Börsen in Asien Uneinheitlich, Taiwan Semiconductor Manufacturing legen zu
Tokio (aktiencheck.de AG) - Nachdem die Wall Street ihre anfänglich höheren Zugewinne am Dienstag im Handelsverlauf nicht ganz verteidigen konnte, war am Mittwoch an den wichtigsten asiatischen Aktienmärkten keine einheitliche Tendenz auszumachen. Der DAXglobal Asia (ISIN DE000A0LLPW4/ WKN A0LLPW), der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verschlechtert sich derzeit um 0,09 Prozent auf 327,29 Punkte.
In Japan wirkten am Mittwoch die positiven internationalen Konjunkturdaten sowie nachlassende Sorgen im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise nach. Vor diesem Hintergrund konnte der Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) zum Handelsende um 0,99 Prozent auf 8.550,58 Stellen zulegen. Nach anfänglichen Verlusten gewannen dabei insbesondere in der zweiten Handelshälfte die Käufer die Überhand. Positiv entwickelte sich auch der breiter gefasste Topix, der um 0,47 Prozent auf 734,98 Punkte anstieg. Die japanische Industrieproduktion ist im November 2011 gesunken. Dies gab das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) heute bekannt. So verringerte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,2 Prozent. Im Oktober hatte der Output der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft hingegen um 0,1 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats gelegen. Binnen Monatsfrist gab die Industrieproduktion um revidiert 2,7 (vorläufig: -2,6) Prozent ab, gegenüber einem Plus von 2,2 Prozent im Oktober. Auf dem Einkaufszettel der Investoren standen vor dem Hintergrund von Hoffnungen auf eine weitere Markterholung auch die Aktien von Wertpapierhandelshäusern. So verteuerten sich beispielsweise Nomura Holdings um 2,4 Prozent. Daneben ging es für Takeda Pharmaceutical (ISIN JP3463000004/ WKN 853849) um 0,5 Prozent nach oben. Der größte Pharmakonzern in Japan teilte mit, dass man im Zuge der Integration des schweizerischen Konkurrenten Nycomed strategische Maßnahmen durchführen wird, darunter ein Stellenabbau und die Zusammenlegung von Aktivitäten. So beabsichtigt der Konzern, insgesamt rund 2.800 Arbeitsplätze abzubauen. Davon sind 2.100 Stellen vor allem in Europa und 700 in den USA (Takeda Pharmaceuticals North America) betroffen. Die Kürzungen sollen bis Ende des Geschäftsjahres 2015 (zum 31. März 2016) umgesetzt werden und betreffen die Bereiche R&D, Commercial, Operations und G&A. Die Restrukturierung wird nach Angaben von Takeda für den Zeitraum zwischen dem Geschäftsjahr 2011 und dem Geschäftsjahr 2015 insgesamt rund 70 Mrd. Japanische Yen (JPY) kosten. Während dieser Zeit geht man von Synergien in Höhe von ca. 200 Mrd. JPY aus. Die geplanten Maßnahmen werden das Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 zum 31. März 2012 mit schätzungsweise 35 Mrd. JPY negativ beeinflussen.
Taiwan Semiconductor Manufacturing (ISIN US8740391003/ WKN 909800) verbesserten sich um 1,5 Prozent. Der weltgrößte Auftrags-Chiphersteller musste im vierten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Zurückzuführen war dies auf eine weltweit schwächere Nachfrage. Der Nettogewinn belief sich auf 31,6 Mrd. Taiwan-Dollar (TWD), gegenüber 40,7 Mrd. TWD im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 30,9 Mrd. TWD ausgegangen. Der Umsatz sank zum Vorjahr um 4,9 Prozent auf 104,7 Mrd. TWD. Die Bruttomarge lag bei 44,7 Prozent.
Uneinheitlich tendierten heute die Märkte in China. In Shanghai verschlechterte sich der Shanghai Composite im Vorfeld des anstehenden Mondneujahrsfestes und vor dem Hintergrund eines schwachen Konjunkturausblicks der Weltbank um 1,39 Prozent auf 2.266,38 Zähler. Gleichzeitig rückte in Hongkong der Hang Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733) um 0,30 Prozent auf 19.686,92 Zähler vor. Die Weltbank geht in ihrem Konjunkturausblick für 2012 zwar von einem langsameren, aber immer noch kräftigen Wirtschaftswachstum in China aus. So sind von der weltweiten Krise auch die Schwellen- und Entwicklungsländer betroffen. In der Folge werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Reich der Mitte in 2012 nur noch um 8,4 Prozent zulegen, nach 9,1 Prozent im vergangenen Jahr. Die chinesischen Häuserpreise haben sich unterdessen im Dezember nach Angaben der nationalen Statistikbehörde reduziert. So fielen die Immobilienpreise gegenüber dem Vormonat in 52 der insgesamt 70 beobachteten wichtigen Städten, darunter Peking, Shanghai und Guangzhou. Im November war in 49 Städten ein Rückgang festgestellt worden. Die ausländischen Direktinvestitionen nach China sind schließlich im Dezember nach Angaben des Handelsministeriums mit gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat gingen die Direktinvestitionen um 12,7 Prozent auf 12,2 Mrd. US-Dollar zurück. Davor waren sie im November um 9,8 Prozent geschrumpft. Im Gesamtjahr lagen die Direktinvestitionen mit 116 Mrd. US-Dollar um 9,7 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. In 2010 war ein Plus von 17,4 Prozent ausgewiesen worden. Bei Banktiteln war heute keine eindeutige Tendenz auszumachen. Während sich HSBC um 0,7 Prozent verteuerten und CCB auf Vortagesniveau aus dem Handel gingen, ging es für Bank of China und ICBC um 0,3 bzw. 0,4 Prozent nach unten.
Aus Indien werden derzeit knapp rote Vorzeichen gemeldet. Der Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) verschlechtert sich momentan um 0,09 Prozent auf 16.451,47 Punkte. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich dabei die Anteilsscheine des Öl- und Gasunternehmens Reliance Industries mit einem Zugewinn von 4,9 Prozent wieder. Gleichzeitig trennen sich die Investoren bevorzugt von den Titeln von Tata Steel, die mit einem Verlust von 4,1 Prozent den letzten Platz einnehmen.
Nikkei 225 (Japan): 8.550,58 (+0,99 Prozent) TOPIX (Japan): 734,98 (+0,47 Prozent) Hang Seng (China): 19.686,92 (+0,30 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.266,38 (-1,39 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.892,39 (-0,02 Prozent) SENSEX (Indien): 16.451,47 (-0,09 Prozent) JSX (Indonesien): 3.978,13 (+0,59 Prozent) STI (Singapur): 2.795,40 (-0,73 Prozent) (18.01.2012/ac/n/m)

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