Ausblick Stärkere Eröffnung erwartet
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Aktien haben gestern nach teils kräftigen Abgaben mit moderaten Verlusten geschlossen. Der TecDAX wurde durch einen Einbruch der Aktien von Q-Cells und der Software AG belastet. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) schloss 0,27 Prozent unter der Vortageslinie bei 6.419,22 Punkten, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) 0,89 Prozent auf 8.765,13 Stellen abgab. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es derweil 0,73 Prozent auf 4.632,75 Zähler bergab. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) sackte 1,77 Prozent auf 735,69 Punkte ab.
Asiatische und US-Börsen:
Nach der uneinheitlichen Entwicklung zum Wochenstart ging es an den wichtigsten US-Börsen auch am Dienstag uneinheitlich weiter. Die Stimmung am Markt wurde erneut durch die Unsicherheit im Zusammenhang mit der griechischen Umschuldung belastet. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verlor 0,26 Prozent auf 12.675,75 Punkte, während der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) 0,09 Prozent auf 2.786,61 Zähler zulegte. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) notierte 0,10 Prozent schwächer bei 1.314,63 Punkten. Die Futures notieren derzeit im Plus. So tendiert der Dow Jones Future bei 12.649,00 Punkten (+23,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 2.463,00 Punkten (+25,50 Punkte) und der S&P Future bei 1.315,70 Zählern (+4,30 Punkte).
Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den uneinheitlichen Vorgaben der US-Börsen freundlich. Nach der positiven Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 1,12 Prozent bei 8.883,69 Punkten.
Feiertagsgedingt bleiben die Börse in Hongkong und Shanghai geschlossen.
Der Markt heute:
Der Bund Future steigt bisher um 0,02 Prozent auf 137,47 Punkte.
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.449 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 6.423,50 Zählern (-0,2 Prozent).
In Deutschland steht heute das ifo-Geschäftsklima an. Ferner werden in Japan die Leistungsbilanz, in Italien der Einzelhandelsumsatz und in Großbritannien das BIP bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge, ausstehenden Hausverkäufe, der FHFA-Hauspreisindex, Ölmarktbericht und das Fed-Sitzungsergebnis gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Abbott Laboratories, Automatic Data Processing, Boeing, ConocoPhillips, Corning, Delta Air Lines, E*TRADE, Exelon, General Dynamics, Hess, MeadWestvaco, Motorola Solutions, Praxair, Rockwell Automation, SanDisk, Stanley Black and Decker, Symantec, Textron, United Technologies, US Airways, WellPoint, Xerox, Beiersdorf, Novartis und SAP an.
Der deutsche Markt am Dienstag:
Die deutschen Frühindikatoren sind im November 2011 um 0,2 Prozent gesunken. Dies gab das Conference Board gestern bekannt. Für Oktober 2011 war hingegen ein Plus von 0,4 Prozent ermittelt worden.
Im DAX beendete die Aktie der Commerzbank (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) den Tag mit einem Minus von 2,8 Prozent an letzter Stelle. Davor verlor die Aktie von Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) an fünftletzter Stelle 1,3 Prozent an Wert. Der Technologiekonzern gab gestern bekannt, dass er mit einem Umsatzplus ins neue Geschäftsjahr 2012 gestartet ist und trotz des schwierigeren konjunkturellen Umfeldes die Voraussetzungen für künftiges Wachstum schafft. Einer Pressemitteilung zufolge sank der Auftragseingang im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf 19,81 Mrd. Euro. Im Vorjahresquartal hatte Siemens eine Reihe von Großaufträgen verbucht. Der Umsatz hingegen wuchs um 2 Prozent auf 17,90 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand erreichte einen neuen Höchststand von 102 Mrd. Euro. Siemens meldete ferner, dass Siemens VAI Metals Technologies vom armenischen Stahlerzeuger ASCE Group OJSC den Auftrag erhalten hat, ein neues Stabwalzwerk für den Produktionsstandort Charentsavan zu liefern. Die Aktie von Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) legte gestern 1,3 Prozent zu. Der Automobilkonzern gab bekannt, dass er mit Wirkung zum 1. Februar 2012 drei Autohäuser im Großraum Hannover übernimmt. Wie der VW-Konzern separat mitteilte, hat seine Tochter AUDI (ISIN DE0006757008/ WKN 675700) im Industriepark Münchsmünster ein rund 40 Hektar großes Gelände gekauft. Neben einem Presswerk mit Transferpressen und Fertigungslinien für formgehärtete Karosserieteile sowie einer mechanischen Bearbeitung von Fahrwerkkomponenten wird dort ab 2013 eine Aluminium-Druckgießerei eröffnet.
Wichtige Meldungen:
Die Norfolk Southern Corp. (ISIN US6558441084/ WKN 867028), die viertgrößte Eisenbahngesellschaft in den USA, meldete am Dienstag nach US-Börsenschluss, dass ihr Gewinn im vierten Quartal neue Rekordwerte erreicht hat.
Die amerikanische Advanced Micro Devices Inc. (AMD) (ISIN US0079031078/ WKN 863186) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss ihre Zahlen für das vierte Quartal 2011 veröffentlicht. Dabei konnte der Umsatz gesteigert werden, während ein Verlust ausgewiesen wurde.
Die Apple Inc. (ISIN US0378331005/ WKN 865985) gab am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum ersten Fiskalquartal 2010/11 bekannt. Das beste Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte wurde durch das Absatzplus bei iPhones (+128 Prozent), iPads (+111 Prozent) und Macs (+26 Prozent) getragen. Einzig bei seinen iPods musste das Unternehmen einen Rückgang um 21 Prozent hinnehmen.
Die Aktie der Advanced Micro Devices Inc. (AMD) (ISIN US0079031078/ WKN 863186) verliert am Dienstag nach US-Börsenschluss deutlich an Wert. Zuvor hatte der weltweit zweitgrößte Hersteller von Mikroprozessoren seine Zahlen für das vierte Quartal 2011 veröffentlicht.
Die Yahoo! Inc. (ISIN US9843321061/ WKN 900103) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss ihre Zahlen für das vierte Quartal 2011 veröffentlicht. Umsatz und Gewinn gingen dabei zurück, wobei die Erwartungen weitgehend getroffen wurden.
Die Gewerkschaften ver.di und IGBCE haben sich mit dem Energieversorger E.ON AG (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) auf einen Tarifvertrag zur Umsetzung des Programms E.ON 2.0 in Deutschland geeinigt. Darin werden Instrumente und soziale Rahmenbedingungen für den notwendigen Personalabbau bei E.ON verbindlich festgelegt. Weltweit ist ein Abbau von rund 11.000 Stellen vorgesehen, davon rund 6.000 in Deutschland. (25.01.2012/ac/n/m)

0
