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Börsen in Europa am Morgen Im Plus, Alstom marschieren vor

 |  19.01.2012, 10:45  |  490 Aufrufe  |   0  | 

Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes notieren im frühen Donnerstaghandel im Plus. Dabei stützen die positiven Vorgaben aus den USA und Asien. Allerdings könnten die zahlreichen am Nachmittag anstehenden US-Konjunkturdaten die Märkte im späteren Handel noch deutlich in die ein- oder andere Richtung bewegen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewinnt derzeit 0,28 Prozent auf 2.397,35 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) verbessert sich um 0,05 Prozent auf 2.437,25 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigen eine positive Tendenz.

Carrefour (ISIN FR0000120172/ WKN 852362) verschlechtern sich als schwächster Wert im französischen Leitindex CAC 40 um 3 Prozent, nachdem der Handelskonzern im vierten Quartal 2011 nicht das Umsatzniveau des Vorjahresquartals erreichen konnte. So schrumpfte der Umsatz um 1,0 Prozent auf 24,15 Mrd. Euro (inkl. Benzinverkäufe, neuer Läden und nach Währungseffekten). Ohne die Erlöse aus dem Benzinverkauf ist der vergleichbare Umsatz um 1,9 Prozent gesunken. Im Gesamtjahr 2011 hatte Carrefour 91,51 Mrd. Euro umgesetzt, ein Plus von 1,1 Prozent. Bereinigt um Benzinverkauf ging der vergleichbare Umsatz um 0,6 Prozent zurück. Beim operativen Ergebnis erwartet der Konzern weiterhin ein Minus von 15 bis 20 Prozent gegenüber 2010. An der Indexspitze legen indes Alstom (ISIN FR0010220475/ WKN A0F7BK) um 8 Prozent zu. Der Industriekonzern verlautbarte, dass sein Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2011/12 deutlich zulegen konnte, der Umsatz jedoch gesunken ist. Der Konzernumsatz belief sich auf 14,26 Mrd. Euro, im Vergleich zu 15,68 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Rückgang um 9 Prozent (organisch: -11 Prozent) hängt vor allem mit einer deutlich schwächeren Entwicklung im Bereich Renewable Power zusammen. Der Auftragseingang erreichte nach neun Monaten indes 15,08 Mrd. Euro, gegenüber dem Vorjahreswert von 12,53 Mrd. Euro. Dies bedeutet ein Plus von 20 Prozent (organisch: +18 Prozent).

In Frankreich geben im breiten Markt Remy Cointreau (ISIN FR0000130395/ WKN 883206) um 4,7 Prozent nach. Der Spirituosenhersteller hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 einen deutlichen Umsatzanstieg ausgewiesen. So lag der Umsatz in den neun Monaten zum 30. Dezember 2011 mit 821 Mio. Euro um 18,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Das organische Umsatzwachstum betrug 22,9 Prozent. Profitiert hat man im Berichtszeitraum von einer starken Nachfrage in sämtlichen Regionen der Welt. Das dritte Quartal zeigte sich mit einem Wachstum von 30,5 Prozent als stärkstes Quartal im bisherigen Fiskaljahr.

Für Ahold (ISIN NL0006033250/ WKN A0MZBE) geht es um 1,4 Prozent nach unten. Der Einzelhandelskonzern gab heute sein Trading Statement für das vierte Quartal bzw. das Gesamtjahr 2011 bekannt. So belief sich der Konzernumsatz im Schlussquartal auf 7,29 Mrd. Euro, gegenüber 6,98 Mrd. Euro im vierten Quartal 2010. Auf Basis konstanter Währungen entspricht dies einem Plus von 4,3 Prozent. Im Gesamtjahr 2011 stieg der Konzernumsatz um 2,5 Prozent auf 30,27 Mrd. Euro. Bei konstanten Währungen wurde ein Wachstum von 5,5 Prozent ausgewiesen.

In Großbritannien verteuern sich SABMiller (ISIN GB0004835483/ WKN 861038) um 0,3 Prozent. Der Bierkonzern konnte sein Absatzvolumen im dritten Geschäftsquartal steigern. So erhöhte sich das Absatzvolumen im dritten Quartal zum 31. Dezember 2010 um 3 Prozent. Hierzu trugen alle Regionen mit Ausnahme von Europa und Nordamerika bei. Wie weiter mitgeteilt wurde, wuchs der organische Umsatz im Konzern auf Basis konstanter Währungen im dritten Quartal um 7 Prozent. Dabei profitierte SABMiller u.a. von Preisvorteilen.

Sony Ericsson Mobile Communications AB, ein Joint Venture des schwedischen Telekommunikationsausrüsters Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001) und der japanischen Sony (ISIN JP3435000009/ WKN 853687) verlautbarte heute, dass sie im vierten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat. Auch im Gesamtjahr ist der Mobiltelefonhersteller, der bald komplett zu Sony gehören wird, in die roten Zahlen gerutscht. Hintergrund sind ein harter Wettbewerb, eine schwächere Entwicklung der Weltwirtschaft und Restrukturierungen. So wurde im Schlussquartal ein Nettoverlust von 207 Mio. Euro erwirtschaftet, gegenüber einem Gewinn von 8 Mio. Euro im vierten Quartal 2010. Das operative Ergebnis fiel von 39 Mio. Euro im Vorjahr auf nun -227 Mio. Euro. Die operative Marge lag bei -18 Prozent (Vorjahr: 3 Prozent). Der Umsatz reduzierte sich von 1,53 Mrd. Euro auf 1,29 Mrd. Euro. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 wurde den Angaben zufolge ein Nettoverlust von 247 Mio. Euro ausgewiesen, gegenüber einem Gewinn von 90 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz verringerte sich von 6,29 Mrd. Euro auf 5,21 Mrd. Euro, hieß es. Ericsson verbessern sich daraufhin um 2 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.397,35 (+0,28 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.437,25 (+0,05 Prozent) FTSE 100 (London): 5.707,00 (+0,08 Prozent) CAC40 (Paris): 3.283,61 (+0,57 Prozent) MIB (Mailand): 15.317,48 (+0,26 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.469,40 (+0,58 Prozent) SMI (Zürich): 6.137,10 (+0,34 Prozent) ATX (Wien): 1.973,69 (+0,67 Prozent) (19.01.2012/ac/n/m)

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