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Börsen in Europa am Morgen Verluste, KPN brechen ein

 |  24.01.2012, 10:43  |  500 Aufrufe  |   0  | 

Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes tendieren im frühen Dienstaghandel im Minus. Die Stimmung der Investoren wird dabei durch den anhaltenden Poker um eine Endschuldung Griechenlands belastet. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert derzeit 0,55 Prozent auf 2.427,93 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) verschlechtert sich um 0,53 Prozent auf 2.441,07 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigen eine negative Tendenz.

In Frankreich verschlechtern sich als schwächster Wert im Leitindex CAC 40 STMicroelectronics (ISIN NL0000226223/ WKN 893438) um 5,7 Prozent. Der größte Chip-Hersteller in Europa meldete am Montag nach US-Börsenschluss, dass man im vierten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat, was mit einer schwachen Entwicklung bei ST-Ericsson und einem Umsatzrückgang zusammenhängt. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch übertroffen. Der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 11 Mio. US-Dollar bzw. 1 Cent pro Aktie, nach einem Gewinn von 219 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der jüngste Verlust ebenfalls bei 1 Cent (Vorjahr: +27 Cents) pro Aktie. Der Umsatz verringerte sich von 2,83 Mrd. US-Dollar auf 2,19 Mrd. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 3 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 2,23 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich unterdessen GDF SUEZ mit einem Zugewinn von 1,7 Prozent wieder. Auf den Plätzen zwei und drei folgen EDF und Veolia Environnement mit Aufschlägen von 1,1 bzw. 0,8 Prozent.

KPN (ISIN NL0000009082/ WKN 890963) geben um 6,3 Prozent nach. Der Telekommunikationskonzern musste im vierten Quartal angesichts hoher Einmalbelastungen einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz lag im Berichtszeitraum mit 3,38 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert von 3,39 Mrd. Euro. Beim EBITDA verbuchte KPN einen Rückgang auf 1,32 Mrd. Euro, nach 1,36 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte lag das EBITDA im Berichtsquartal bei 1,34 Mrd. Euro. Beim operativen Gewinn verzeichnete man einen Rückgang auf 436 Mio. Euro, nach 771 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt wurde beim EBIT gegenüber dem Vorjahreswert ein Minus von 4,8 Prozent auf 734 Mio. Euro ausgewiesen. Unter dem Strich wies KPN beim Nettogewinn einen Rückgang auf 176 Mio. Euro aus, nach 475 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um hohe Einmaleffekte sank der Nettogewinn auf 457 Mio. Euro, nach 475 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Für das laufende Fiskaljahr 2012 erwartet KPN ein bereinigtes EBITDA von 4,7 bis 4,9 Mrd. Euro.

Nordea Bank (ISIN SE0000427361/ WKN 911244) verzeichnete im vierten Quartal einen Gewinnanstieg. Zwar lag der operative Gewinn im Berichtszeitraum bei 1,03 Mrd. Euro, nach 1,07 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter wurde aber dank einer geringeren Steuerbelastung ein Anstieg auf 785 Mio. Euro ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 769 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Anteilsscheine der Bankgesellschaft verlieren 0,4 Prozent an Wert.

Zahlen werden heute auch aus Österreich gemeldet. Vienna Insurance Group (ISIN AT0000908504/ WKN A0ET17) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr trotz der schwierigen Rahmenbedingungen nach vorläufigen Berechnungen einen Gewinnanstieg ausweisen. So erzielte der Versicherungskonzern im Geschäftsjahr 2011 verrechnete unkonsolidierte Prämien von 9 Mrd. Euro, was einem Plus von rund 3,4 Prozent entspricht. Im Bereich Nicht-Leben habe man sogar ein Prämienwachstum von 4,9 Prozent auf 5,1 Mrd. Euro zu verzeichnen gehabt. In derLebensversicherung erwirtschaftete der Konzern insgesamt 3,9 Mrd. Euro und damit ein Plus von 1,4 Prozent. Für das Fiskaljahr 2011 erwartet der Versicherer einen konsolidierten Vorsteuergewinn von knapp 560 Mio. Euro, was gegenüber dem Vorjahreswert einer Steigerung von rund 10 Prozent entsprechen würde. Das Papier verbilligt sich um 0,1 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.427,93 (-0,55 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.441,07 (-0,53 Prozent) FTSE 100 (London): 5.755,37 (-0,47 Prozent) CAC40 (Paris): 3.317,27 (-0,63 Prozent) MIB (Mailand): 15.860,48 (-0,30 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.577,00 (-0,49 Prozent) SMI (Zürich): 6.096,85 (-0,50 Prozent) ATX (Wien): 2.061,40 (-1,38 Prozent) (24.01.2012/ac/n/m)

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