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Börse Frankfurt am Morgen Verhaltener Auftakt, Commerzbank weiter im Aufwind

 |  20.01.2012, 09:59  |  765 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nachdem die wichtigsten deutschen Aktienindizes gestern in der Gewinnzone notierten, sind heute kurz nach Handelsbeginn rote Vorzeichen auszumachen. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verliert aktuell 0,34 Prozent auf 6.394,51 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um 0,41 Prozent auf 9.798,01 Stellen nachgibt. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 0,22 Prozent auf 4.594,01 Zähler nach oben. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) fällt um 0,60 Prozent zurück auf 747,41 Punkte. Der Bund-Future gibt indes um 0,12 Prozent nach auf 138,79 Punkte, während der Euro um 0,17 Prozent auf 1,2939 US-Dollar sinkt.

Die US-Indizes sind am Donnerstag mit weiteren Kursgewinnen aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gewann 0,37 Prozent auf 12.625,19 Punkte, während der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um 0,67 Prozent auf 2.788,33 Zähler zulegte. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) verbesserte sich um 0,49 Prozent auf 1.314,50 Punkte. Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den guten Vorgaben der US-Börsen freundlich. Nach der positiven Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 1,47 Prozent bei 8.766,36 Punkten.

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, sind die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte im Dezember 2011 erneut deutlich aber mit vermindertem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der Index um 4,0 Prozent. Im November 2011 hatte die Jahresveränderungsrate sogar bei 5,2 Prozent und im Dezember 2010 bei 5,3 Prozent gelegen. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise um 2,0 Prozent höher als im Dezember 2010. Gegenüber November 2011 sanken sie leicht um 0,1 Prozent. Binnen Monatsfrist schrumpfte der Preisindex um 0,4 Prozent. Davor waren die Erzeugerpreise im November 2011 um 0,1 Prozent und im Dezember 2010 um 0,7 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2011 waren die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte um 5,7 Prozent höher als im Vorjahr. Das war die höchste Veränderungsrate seit 1982 (+6,0 Prozent). 2010 lag sie bei +1,6 Prozent, 2009 war sie um 4,2 Prozent zurückgegangen. Den größten Einfluss auf die Entwicklung der Erzeugerpreise hatten in 2011 die steigenden Energiepreise. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise stiegen die Erzeugerpreise 2011 gegenüber dem Vorjahr nur um 3,5 Prozent (2010 gegenüber 2009: +1,7 Prozent).

Im DAX setzen sich kurz nach Handelsbeginn erneut Aktien der Commerzbank mit einem Plus von 3,1 Prozent an die Spitze. Die Unternehmensaktie war bereits gestern um 15 Prozent in die Höhe geschossen, nachdem die Bank mitgeteilt hatte, die EBA-Eigenkapitalanforderung aus eigener Kraft erfüllen zu können. Auf dem zweiten und dritten Platz legen aktuell Deutsche Bank um 1,0 Prozent) und Munich Re um 0,6 Prozent zu. In der langen Liste der Verlierer finden sich insbesondere Automobilwerte wieder. So geben BMW, Volkswagen und Daimler am unteren Ende zwischen 0,6 Prozent und 1,2 Prozent ab. Die rote Laterne wird indes aktuell von Bayer (-1,5 Prozent) gehalten.

Im MDAX klettern Papiere von BayWa um 1,5 Prozent nach oben und markieren damit die Indexspitze. Anteile von TUI (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) behaupten sich mit einem Zugewinn von 1,1 Prozent auf dem dritten Platz. Der Konzern beginnt laut Medienberichten mit der Suche eines Nachfolgers für Konzernchef Michael Frenzel (64), dessen Vertrag Ende März 2014 ausläuft. Am unteren Ende stechen Aktien von Wacker Chemie mit einem Minus von 4,6 Prozent hervor.

Spitzenreiter im TecDAX sind aktuell Papiere von EVOTEC mit einem Zugewinn von 3,4 Prozent. Aktien von ADVA (ISIN DE0005103006/ WKN 510300) geben geringfügig um 0,1 Prozent nach. Der Netzwerkspezialist meldete heute, dass sein Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen haben, der am 24. Mai 2012 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, die Gesellschaft in eine Europäische Gesellschaft mit dem Namen ADVA Optical Networking SE umzuwandeln. Die Umwandlung soll die Flexibilität der Organisationsstruktur von ADVA erhöhen. Sitz und Hauptverwaltung des Unternehmens werden auf absehbare Zeit in Deutschland bleiben, hieß es. Am Indexende verlieren centrotherm 6,8 Prozent an Wert.

DAX: 6.394,51 (-0,34 Prozent) MDAX: 9.798,01 (-0,41 Prozent) SDAX: 4.594,01 (+0,22 Prozent) TecDAX: 747,41 (-0,60 Prozent) (20.01.2012/ac/n/m)

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