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Börse Frankfurt am Mittag Indizes bauen Verluste aus

 |  24.01.2012, 13:17  |  665 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach den Zugewinnen vom Vortag sind bei den wichtigsten deutschen Aktienindizes im Dienstaghandel auch zur Mittagszeit weiter rote Vorzeichen auszumachen. Der anhaltende Poker um die Endschuldung Griechenlands lässt die Investoren vorsichtiger werden, was zu Gewinnmitnahmen führt. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verliert aktuell 1,29 Prozent auf 6.353,89 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um 1,55 Prozent auf 9.699,76 Stellen fällt. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 1,19 Prozent auf 4.611,06 Zähler nach unten. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) verschlechtert sich um 1,75 Prozent auf 735,86 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,17 Prozent auf 137,68 Punkte, während sich der Euro um 0,10 Prozent auf 1,3007 US-Dollar verbilligt.

Die deutschen Frühindikatoren sind im November 2011 gesunken. Dies gab das Conference Board heute bekannt. Demnach schrumpften die Frühindikatoren um 0,2 Prozent. Für Oktober 2011 war hingegen ein Plus von 0,4 Prozent ermittelt worden. Der Auftragseingang in Betrieben des deutschen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verzeichnete im November 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Anstieg. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Eingänge preisbereinigt um 12,5 Prozent, wobei die Nachfrage im Hochbau um 19,0 Prozent und im Tiefbau um 5,1 Prozent zulegte. Gleichzeitig wuchs der Gesamtumsatz um 10,5 Prozent auf rund 9,8 Mrd. Euro. Daneben erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten im Vorjahresvergleich um 16.000 bzw. 2,2 Prozent auf rund 745.000 Personen.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine negative Handelseröffnung ab. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,43 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,61 Prozent nach, während der S&P-Future 0,46 Prozent verliert. Aus den USA werden heute keine besonders wichtigen Konjunkturdaten erwartet.

Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren steht heute der Zahlenausweis von Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610). Der Technologiekonzern verlautbarte, dass er mit einem Umsatzplus ins neue Geschäftsjahr 2012 gestartet ist und trotz des schwierigeren konjunkturellen Umfeldes die Voraussetzungen für künftiges Wachstum schafft. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kletterte der Umsatz im ersten Quartal dank des guten Auftragsbestandes um 2 Prozent, der Auftragseingang lag um 5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auf der Ergebnisseite wurde das Niveau des Vorjahres wegen Projektverzögerungen und gestiegener Investitionen nicht erreicht. Das Ergebnis der Sektoren ging im Vergleich zum Vorjahreswert um 23 Prozent auf 1,60 Mrd. Euro zurück. Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten verschlechterte sich im Berichtszeitraum um 27 Prozent auf 1,36 Mrd. Euro und das entsprechende unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,53 Euro. Der Gewinn nach Steuern reduzierte sich um 17 Prozent auf 1,46 Mrd. Euro, das entsprechende unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 1,64 Euro. Die Aktie verschlechtert sich als drittschwächster Wert im DAX um 4,1 Prozent. Noch größere Abschläge sind mit 4,2 bzw. 4,7 Prozent lediglich bei Deutsche Bank und Commerzbank auszumachen. Die Gewinnerliste im DAX wird gleichzeitig mit einem Plus von 2 Prozent von Fresenius angeführt.

ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172/ WKN 777117) geben um 2,1 Prozent nach. Der Medienkonzern gab bekannt, dass er mit NetCologne, dem regionalen Kabelnetzbetreiber in Köln/Bonn und im Aachener Raum, eine umfangreiche Vereinbarung über die Verbreitung seiner Programme getroffen hat. So werden ab 1. Februar erstmalig die HD-Sender SAT.1 HD, ProSieben HD, kabel eins HD und sixx HD sowie die Pay-TV-Sender der TV-Gruppe über NetCologne vertrieben. Darüber hinaus wurde das bestehende Abkommen über die analoge und digitale SD-Verbreitung der Sendergruppe verlängert. Zusätzlich ist sixx nun analog im gesamten Netz von NetCologne zu empfangen.

Software AG (ISIN DE0003304002/ WKN 330400) verlieren 5,8 Prozent an Wert. Das Unternehmen hat das Geschäftsjahr 2011 mit einem stabilen Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. So war der Umsatz mit 1,1 Mrd. Euro stabil auf dem Rekordniveau des Geschäftsjahrs 2010. Die EBIT-Marge des Konzerns wuchs um 50 Basispunkte auf 24,5 Prozent, was einem EBIT von 269 Mio. Euro entspricht (Vorjahr: 268 Mio. Euro). Der Gewinn nach Steuern lag mit 177 Mio. Euro leicht über dem Vorjahr (175 Mio. Euro). Nordex (ISIN DE000A0D6554/ WKN A0D655) hat einen weiteren Auftrag erhalten. So hat der Turbinenhersteller jetzt vom Projektentwickler ABO Wind den Zuschlag für den Bau von weiteren zwei Windparks mit zusammen dreizehn Anlagen der neuen Binnenlandturbine N117/2400 erhalten. Die in Mittelhessen und Franken geplanten Parks sollen nach Abschluss der Projektfinanzierung noch im laufenden Jahr ans Netz gehen. Der Titel verschlechtert sich um 2,9 Prozent.

Q-Cells (ISIN DE0005558662/ WKN 555866) strebt schließlich zur Restrukturierung ihrer Finanzverbindlichkeiten ein zweistufiges Verfahren an. So ist zunächst eine Einigung mit den Inhabern der Ende Februar 2012 fällig werdenden Wandelschuldverschreibung geplant, die unter anderem eine zeitlich gestaffelte Teilrückzahlung des ausstehenden Anleihevolumens vorsieht. In einem zweiten Schritt sollen kurzfristig mittels eines Schulden- und Kapitalschnitts (sogenannter Debt-to-Equity-Swap) die 2014 und 2015 fälligen Wandelschuldverschreibungen in Eigenkapital überführt werden. Ferner hat Q-Cells eine Neubewertung der Beteiligungsansätze von Tochtergesellschaften sowie des Sachanlagevermögens vorgenommen. Zum 31. Dezember 2011 weist der Einzelabschluss nach HGB nun ein negatives Eigenkapital aus. Die Papiere des Photovoltaik-Unternehmens rauschen um 18,5 Prozent nach unten.

Praktiker (ISIN DE000A0F6MD5/ WKN A0F6MD) geben am Indexende des SDAX um 11,3 Prozent nach. Die Baumarktkette benötigt einem Medienbericht zufolge kurzfristig offenbar dringend einen Kredit, um die Vorfinanzierung des Frühjahrsgeschäfts sicherstellen zu können.

DAX: 6.353,89 (-1,29 Prozent) MDAX: 9.699,76 (-1,55 Prozent) SDAX: 4.611,06 (-1,19 Prozent) TecDAX: 735,86 (-1,75 Prozent) (24.01.2012/ac/n/m)

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