Börsen in Europa am Mittag Leicht im Plus, Erste Group Bank im Höhenflug
Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen präsentieren sich zur Mittagszeit etwas freundlicher. Wie bereits in den vergangenen Handelstagen lasten weiterhin die Sorgen um die anhaltenden Schuldenverhandlungen Griechenlands auf der Stimmung der Anleger. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) legt derzeit um 0,51 Prozent zu auf 2.439,42 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gewinnt 0,19 Prozent auf 2.452,51 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notieren inzwischen mehrheitlich leicht im positiven Bereich.
Die Wall Street dürfte heute etwas freundlicher in den Handel starten. So gewinnt der Dow Jones Future derzeit 0,24 Prozent. Der NASDAQ-Future klettert indes um 0,4 Prozent nach oben, während der S&P-Future um 0,02 Prozent anzieht. In den USA stehen heute keine konjunkturrelevanten Meldungen auf der Agenda.
Das Geschäftsklima im französischen Verarbeitenden Gewerbe hat sich im Januar 2012 verschlechtert. Dies gab die nationale Statistikbehörde INSEE heute bekannt. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Stimmungsindex auf 91 Punkte, während Volkswirte mit einem Wert von 94 Punkten gerechnet hatten. Hierbei handelt es sich um den niedrigsten Wert der letzten 21 Monate. Im Vormonat war noch ein Indexstand von 94 Punkten ermittelt worden.
Die spanische Wirtschaft ist im vierten Quartal 2011 mit abgebremstem Tempo gewachsen. So kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,3 Prozent, nachdem es im dritten Quartal 2011 noch um 0,8 Prozent gestiegen war. Im Vergleich zum Vorquartal ist die Wirtschaftsleistung Spaniens um 0,3 Prozent geschrumpft, nach einem unveränderten Niveau im dritten Quartal 2011. Hierbei handelt es sich um den ersten Rückgang seit zwei Jahren. Im Gesamtjahr 2011 ist das BIP damit um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr geklettert.
Die Konjunkturerwartungen für den mittel- und osteuropäischen Raum inklusive der Türkei (CEE) haben sich im Januar 2012 indes verbessert. Der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der Ersten Group Bank ermittelte Konjunkturindikator CEE, der die Einschätzung der Experten bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region auf Sicht von sechs Monaten widerspiegelt, stieg um 18,8 Punkte auf -26,6 Punkte. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone kletterten dabei um 30,9 Punkte auf -32,7 Punkte. Die Beurteilung der aktuellen Wirtschaftslage in der CEE-Region liegt im Januar bei -15,2 Punkten und ist damit gegenüber dem Vormonat nur gering verändert. Mit einem Stand von -58,0 Punkten ist auch die Einschätzung der Experten hinsichtlich der aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Eurozone fast gleich geblieben.
Aktien von Ahold (ISIN NL0006033250/ WKN A0MZBE) fallen im niederländischen AEX aktuell um 0,4 Prozent zurück. Der Einzelhandelskonzern hat in der Zeit vom 16. bis einschließlich 20. Januar 2012 insgesamt 2.256.797 Aktien zurückgekauft. Unternehmensangaben zufolge wurden die Anteilsscheine im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms zum Preis von durchschnittlich 10,1833 Euro pro Aktie erworben. Insgesamt entspreche dies einem Kaufpreis von 22,98 Mio. Euro, hieß es. Der Konzern hat das Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,0 Mrd. Euro am 3. März 2011 angekündigt. Bisher wurden im Rahmen dieses Programms 87.508.794 Anteilsscheine für insgesamt rund 799,30 Mio. Euro zurückgekauft.
Papiere von Outokumpu (ISIN FI0009002422/ WKN 885421) legen aktuell in Helsinki um 12,3 Prozent zu. Der finnische Stahlkonzern hat Medienberichte über einen möglichen Zusammenschluss mit der zum deutschen Stahlkocher ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) gehörenden Edelstahlsparte Inoxum bestätigt. Unternehmensangaben zufolge befindet man sich derzeit in Gesprächen mit ThyssenKrupp, um mögliche strategische Optionen auszuloten. In diesem Zusammenhang werde auch ein möglicher Zusammenschluss von Outokumpu und Inoxum erwogen. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es jedoch keinerlei Gewissheit darüber, ob es tatsächlich zu einer Transaktion kommen werde, hieß es. Papiere von Nokia (ISIN FI0009000681/ WKN 870737) gewinnen aktuell 0,3 Prozent hinzu. Nokia Siemens Networks (NSN), ein Joint Venture von Nokia und Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610), hat sich einem Medienbericht zufolge eine milliardenschwere Kreditfazilität von einem Bankenkonsortium gesichert.
Im Schweizer SMI werden nach wie vor Finanztitel gesucht. Anteile der Credit Suisse setzen sich mit einem Plus von 2,4 Prozent an die Spitze. UBS und Zurich Financial Services legen um 2,3 Prozent bzw. 1,1 Prozent zu. Julius Baer liegen mit 0,7 Prozent im Plus. An letzter Stelle verlieren Swisscom 0,9 Prozent an Wert.
Anteilscheine von Barry Callebaut (ISIN CH0009002962/ WKN 914661) klettern um 1,1 Prozent nach oben. Der Schokoladenhersteller gab heute bekannt, dass er mit dem Konsumgüterkonzern Unilever (ISIN NL0000009355/ WKN A0JMZB) (-0,3 Prozent) eine neue langfristige globale Partnerschaftsvereinbarung geschlossen hat. Im Zuge der Vereinbarung wird Barry Callebaut rund 22 Mio. Schweizer Franken in den Ausbau seines weltweiten Fabrikationsnetzes investieren, um die Kapazität bereitzustellen, die für diese langfristige Partnerschaft erforderlich ist. Die Produktion der zusätzlichen Volumen wird umgehend aufgenommen und über die nächsten zwölf Monate schrittweise erhöht.
Die Aktie der Erste Group Bank (ISIN AT0000652011/ WKN 909943) schießen in Wien um 9,4 Prozent in die Höhe. Wie aus einer Pressemitteilung des Kreditinstituts hervorgeht, wurde am heutigen Montag die dritte Bankanleihe, die im Jahr 2009 mit einer Garantie der Republik Österreich begeben worden ist, getilgt.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.439,42 (+0,51 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.452,51 (+0,19 Prozent) FTSE 100 (London): 5.769,64 (+0,72 Prozent) CAC40 (Paris): 3.339,93 (+0,55 Prozent) MIB (Mailand): 15.880,06 (+1,59 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.604,20 (+0,51 Prozent) SMI (Zürich): 6.124,18 (+0,02 Prozent) ATX (Wien): 2.071,79 (+2,58 Prozent) (23.01.2012/ac/n/m)

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