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Größter japanischer Pharmakonzern Takeda streicht in Europa tausende Stellen

Autor: dpa-AFX
 |  18.01.2012, 11:12  |  667 Aufrufe  |   0  | 

OSAKA (dpa-AFX) - Der größte japanische Pharmakonzern Takeda setzt nach der Milliardenübernahme der Schweizer Pharmafirma Nycomed in Europa den Rotstift an. Insgesamt sollen in Europa 2.100 und in den USA 700 Stellen wegfallen, teilte Takeda am Mittwoch bei der Vorstellung seiner mittelfristigen Ziele bis 2015 im japanischen Osaka mit. Takeda will sich zudem breiter aufstellen und die Effizienz in den 70 Ländern, in denen der Konzern vertreten ist, steigern.

Die Kosten für die Restrukturierungsmaßnahmen bezifferte Takeda mit rund 70 Milliarden Yen (rund 716 Mio. Euro), die 2011 bis 2015 anfielen. Dem stünden Einsparungen von rund 200 Milliarden Yen gegenüber, hieß es in der Mitteilung weiter. Weitere Details sollen am 1. Februar mitgeteilt werden. Dann legt der Konzern seine Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres vor (Ende März 2012).

Die Japaner hatten Nycomed 2011 für 9,6 Milliarden Euro übernommen, um mit dem größten Zukauf der Firmengeschichte unabhängiger vom schwierigen Heimatmarkt und den USA zu werden, wo billigere Nachahmermedikamente den Umsatz bedrohen. Durch die Übernahme erhielt der Konzern auf einen Schlag Zugang zu den schnell wachsenden Schwellenländern. Von dem Stellenabbau ist damit auch Altana Pharma, die Pharmasparte des früheren Dax-Konzerns Altana betroffen, die 2006 von der viel kleineren und von Finanzinvestoren geführten Firma Nycomed gekauft wurde.

Am Mittwoch erfährt zudem die Belegschaft von Nycomed/Takeda, wie es an den Standorten Konstanz und Singen weitergeht. Die Sorge vor einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen sei vor allem in Konstanz sehr groß, hieß es zuletzt aus Unternehmenskreisen./ep/jha/wiz

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