Währungen Januar 2012 Euro wankt auf wackeligen Beinen ins neue Jahr
Betrachtungen wichtiger Währungspaare durch die Analysten der DekaBank:
EUR-USD: Obwohl die Finanzmärkte freundlich in das Jahr 2012 gestartet sind, hat sich der Euro bisher hauptsächlich von seiner schwachen Seite gezeigt. Fortschritte bei der Lösung der Euroland-Schuldenproblematik werden der Gemeinschaftswährung helfen. Erfolgreiche Verhandlungen über den Schuldenschnitt für Griechenland sollten hier ein erster Meilenstein sein. Die Analysten der DekaBank zeigen sich weiterhin vorsichtig optimistisch für den Euro.
EUR-JPY: Der EUR-JPY-Kurs ist mit der gestiegenen Euro-Skepsis unter die Marke von 100 gefallen. Es gibt nun aber von der Zinsseite her nur noch minimale Spielräume für einen noch stärkeren Yen. Entscheidender für die Wechselkursentwicklung dürfte allerdings die Stimmung der Marktteilnehmer sein. Die Deka-Experten rechnen mit einer allmählichen Verbesserung, die dem Euro wieder zu etwas mehr Stärke verhelfen sollte.
EUR-GBP: Das Pfund ist derzeit reiner Profiteur der Euro-Schwäche. Das sehr pessimistisches Bild für die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs und die Erwartung einer nochmaligen Lockerung der Geldpolitik der Bank of England sollten zu einem schwächeren Pfund in den nächsten Monaten führen.
EUR-CHF: Der von der Schweizer Notenbank festgesetzte EUR-CHF-Mindestkurs von 1,20 hält und wird halten. Eine vielfach diskutierte Anpassung des Mindestkurses nach oben halten die Deka-Analysten aber für äußerst unwahrscheinlich.
EUR-SEK: Seit Ende November befindet sich die Schwedenkrone im Aufwind. Die jüngste Entwicklung erscheint aber etwas übertrieben, sodass Rückschläge möglich sind. Längerfristig bleibt die Krone jedoch interessant.
EUR-NOK: Auch die Norwegerkrone hat sich in den letzten Wochen gegenüber dem Euro mehr als behauptet. Dabei profitiert sie nicht nur von der Euro-Schwäche, sondern auch von einem nach wie vor hohen Ölpreis. Weiterhin sei mit einer stabilen bis leicht stärker werdenden Norwegischen Krone zu rechnen.
EUR-CAD: Der Kan-Dollar folgt gewöhnlich - wie auch zuletzt – dem US-Dollar, und im Zweifelsfall setzt er sogar noch einen obendrauf. Wenn perspektivisch mit einem schwächeren US-Dollar gerechnet wird, färbe dies auch auf die kanadische Währung ab, die gegenüber dem US-Dollar aber stark bleiben sollte.
EUR-AUD: Der Australdollar erreichte gegenüber dem Euro zuletzt fast abstrus hohe Niveaus. Vor diesem Hintergrund fällt es nicht schwer, eine leichte Abschwächung der australischen Währung vorherzusagen, die allerdings mit einer gewissen Entspannung in Sachen Eurolandkrise einhergehen muss.
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