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Rohstoffe Goldpreis: Angriff auf 200-Tage-Linie

 |  10.01.2012, 15:14  |  1902 Aufrufe  |   0  | 

Der Goldpreis weist derzeit eine starke Korrelation zu den Aktienmärkten auf und folgt ihnen in deutlich höhere Kursregionen.
In der Vergangenheit war dies nicht immer der Fall, galt das gelbe Metall doch vor allem in unsicheren Zeiten als ideale Zuflucht. Doch alte Gesetzmäßigkeiten scheinen außer Kraft gesetzt zu sein und der Goldpreis wird weniger als sicherer Hafen, sondern eher als „gewöhnlicher“ Rohstoff betrachtet. Die europäische Schuldenkrise könnte vor allem gegen Ende der Woche wieder zu dem Gesprächsthema mutieren. Dann müssen sich nämlich Italien und Spanien an den Kapitalmärkten refinanzieren. Ob bzw. zu welchem Zins Investoren bereit sind, diesen Ländern ihr Geld anzuvertrauen, muss abgewartet werden. Je nach Verlauf dieser Anleiheauktionen könnte dies auch den Goldpreis wieder volatiler werden lassen.
Deutschland hat bei sechsmonatigen Papieren erstmals negative Renditen erzielt – die häufig zu hörende Kritik, dass Gold keine Zinsen oder Dividenden zahle, läuft vor diesem Hintergrund komplett ins Leere.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 29,50 auf 1.637,60 Dollar pro Feinunze und überwand dadurch die 200-Tage-Linie.

Kakao: Wetterbedingte Preisexplosion

Innerhalb von nur drei Handelstagen schaffte der Kakao-Future einen Kurssprung von in der Spitze fast 300 Dollar bzw. 14,8 Prozent – schuld war auch das Wetter.
Heftige Wüstenstürme bedrohen derzeit die aktuelle Ernte des weltgrößten Kakaopflanzers Elfenbeinküste. In Kombination mit deutlich gestiegenen Produktionszahlen weiter verarbeitender Betriebe in Europa reagierte der Kakaopreis entsprechend nach oben. Laut europäischem Kakaoverband gab es im dritten Quartal 2011 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal einen Anstieg um 14 Prozent auf über 377.000 Tonnen. Noch im Dezember stürzte der Kakaopreis in Erwartung üppiger Ernten auf den tiefsten Stand seit drei Jahren. Mit dem jüngsten Rebound gelang ihm sogar der Ausbruch aus dem seit Anfang November herausgebildeten Abwärtstrendkanal.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Kakaopreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 14.40 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige Kakao-Future (ICE) um 122,00 auf 2.292,00 Dollar pro Tonne.


Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Eine Haftung wird nicht übernommen.

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Autor

Jörg Bernhard arbeitet seit 2002 als freier Wirtschaftsjournalist und hat sich innerhalb des Themenkomplexes Börse & Investment auf die Bereiche Rohstoffe und Zertifikate spezialisiert. Derzeit arbeitet er für diverse Internetportale und Fachpublikationen.