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    Die besten globalen Anleihenfonds

    Gastautor: Albert Reiter
     |  16.01.2012, 08:05  |  2600 Aufrufe  |   | 

    e-fundresearch: "Wie ist Ihr globaler Makro-Ausblick für das Jahr 2012?"

    Dr. Arman Vardanyan, Fondsmanager, "Dual Return Fund - Vision Microfinance P EUR" (10.01.2012): "The general market outlook for microfinance for 2012 is positive overall. After some negative media and in spite of a conservative stance taken by investors (mostly by institutional clients) towards microfinance in 2011 the market keeps working and looks promising. The microfinance sector is back to growth with microfinance institutions (MFIs) showing improvements in portfolio quality, profitability and governance. A favorable outlook for sustained economic growth in a number of emerging and frontier markets stimulates the increased demand for microfinance loans."

    Dr. Detlev Kleis, Fondsmanager, "UBS (D) Rent-International" (11.01.2012): "Gemäß unserer Erwartungen wird sich das Wirtschaftswachstum in den USA in den kommenden 6-12 Monaten besser entwickeln als in der Eurozone. Für die Eurozone ist eine milde Rezession im ersten Halbjahr 2012 wahrscheinlich. Die Schwellenländer bleiben auch nächstes Jahr der globale Wachstumstreiber und werden ca. 80% zum globalen Wirtschaftswachstum beitragen.
    Wir erwarten, dass sowohl die EZB wie auch die Fed den Leitzins noch für längere Zeit auf niedrigem Niveau belassen. Aufgrund des sich abschwächenden bzw. moderaten  Wirtschaftswachstums halten wir das Risiko einer deutlich steigenden Inflation in den entwickelten Ländern vorerst für begrenzt."

    Dr. Bernd Früh, Fondsmanager, "Tiberius InterBond OP -R-" (05.01.2012): "Die Weltkonjunktur dürfte 2012 nicht abstürzen, sondern vielmehr zunehmend wieder Tritt fassen. Allerdings rechnen wir nur mit einer moderaten Wachstumsdynamik. Europa wird dabei aufgrund der Staatsschuldenkrise unterdurchschnittlich abschneiden, aber im weiteren Jahresverlauf voraussichtlich ebenfalls auf einen Wachstumspfad zurückkehren. Die Inflationsraten werden schon allein wegen statistischen Basiseffekten 2012 sinken, dies unter Umständen kräftig, abhängig von der Entwicklung der Rohstoffpreise."

    Philipp Schubert, Fondsmanager, "ERSTE-INTERBOND G1 A" (11.01.2012): "In den entwickelten Volkswirtschaften sorgt der Konsolidierungsbedarf bei den Staaten und Banken weiterhin für ein unterdurchschnittliches Wirtschaftswachstum und einen Deflationsdruck, wobei die Wirtschaften fragil, d.h., besonders anfällig für Schocks, bleiben.
    Die Eurozone wird im 1. Halbjahr leicht schrumpfen, während die USA den moderaten Wachstumspfad halten können. Die Wachstumsabschwächung in den Emerging Markets fällt etwas kräftiger aus als in den entwickelten Volkswirtschaften. Im CEE-Raum macht sich die Achillesferse dieser Region bemerkbar: eine zu hohe externe Verschuldung, vor allem in Ungarn.

    Das zugrundeliegende Problem ist, dass die Staatsschulden stärker wachsen als die Wirtschaft. Das hält auch die Unsicherheit hinsichtlich des tatsächlichen Wertes von Banken auf erhöhtem Niveau. Damit stellen der Vertrauensverlust hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Staatsschuldenentwicklung sowie die Liquiditätsbremse im Bankensektor dämpfende Faktoren für die Erholung der Weltwirtschaft dar.

    Auf der Preisseite wird die Konsumentenpreisinflation fallen. Der Einsparungsdruck bei Staaten und Banken und die niedrige Ressourcenauslastung üben einen Deflationsdruck aus. Das Geldangebot steigt zwar, aber auch die Geldnachfrage. Eine Deflation wird dadurch verhindert werden, dass es Steuer- und Tariferhöhungen geben wird. Lohnkürzungen sind nur schwer durchsetzbar sind und Rohstoffe und Emerging Markets üben einen Inflationsdruck aus.

    Die Geldpolitiken werden weiterhin aufgrund des schwachen Wirtschaftswachstums, der restriktiven Fiskalpolitik, des schwachen Finanzsektors und der Strukturreformen sehr expansiv sein. Das beinhaltet Leitzinsen von nahe null, eine Ausweitung der Zentralbankbilanz, Liquiditätsbereitstellung für Banken und Staaten und eine transparente Kommunikation. D.h., in vielen entwickelten Volkswirtschaften wird das Inflationsziel von der prekären Situation von Staaten und Banken dominiert. In den Emerging Markets funktioniert die konventionelle Geldpolitik noch. Damit ist in einigen Ländern aufgrund der Konjunkturabschwächung mit moderaten Zinssenkungen zu rechnen."

    Christian Grein, Fondsmanager, "UNIQA Dollar Bond" (10.01.2012): "The global economy can be compared with a big aeroplane with four engines: the US, Euroland, China and the other large EM countries. (The next 10 largest EM countries have a combined GDP that is twice that of China: Engine 4 is not to be dismissed as unimportant.) For 2012, I see considerable risk that engines 2, 3 and 4 will sputter, while engine 1 will not be powerful enough to power the plane to a higher altitude.
    I am not calling for a BRIC crisis, but there is potential for a violent sell-off in some EM currencies and assets. Some of these countries are overpriced and overowned. The EM world may still be growing faster than the developed countries, but that does not mean they are a better destination of international capital.
    For the eurozone I think the worst is still ahead of us. Most countries still suffer from serious structural deficiencies (uncompetitiveness, labour market rigidities, entitlement programs, pension reforms…). Moreover, bank deleveraging is a multi-year process. All the ECB can do is to stretch out this adjustment process (with LTRO operations for example), but they are not able to reverse or prevent it.
    And for the US, we are being told for the 3rd year in a row, that the worst is over and that a sustainable recovery is just around the corner. The market wants us to believe yet another “decoupling” fairytale. To me, the US economy remains fragile, despite the gradual improvement in the macro picture.
    Those are the main reasons why I think investors should fully expect quantitative easing by the Fed, BoE and ECB later in the year."

    Vittorio Treichler, Fondsmanager, "BSI-Multibond Global Dynamic A" (11.01.2012): "Unfortunately I'm quiet bearish on risk assets and financial markets in general. The Euro Sovereign crisis should reach a topic in Q1, with the failure of Greek PSI negotiations and italian yields climbing to unsustainable levels. Meanwhile asian growth should decelerate surprising western investors, and US recovery is still too fragile to sustain global growth."

    Dkfm. Klaus-Stephan Zeltner, Fondsmanager, "Allianz Invest Defensiv T" (10.01.2012): "In Europa deuten praktisch alle Vorlaufindikatoren auf eine weitere und anhaltende Konjunkturabkühlung hin. Die Rezession scheint unvermeidlich, besonders in den südeuropäischen Staaten sollte sie sehr heftig ausfallen. Die Schuldenkrise ist bei Weitem noch nicht gelöst, der Zahlungsausfall eines oder mehrerer Peripherieländer bleibt ein realistisches Szenario. Spanien und Italien werden auf Grund des hohen Refinanzierungsbedarfs unter ständigem Druck bleiben, was jede Emission zur Nervenprobe für die Investoren machen kann. Der Weg in Richtung einer europäischen Fiskalunion dürfte weiter beschritten werden. Nachdem auf staatlicher Seite Sparen angesagt ist, kann nur die EZB durch Bereitstellung von Liquidität und Zinssenkungen Unterstützung bieten. Wesentliche Frage wird sein, ob die EZB unter politischem Druck entgegen ihres Mandates auch am Primärmarkt tätig wird und Staaten direkt finanziert?

    In den USA zeigt sich der Konsument robuster als erwartet, wobei der Konsum durch sinkende Sparquoten finanziert wird. Diese Entwicklung kann nicht nachhaltig sein. Kein positiver Input auf Sentiment und Konsum ist vom Arbeitsmarkt oder dem Immobilienmarkt zu erwarten. Die USA dürften einer Rezession dennoch entgehen, da sich der Unternehmenssektor sehr stabil zeigt. Mit einer sehr expansiven FED, die an der Nullzinspolitik festhält und jederzeit für eine dritte Runde QE bereit steht, haben die USA mehr Möglichkeiten als die Eurozone, eine erneute Rezession zu vermeiden.

    Auch in den Schwellenländern dämpft sich das Wachstum ein. Einige Notenbanken begegnen diesem Umstand bereits mit Zinssenkungen. 2012 wird der Löwenanteil des globalen Wachstums, das sich auf etwas über 3% einstellen dürfte, erneut von den Emerging Markets getragen werden."

    Frage 2

    e-fundresearch: "Welche Faktoren sind für die Beurteilung der globalen Anleihenmärkte derzeit am wichtigsten?"

    Dr. Arman Vardanyan, Fondsmanager, "Dual Return Fund - Vision Microfinance P EUR" (10.01.2012): "All microfinance investments (MFIs issuing promissory notes) must be assessed and rated by fund investment advisors. The majority of the investee MFIs also has a third party rating from various specialized rating agencies, such as MicroFinanza Rating or Planet Rating. The fund employs a comprehensive MFI assessment tool for the investment decision-making. In assessing the credit risk of MFIs a set of data and information are analyzed. This includes a detailed presentation of each MFI, describing its institutional background as well as detailing balance sheet, income statements, cash flow statement, financial projections, key ratios, portfolio structure, client breakdown, governance structure, liability holders, etc.
    Social Ratings (the Social Responsibility Reports) of MFIs from Symbiotics are used as a tool to assess the MFIs’ commitment and capacity for sustainable development, commitment to ESG factors."

    Dr. Detlev Kleis, Fondsmanager, "UBS (D) Rent-International" (11.01.2012): "Die EUR-Staatsschuldenkrise wird auch im Jahr 2012 maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der globalen Anleihenmärkte haben. Der weitere Verlauf hängt stark von politischen Entscheidungen sowie den Reform- und Sparanstrengungen in den betroffenen Ländern ab.
    Des Weiteren spielen Faktoren wie Geldpolitik, Inflationsentwicklung und Wachstumserwartungen für die unterschiedlichen Regionen eine bedeutende Rolle."

    Dr. Bernd Früh, Fondsmanager, "Tiberius InterBond OP -R-" (05.01.2012): "Die europäische Staatsschuldenkrise wird wohl bis auf weiteres das Maß der allgemeinen Risikoaversion bestimmen und daher vorerst maßgebend sein für die globalen Anleihemärkte, nicht zuletzt weil in den kommenden Monaten ein großen Volumen von Staatsanleihen der europäischen Peripherieländer am Kapitalmarkt platziert werden muss. Das fundamentale Umfeld, aus unserer Sicht gekennzeichnet durch ein moderates globales Wirtschaftswachstum und durch vorerst noch erhöhte Inflationsraten, könnte dann im Jahresverlauf im Zuge eines Normalisierungsprozesses sukzessive wieder eine größere Bedeutung an den Finanzmärkten erlangen."

    Philipp Schubert, Fondsmanager, "ERSTE-INTERBOND G1 A" (11.01.2012): "Durch die Eintrübung der Wirtschafsaussichten ist mit niedrigen Wachstumsraten und damit einhergehend  mit geringen Inflationsraten zu rechnen. Es ist also gerechtfertigt, dass die Zinsen derzeit sehr niedrig sind. Durch die Unsicherheit im Euro-Raum wird die Volatilität an den Zinsmärkten erhalten bleiben. Das hat sich auch in den letzten Tagen wieder gezeigt: Der IWF äußerte sich äußerst negativ zur volkswirtschaftlichen Entwicklung in Griechenland, die Lage in Ungarn spitzt sich  mehr und mehr zu. Deutschland hat in diesem Umfeld Anleihen mit negativer Rendite begeben."

    Christian Grein, Fondsmanager, "UNIQA Dollar Bond" (10.01.2012): "Liquidity + creditworthiness."

    Vittorio Treichler, Fondsmanager, "BSI-Multibond Global Dynamic A" (11.01.2012): "2011 saw an enormous change in risk perception when assessing governement securities: the private sector participation in the greek bailout tought investor they should also worry of credit risk, not only inflation risk. This is something institutional investors where not prepared to face in the past."

    Edgar Maichel, Fondsmanager, "Schoellerbank Euro Alternativ A" (10.01.2012): "Wie bereits 2011 bleibt auch im Jahr 2012 unseres Erachtens die Schuldenproblematik das beherrschende Thema an den internationalen Anleihenmärkten, während harte Konjunkturdaten nur bedingt Einfluss haben werden. Gleichzeitig erwarten wir, dass die EZB die Liquiditätsversorgung der Banken aufrecht erhält und sehen aktuell nur sehr bedingt Inflationsrisiken.

    Umso wichtiger ist daher eine Positionierung, die bestmöglich vor Bonitäts- und Zinsänderungsrisiken schützt und möglichst flexibel und liquid ist. Dies ist auch der Hauptgrund, warum der Schoellerbank Euro Alternativ zu einem überwiegenden Teil in hochliquide Staatsanleihen investiert ist. Der "AAA"-Anteil im Fonds liegt aktuell bei rund 50%."

    Dkfm. Klaus-Stephan Zeltner, Fondsmanager, "Allianz Invest Defensiv T" (10.01.2012): "Wichtigste Faktoren derzeit in unserer Markteinschätzung sind die inflationsadjustierten Renditen der Anleihenmärkte, Veränderung der Inflationserwartungen und Spreadbewegungen. Daneben schauen wir von makroökonomischer Seite besonders auf die Vorlaufindikatoren, die sich zuletzt mehrheitlich verschlechtert haben. Die neuesten Daten zum amerikanischen ISM aber auch der Einkaufsmanagerindex in China brachten eine gewisse Stabilisierung. Ebenso zeigt sich der ifo Index robust, so dass Deutschland ohne Rezession durch das Jahr kommen dürfte.

    Nach wie vor bestimmen nicht kalkulierbare politische Ereignisse die Märkte, die zumindest kurzfristig für große Volatilität in den Währungen, aber auch in den Renditen führen können. In den USA operiert die Notenbank mit hohem Risiko, da niemand den Erfolg von mehreren Runden QE vorhersehen kann. Ein potenziell sehr großes Inflationsproblem gekoppelt mit einer Vertrauenskrise in die größte Wirtschaftsmacht der Welt scheint sich aufzubauen."

    Frage 3

    e-fundresearch: "Welche Regionen und/oder Sektoren sind derzeit in globalen Anleihenfonds übergewichtet? Was sind die Gründe dafür?"

    Dr. Arman Vardanyan, Fondsmanager, "Dual Return Fund - Vision Microfinance P EUR" (10.01.2012): "The fund strictly follows investment guidelines and all restrictions, including maximum exposure limits to any single country and MFI. Presently, we do not have a decision to prohibit investments in any specific country or region. Currently, the fund has decided to take a ‘wait-and-see’ approach towards new investment opportunities that may arise in Nicaragua, Bosnia and in the MENA region. 

    It’s worthwhile mentioning that MFIs in Latin America, Africa, Asia and other regions have experience of functioning in conflict environments. The emerging markets showed during the last two decades that the microfinance industry has the capacity to take appropriate actions to cope with distressed situations. In most countries, MFIs responded sensibly to conflicts and were able to weather through various social unrests, conflicts and financial crises."

    Dr. Detlev Kleis, Fondsmanager, "UBS (D) Rent-International" (11.01.2012): "Als attraktiv erachten wir Unternehmensanleihen, deren Renditeaufschläge sich in den vergangenen Monaten ausgeweitet haben. Die Unternehmen verfügen im Durchschnitt über hohe Kassebestände, und zumindest die großen Banken sind gut kapitalisiert. Die aktuellen Renditeaufschläge kompensieren gut das mit diesen Anleihen verbundene Ausfallrisiko.
    Auch Anleihen aus Schwellenländern weisen wieder höhere Renditeaufschläge aus. Die Schwellenländer sind zumeist niedriger verschuldet und weisen höhere Wachstumsraten auf. Hier bleiben wir investiert."

    Dr. Bernd Früh, Fondsmanager, "Tiberius InterBond OP -R-" (05.01.2012): "Die Positionierung des Tiberius InterBond OP ist derzeit: Langläufer untergewichtet, EUR leicht übergewichtet, JPY, GBP, USD untergewichtet, NOK, SEK, CAD, AUD übergewichtet. Der Grund für diese Positionierung ist unsere Einschätzung, dass Staatsanleihen bester Bonität derzeit überbewertet sind und dass sowohl EUR als auch USD angesichts der strukturellen Probleme in Europa und den USA vorerst als Schwachwährungen anzusehen sind."

    Philipp Schubert, Fondsmanager, "ERSTE-INTERBOND G1 A" (11.01.2012): "Aufgrund der Problematik in EUR Raum, werden zur Diversifikation auch Fremdwährungsanleihen (sowohl gehedgt als auch offen) in die Portfolios gekauft. In Europa sind besonders Norwegen und Schweden interessant, global gesehen Kanada und Australien. Die hier genannten Länder rücken deshalb in den Fokus, weil die Staatschulden und das Defizit geringer sind. Innerhalb der Eurozone sind höhere Bonitäten übergewichtet."

    Christian Grein, Fondsmanager, "UNIQA Dollar Bond" (10.01.2012): "Overweight are US Treasuries and Australian government bonds: US Treasuries because of their “flight-to-quality” bid and the latter because of their strong credit fundamentals. For Australia one has to be careful about its dependence on China and Japan: 50.2% of its exports go to these two countries!"

    Vittorio Treichler, Fondsmanager, "BSI-Multibond Global Dynamic A" (11.01.2012): "Any country with an independent central bank should be overweighted, while the reverse should apply to Euro markets. The current crisis shows how relevant the relationship between fiscal and monetary authorities is for bond markets performance. Not having a central bank willing to finance debt issuance is too detrimental when suplly rises."

    Edgar Maichel, Fondsmanager, "Schoellerbank Euro Alternativ A" (10.01.2012): "Der Fokus im Fremdwährungsbereich liegt aktuell auf US-Dollar sowie Dänischen und Norwegischen Kronen. Neben antizyklischen Überlegungen spricht insbesondere die anhaltende Eurokrise ausgelöst durch die Probleme der Peripherie-Staaten für eine Übergewichtung in diesem Bereich. Verstärkt wurden - nicht zuletzt aus Streuungsgründen - im vergangenen Jahr auch das Investment in asiatischen Währungen wie Hongkong Dollar, Renmimbi oder Won."

    Dkfm. Klaus-Stephan Zeltner, Fondsmanager, "Allianz Invest Defensiv T" (10.01.2012): "Regional haben wir derzeit keine Präferenz zwischen den USA und Europa, wobei man in Europa stark unterscheiden muss. Der sicherste Hafen Deutschland ist sehr teuer gepreist, der erweiterte Kern um Österreich die Niederlande oder Frankreich bietet zumindest einen gewissen Renditeaufschlag. Nach wie vor unattraktiv sehen wir die gesamte südliche Peripherie von Europa, da die Länder trotz eingeleiteter Sparmaßnahmen noch keine nachhaltige Besserung ihrer Situation erreichen konnten. Der hohe Refinanzierungsbedarf in 2012 kann hier immer wieder negative Überraschungen in Form von schlecht oder teuer platzierten Emissionen bringen."

    Frage 4

    e-fundresearch: "Was sind die großen Anlagethemen für globale Anleihen 2012? Wo ergeben sich Chancen und wo liegen die Risiken?"

    Dr. Arman Vardanyan, Fondsmanager, "Dual Return Fund - Vision Microfinance P EUR" (10.01.2012): "During the past few years we have been sticking to our strategy of investing in microfinance asset class irrespectively of world economic tendencies, in accordance with our fund’s investment policy and objectives. We will keep this strategy also for 2012.

    The Dual Return Fund – Vision Microfinance promotes sustainable delivery of financial services to the working poor. So far over 266 m USD have been distributed in the form of 287 loans to 134 different MFIs in 40 countries. Since its launch, the fund investments have reached approx. 1 million micro-entrepreneurs including their families, through the provision of credit. This meaningful and sustainable financing permits micro-entrepreneurs to organize their own productive activities, enabling their families to have access to food, medical care and education for their children.

    Somewhat affected by the global crisis and some negative events in countries like India, Nicaragua and Bosnia and Herzegovina, the  microfinance industry still continues to show its resilience to shocks and de-correlation. The damaging effects of financial, energy and food crises globally underlined the important social mission of microfinance institutions in providing sustainable delivery of financial services to millions of people worldwide."

    Dr. Detlev Kleis, Fondsmanager, "UBS (D) Rent-International" (11.01.2012): "Die Euro-Staatsschuldenkrise wird weiter großen Einfluss auf die Kapitalmärkte haben. Wir gehen dabei jedoch nicht von einem Auseinanderbrechen der Eurozone aus, sondern halten ein „Durchwursteln“ mit zusätzlichen Schritten zu einer regelbasierten Fiskalunion und eine Aufstockung der vorhanden Rettungsschirme für das wahrscheinlichste Szenario. Mögliche Risiken bestehen in einer weiteren Verschärfung der aktuellen Krise, z.B. durch einen Euro-Austritt Griechenlands.
    Aufgrund schwächerer Konjunkturdaten sowie der Verschärfung der europäischen Staatsschuldenkrise haben die Renditen von US Treasuries und Bundesanleihen historisch niedrige Niveaus erreicht. Hier sehen wir nur für den Fall einer sehr negativen Konjunkturentwicklung weiteres Potenzial."

    Dr. Bernd Früh, Fondsmanager, "Tiberius InterBond OP -R-" (05.01.2012): "Das Thema europäische Schuldenkrise wird so schnell nicht durchgreifend gelöst werden können und wird uns daher weiterhin beschäftigen. Wir gehen davon aus, dass die Eurozone zumindest auf Sicht von mehreren Quartalen nicht auseinanderbricht und dass sich in der Eurozone ein politischer Prozess fortsetzt, der aus dem Politik-Mix aus etwas mehr Transferunion, etwas mehr unkonventionelle EZB-Politik und einer aufrecht erhaltenen Austeritätspolitik in den Krisenländern gekennzeichnet ist. Das Frage, inwieweit die aktuell sehr hohe Bewertung von Staatsanleihen bester Bonität wie Bundesanleihen oder US-Treasuries vor dem Hintergrund eines zumindest moderaten Weltwirtschaftswachstums und eines Fortbestands der europäischen Währungsunion berechtigt ist, könnte zum Thema an den internationalen Rentenmärkten werden. Hier bei den Staatsanleihen bester Bonität stecken unseres Erachtens auch die Risiken am globalen Anleihemarkt. Dies gilt insbesondere für Bundesanleihen, deren Status als sicherer Hafen aufgrund der Haftung und der Eventualverbindlichkeiten Deutschlands im Zusammenhang mit der Schuldenkrise zu hinterfragen ist."

    Philipp Schubert, Fondsmanager, "ERSTE-INTERBOND G1 A" (11.01.2012): "In der Eurozone sind die notwendigen Voraussetzungen für einen funktionierenden Währungsraum nach wie vor nicht gegeben. Dazu gehören eine
    1) Fiskal- und Transferunion mit föderalen Anleihen,
    2) eine gemeinsame Wirtschaftspolitik und
    3) ein Lender of Last Ressort (für Banken und Staaten).
    Föderale Anleihen wird es erst dann geben, wenn das Moral Hazard Problem gelöst ist. Eine koordinierte Wirtschaftspolitik ist bitter nötig, um der prozyklischen Fiskalpolitik entgegenzuwirken und die Ungleichgewichte innerhalb der Eurozone zu bekämpfen. Je weniger die Punkte eins und zwei erfüllt sind, umso stärker wird der Druck auf die Europäische Zentralbank, ein Auseinanderbrechen der EWU zu verhindern. Sind die Voraussetzungen erfüllt, dann wird es zu einer deutlichen Entspannung der Lage in Europa gekommen und damit einhergehend zu massiv niedrigeren Spreads in den Peripherieländern.
    Aufgrund der hohen Volatilität in den Spreads liegt eine große Chance in der taktischen Länderallokation. Zusätzlich ist zu beachten, dass die Renditen in einigen EMU Ländern (Italien 10yr z.B. 6,97%) auch inflationsbereinigt sehr hoch sind."

    Christian Grein, Fondsmanager, "UNIQA Dollar Bond" (10.01.2012): "The big investment theme is to find the right timing between “risk-on” and “risk-off” markets and to choose the right portfolio duration and currency mix accordingly. But this is no change since 2008."

    Vittorio Treichler, Fondsmanager, "BSI-Multibond Global Dynamic A" (11.01.2012): "I don't see many opportunities, while risks abound. Global companies with sound balance sheets should attract capital and offer decent returns; some commodities in tight supply (energy) should apreciate as well. But these are not times for "buy and hold" strategies."

    Edgar Maichel, Fondsmanager, "Schoellerbank Euro Alternativ A" (10.01.2012): "Bis zu einer wie auch immer gearteten Lösung der Schuldenproblematik, werden unserer Einschätzung nach auch 2012 Bonität und Risiko die zwei wichtigsten und zugleich beherrschenden Themen an den internationalen Anleihenmärkten bleiben. Für Rentenportfolios in Euro bleiben daher Anleihen von Top-Schuldnern aus der Kernzone Europas die Kernkomponente. Die Herausforderung wird sein, sich in diesem Segment richtig zu positionieren. Wir sind uns bewusst, dass die Länder außerhalb der Kernzone von zukünftigen Maßnahmen der Notenbanken nach den Kursverlusten der letzten Monate stark profitieren könnten. Die Problematik der hohen Schuldenlast und das Korsett der einheitlichen Währung bleiben aber bestehen.In den Rentenmandaten empfehlen wir eine aktiv gemanagte Fremdwährungsbeimischung.
    Die Währungsentwicklungen werden zwar turbulent bleiben, denn alle großen Währungen sind problembehaftet. Aber unser Managementansatz, Extrempunkte zu finden und uns gegen das allgemeine Sentiment zu stellen, hat sich über die letzten Jahre bewährt."

    Dkfm. Klaus-Stephan Zeltner, Fondsmanager, "Allianz Invest Defensiv T" (10.01.2012): "Interessant für die nächsten Monate sehen wir Pfandbriefe von guten Schuldnern sowie Emerging Markets Anleihen, allerdings nicht in Lokalwährung. Die fundamentale Situation der Schwellenländer bleibt trotz bevorstehender Wirtschaftseintrübung besser, das Rendite-Risiko Verhältnis gut.
    Noch zu früh ist es für einen Einstieg in High Yield Anleihen. Da müsste das Risikosentiment noch besser werden.
    Eine interessante Beimischung sind US MBS Anleihen, da die Renditeaufschläge gegenüber Treasuries attraktiv sind. Falls es eine dritte Runde QE in den USA geben sollte, erwarten wir den Mortgage Markt als einen der Profiteure des neuen „Geldregens“."

    Frage 5

    e-fundresearch: "Bitte kommentieren Sie die Performance- und Risikokennzahlen Ihres Fonds im laufenden Jahr und in den letzten 3 bzw. 5 Jahren."

    Dr. Arman Vardanyan, Fondsmanager, "Dual Return Fund - Vision Microfinance P EUR" (10.01.2012): "In 2011 and over the past few years as well the Vision Microfinance Fund’s investee MFIs, on average, exhibited sound financial and operational performance. The MFIs adhere to their strong social missions and objectives, they strengthen their corporate governance and controls, and develop their product offering – expanding in both urban and rural areas. The Dual Return Fund - Vision Microfinance portfolio is well positioned in comparison to its SYM50 industry benchmark, outperforming the index particularly in terms of portfolio at risk and return on equity ratios.

    The fund continues to provide stable positive returns to its investors. In 2011 the fund provided investors with a net return of 2,51% for EUR (P) and 3,23% for EUR (I) share classes outperforming the SMX EUR Microfinance Index."

    Dr. Detlev Kleis, Fondsmanager, "UBS (D) Rent-International" (11.01.2012): "Die Wertentwicklung des UBS (D) Rent International betrug im Jahr 2011 3,4%, in den vergangen 3 Jahren 6,3% p.a. und in den vergangen 5 Jahren 5,5% p.a. Die Volatilität lag über die letzten 3 Jahre bei 3,1% p.a und über die letzten 5 Jahre bei 3,4% p.a.
    Durch eine breite Diversifikation und aktives Management ist es gelungen, eine attraktive Rendite bei moderatem Risiko zu erzielen. Über den langen Zeitraum konnte der Fonds von der guten Entwicklung der globalen Rentenmärkte profitieren. Der Schwerpunkt der Anlagen war in Anleihen mit Investmentgrade in den USA und Europa. Die Beimischung von Schwellenländeranleihen und das aktive Währungsmanagement haben sich zudem positiv ausgewirkt."

    Dr. Bernd Früh, Fondsmanager, "Tiberius InterBond OP -R-" (05.01.2012): "Das Rendite-Risiko-Verhältnis ist sowohl im 1-, 3- als auch im 5-Jahresvergleich hervorragend. So wurde in den letzten fünf Jahren eine Performance von 6,6% p.a. bei einer Volatilität von 4,8% erzielt.
    Besonders gut behauptete sich unser Ansatz in Krisenjahren. So lag die Jahresperformance in 2008 bei 8,1% während wir 2011  einem Plus von 12% beendeten."

    Philipp Schubert, Fondsmanager, "ERSTE-INTERBOND G1 A" (11.01.2012): "Durch die Übergewichtung hoher Bonitäten über den gesamten Zeitraum konnte ein Mehrertrag gegenüber der Benchmark erzielt werden, - und zwar über verschiedene Zeiträume (1 Jahr, 3 Jahre und 5 Jahre). Verglichen mit konventionellen EMU Staatsanleihenfonds ist die Duration der Benchmark etwas kürzer und der Fonds auch weniger volatil. Die Zinsen an den Kapitalmärkten sind mittlerweile sehr niedrig. Zinsanstiege sind mittelfristig wesentlich wahrscheinlicher als ein weiterer Rendite-Rückgang. Die Möglichkeit, zusätzliche Gewinne durch Kurssteigerungen (niedere Zinsen) zu erwirtschaften ist limitiert."

    Christian Grein, Fondsmanager, "UNIQA Dollar Bond" (10.01.2012): "The main goal is – as every year – to deliver a steady positive return. In negative market environments the fund management can use derivatives to avoid a prolonged period with negative returns.
    The total return for the last 5 years has been slightly above 9% p.a."

    Vittorio Treichler, Fondsmanager, "BSI-Multibond Global Dynamic A" (11.01.2012): "The fund had a terrific year in 2011. The main performance contributor was the decision to be patient in waiting the SNB intervention, which finally arrived in early September. Very low exposure in financials and Euro peripherals also helped, while a nimble approach in managing other non USD currencies also helped. Broadly speaking, the past 4 years have been extraordinary for credit and bond markets, after the Lehman crisis infact spread products started a bull market that probably ended in the first half of 2011."

    Edgar Maichel, Fondsmanager, "Schoellerbank Euro Alternativ A" (10.01.2012): "Der Schoellerbank Euro Alternativ profitierte in den vergangenen Jahren sehr stark von einem antizyklischen Investitionsansatz. In einem sehr volatilen und schwierigem Umfeld machte sich der aktive und dynamische Asset-Allocation-Prozess unter der Maxime: "Handeln gegen die Herde" bezahlt. Bewusst wurden und werden Bonitätsrisiken im Fonds so gering als möglich gehalten."

    Dkfm. Klaus-Stephan Zeltner, Fondsmanager, "Allianz Invest Defensiv T" (10.01.2012): "Der Allianz Invest Defensiv erzielte in den vergangenen Jahren folgende Performanceergebnisse (jeweils mit Stichtag 31.12.2011):

    2011:  2,61%
    3 Jahre: 4,70% p.a.
    5 Jahre: 4,46% p.a.

    Der Allianz Invest Defensiv profitierte in den letzten Monaten von einer starken Untergewichtung in den europäischen Peripherieländern und der Fokussierung auf die besseren Schuldner wie Österreich. Auch die Beimischung von Spreadanleihen und im ersten Halbjahr 2011 von High Yield Bonds brachten ein deutliches Performanceplus.
    In den letzten Jahren spielte der Allianz Invest Defensiv seine Stärke vor Allem in turbulenten Märkten aus, wie in den Krisenmonaten 2008 und zu Beginn des Jahres 2009. Die sehr konservative Ausrichtung brachte einen deutlichen Mehrertrag gegenüber der Peer Group.
    Das taktische Overlay Management bei Duration und Währungen erbrachte ebenfalls einen deutlichen Mehrwert in den vergangenen Jahren."


    Die gesamte Analyse der besten globalen Anleihenfonds inkl. zahlreicher Charts, Top-10 Tabelle und Bilder finden Sie unter diesem Link!


    Alle Daten per 02.01.2012 / Quelle: Lipper




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