme der so genannten Same-Store Sales um 0,1 Prozent ausgegangen. Der Gesamtumsatz in den fünf Wochen zum 31. Dezember 2011 fiel um 2,3 Prozent auf 2,89 Mrd. US-Dollar. Für das vierte Quartal rechnet der Konzern nur noch mit einem bereinigten Gewinn von 65 bis 70 Cents pro Aktie, während er bisher 1,15 US-Dollar in Aussicht gestellt hatte. Der Titel verlor 2,7 Prozent an Wert. Schließlich ging es für Walgreen um 0,3 Prozent nach unten. Die Drugstore-Kette hat für Dezember 2011 ein Wachstum bei den Same-Store Sales erzielt. So kletterten die vergleichbaren Umsätze um 0,4 Prozent, wogegen Analysten ein Minus von 0,1 Prozent prognostiziert hatten. Der Gesamtumsatz belief sich auf 6,98 Mrd. US-Dollar, was einer Zunahme um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.
Am Freitag standen an der Wall Street im frühen Handel die US-Arbeitsmarktdaten im Mittelpunkt des Interesses der Anleger. Die US-Arbeitsmarktsituation hat sich im Dezember 2011 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verbessert. So erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 200.000. Volkswirte hatten einen Stellenaufbau um 150.000 Beschäftigte erwartet, nach einem Anstieg um revidiert 100.000 im November. Bereinigt um Beschäftigte im Staatsdienst stieg die Beschäftigtenzahl um 212.000, nach einem Zuwachs von 140.000 im Vormonat. Hier hatte die Prognose auf ein Plus von 170.000 gelautet. Ferner fiel die Arbeitslosenquote auf 8,5 Prozent, nachdem sie im Vormonat noch bei 8,7 Prozent gestanden hatte. Volkswirte hatten mit einem Stand von 8,7 Prozent gerechnet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen um 0,2 Prozent, gegenüber einer Lohnabnahme um 0,1 Prozent im Vormonat. Hier waren Volkswirte von einem Zuwachs um 0,2 Prozent ausgegangen. Best Buy musste im Dezember 2011 einen Rückgang der vergleichbaren Umsätze verbuchen. Ferner wurde die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bestätigt. So verringerten sich die so genannten Same-Store Sales gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,2 Prozent. Der Gesamtumsatz blieb mit 8,4 Mrd. Dollar nahezu unverändert. Das Unternehmen rechnet für das laufende Geschäftsjahr weiterhin mit einem Ergebnis pro Aktie von 3,35 bis 3,65 Dollar. Analysten prognostizieren hier ein EPS-Ergebnis von 3,14 Dollar.
Börse&Märkte: Unternehmen
Unternehmensseitig ist der Terminkalender auch in der kommenden Woche noch weitestgehend leergefegt. Quartalszahlen stehen unter anderem bei Alcoa, CropEnergies, Douglas Holding und Südzucker zur Veröffentlichung an.
Börse&Märkte: Konjunktur
Konjunkturseitig werden in der kommenden Woche am Montag in Deutschland die Außenhandelspreise und die Produktionsdaten im Produzierenden Gewerbe für November erwartet. Es folgen am Dienstag in Deutschland die Daten zum Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe für November und die Insolvenzen für Oktober. Am Mittwoch stehen in Deutschland und der EU die Daten zum BIP auf der Agenda. Ferner werden in den USA auch die wöchentlichen Hypothekenanträge bekannt gegeben. Es folgen am Donnerstag in Deutschland die Verbraucherpreise für Dezember und die Großhandelspreise für November, das EZB Sitzungsergebnis sowie aus den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Am Freitag werden in der EU schließlich die Außenhandelsdaten für November bekannt gegeben.
Börse&Märkte: Indizes
Indexstände: (06.01.2012, 17:55 Uhr) DAX: 6.057,92 TecDAX: 713,05 Dow Jones STOXX 50: 2.398,68 Nikkei 225: 8.390,35 Dow Jones: 12.395,38 Nasdaq Composite: 2.679,86 (06.01.2012/ac/n/m)

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