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Blue Chips DAX-Bilanz: Deutsche Bank und Commerzbank auf Talfahrt

 |  07.01.2012, 10:00  |  3605 Aufrufe  |   0  | 

Die erste Woche verlief für den DAX ausgesprochen erfreulich. Bei dünnen Umsätzen erzielte er ein Wochenplus von 2,7 Prozent und schloss bei 6.057,92 Punkten.
Da viele Marktakteure urlaubsbedingt nicht handelten, sollte dem freundlichen Jahresauftakt allerdings mit einem gesunden Maß an Skepsis begegnet werden. Gewinnmitnahmen setzen den Index noch vor dem Wochenende unter Druck, nachdem in den USA ein positiver Dezember-Arbeitsmarkt ohne Wirkung verpuffte. Zwischen Wochentief (Montag)  und Wochenhoch (Dienstag) lag beim DAX eine Bandbreite von 279 Zählern.
Einen klassischen Fehlstart ins neue Börsenjahr legten die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank hin. Sie erlitten mit 6,0 bzw. 8,4 Prozent unter sämtlichen DAX-Werten die höchsten Wochenverluste. Hier wirkte sich in der zweiten Wochenhälfte vor allem die wenig erfolgreich verlaufene Kapitalerhöhung der italienischen Großbank UniCredit negativ aus. Marktgerüchten zufolge, könnten auch die deutschen Banken demnächst den Kapitalmarkt anzapfen. Aufgrund der europäischen Schuldenkrise lässt das Interesse der Anleger an Finanzwerten aktuell jedoch sehr zu wünschen übrig.

Zyklische Titel stark gefragt

Überdurchschnittliche Kursgewinne waren bei konjunktursensitiven Werten zu beobachten. Steil bergauf ging es bei den Aktien von ThyssenKrupp (+8,9 Prozent), MAN (+8,0 Prozent), Daimler (+7,4 Prozent), BMW (+7,3 Prozent) und Volkswagen (+7,0 Prozent). Die deutschen Autobauer profitierten von positiven US-Verkaufszahlen im Dezember. Während Daimler und Volkswagen in den USA Absatzrekorde feierten, erzielte BMW „lediglich“ das zweitbeste Absatzergebnis seiner Unternehmensgeschichte. Den Titel „größter Premiumanbieter in den USA“ mussten die Bayern aber nicht an die Schwaben abgeben. In punkto Rentabilität und Unternehmenskennzahlen hat BMW ebenfalls die Nase vorn. Doch das Jahr 2012 verspricht aufgrund der anstehenden Daimler-Modelloffensive spannend zu werden. 


Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Eine Haftung wird nicht übernommen.

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Autor

Jörg Bernhard arbeitet seit 2002 als freier Wirtschaftsjournalist und hat sich innerhalb des Themenkomplexes Börse & Investment auf die Bereiche Rohstoffe und Zertifikate spezialisiert. Derzeit arbeitet er für diverse Internetportale und Fachpublikationen.