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Börse Frankfurt Schluss Im Minus, Commerzbank und TUI gesucht

 |  20.01.2012, 18:16  |  2782 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notierten im Freitagshandel in der Verlustzone. Dabei stand erneut die Suche nach einer Lösung der griechischen Schuldenproblematik im Fokus der Marktteilnehmer. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verlor zuletzt 0,18 Prozent auf 6.404,39 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) gab um 0,42 Prozent nach auf 9.797,35 Stellen. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es derweil um 0,53 Prozent nach oben auf 4.608,34 Zähler, während der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um 0,89 Prozent auf 745,20 Punkte zurückfiel. Der Bund Future verlor zuletzt 0,61 Prozent auf 138,11 Zähler, während der Euro um 0,20 Prozent auf 1,2935 Dollar nachgab.

In den USA tendieren die wichtigsten Indizes zur Stunde uneinheitlich. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gewinnt aktuell 0,34 Prozent, während der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um 0,27 Prozent nachgibt. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) verliert unterdessen 0,33 Prozent.

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, sind die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte im Dezember 2011 erneut deutlich aber mit vermindertem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der Index um 4,0 Prozent. Im November 2011 hatte die Jahresveränderungsrate sogar bei 5,2 Prozent und im Dezember 2010 bei 5,3 Prozent gelegen. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise um 2,0 Prozent höher als im Dezember 2010. Gegenüber November 2011 sanken sie leicht um 0,1 Prozent. Binnen Monatsfrist schrumpfte der Preisindex um 0,4 Prozent. Davor waren die Erzeugerpreise im November 2011 um 0,1 Prozent und im Dezember 2010 um 0,7 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2011 waren die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte um 5,7 Prozent höher als im Vorjahr. Das war die höchste Veränderungsrate seit 1982 (+6,0 Prozent). 2010 lag sie bei +1,6 Prozent, 2009 war sie um 4,2 Prozent zurückgegangen. Den größten Einfluss auf die Entwicklung der Erzeugerpreise hatten in 2011 die steigenden Energiepreise. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise stiegen die Erzeugerpreise 2011 gegenüber dem Vorjahr nur um 3,5 Prozent (2010 gegenüber 2009: +1,7 Prozent).

Im DAX lagen auch heute Aktien der Commerzbank mit einem Plus von 6,3 Prozent an der Spitze. Die Unternehmensaktie war bereits gestern um 15 Prozent in die Höhe geschossen, nachdem die Bank mitgeteilt hatte, die EBA-Eigenkapitalanforderung aus eigener Kraft erfüllen zu können. Auf dem zweiten und dritten Platz legen aktuell adidas um 1,6 Prozent und FMC 1,1 Prozent zu. ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) befindet sich eigenen Angaben zufolge auf gutem Weg, die im Mai 2011 beschlossene strategische Weiterentwicklung umzusetzen. Wie der der Stahl- und Technologiekonzern heute mitteilte, will er durch die Portfolio-Optimierung den Verschuldungsgrad reduzieren, das Rating verbessern und mittelfristig wieder mehr finanziellen Handlungsspielraum für Investitionen erreichen. Darüber hinaus soll die Ertragskraft des Konzerns deutlich verbessert werden. Für das erste Quartal 2011/2012 erwartet der Konzern weiterhin ein bereinigtes EBIT, das deutlich unter dem Vergleichsquartal des vorherigen Geschäftsjahres liegt. Die Unternehmensaktie reagierte mit einem Plus von 1 Prozent.

Anteile der BASF (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) verloren 1,1 Prozent an Wert. Der Konzern veräußert seinen 50-prozentigen Anteil an PEC-Rhin an den Joint Venture-Partner GPN, der zum französische Ölkonzern Total S.A. (ISIN FR0000120271/ WKN 850727) gehört. Weiteren Angaben zufolge verläuft der im September bekannt gegebene Verkauf der BASF Düngemittel-Aktivitäten in Antwerpen, Belgien, an EuroChem wie geplant, vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Der Gesamtwert beider Transaktionen wird in Höhe von rund 700 Mio. Euro erwartet. Die BASF plant die Verkäufe bis zum Ende des ersten Quartals 2012 abzuschließen. Die rote Laterne wurde zuletzt von RWE (-2,6 Prozent) gehalten.

Im MDAX kletterten Papiere von TUI (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) um 1,8 Prozent nach oben. Der Konzern beginnt laut Medienberichten mit der Suche eines Nachfolgers für Konzernchef Michael Frenzel (64), dessen Vertrag Ende März 2014 ausläuft. Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) meldete derweil, dass Airbus in Hamburg die A320 mit der Seriennummer (MSN) 5000 an die nationale libanesische Fluggesellschaft Middle East Airlines (MEA) ausgeliefert hat. Die Übergabe stellt einen wichtigen Meilenstein für Airbus und die A320-Familie zum Jahresauftakt dar. Die Produktion wird im ersten Quartal 2012 von 38 auf 40 Flugzeuge pro Monat hochgefahren. Ferner werden die zu EADS gehörende Cassidian und Rheinmetall (ISIN DE0007030009/ WKN 703000) die bisherigen Aktivitäten von Rheinmetall im Bereich der unbemannten Flugsysteme künftig gemeinsam im Rahmen eines Joint Venture betreiben. Die Übertragung der Eigentumsanteile an Cassidian soll bis Mitte 2012 erfolgen. Aus Sicht der beiden Partner wird der Produktbereich Flugsysteme durch das Gemeinschaftsunternehmen Zugriffsmöglichkeiten auf breitere Entwicklungsressourcen sowie internationale Marktzugänge erhalten. Die EADS-Aktie gewann 1,1 Prozent, während Papiere von Rheinmetall um 0,3 Prozent nachgaben. Am unteren Ende des MDAX stachen Aktien von Sky Deutschland und Wacker Chemie mit einem Minus von 5,5 Prozent bzw. 5,8 Prozent hervor.

Spitzenreiter im TecDAX waren Papiere von EVOTEC mit einem Zugewinn von 6,4 Prozent. Aktien von ADVA (ISIN DE0005103006/ WKN 510300) gaben um 3,2 Prozent nach. Der Netzwerkspezialist meldete heute, dass sein Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen haben, der am 24. Mai 2012 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, die Gesellschaft in eine Europäische Gesellschaft mit dem Namen ADVA Optical Networking SE umzuwandeln. Die Umwandlung soll die Flexibilität der Organisationsstruktur von ADVA erhöhen. Sitz und Hauptverwaltung des Unternehmens werden auf absehbare Zeit in Deutschland bleiben, hieß es. Am Indexende verlieren centrotherm 9,6 Prozent an Wert.

DAX: 6.404,39 (-0,18 Prozent) MDAX: 9.797,35 (-0,42 Prozent) SDAX: 4.608,34 (+0,53 Prozent) TecDAX: 745,20 (-0,89 Prozent) (20.01.2012/ac/n/m)

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