Börse Frankfurt am Mittag Indizes drehen teilweise ins Minus, Beiersdorf weiter obenauf
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren nach anfänglichen Gewinnen im Mittwochhandel zur Mittagszeit uneinheitlich. Die Anleger nehmen im Vorfeld der am Abend erwarteten Zinsentscheidung der Fed teilweise Gewinne mit. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verliert aktuell 0,66 Prozent auf 6.376,70 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um 0,17 Prozent auf 9.781,26 Stellen steigt. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 0,22 Prozent auf 4.642,78 Zähler nach oben. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) verbessert sich um 0,09 Prozent auf 736,33 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,38 Prozent auf 137,82 Punkte, während sich der Euro um 0,56 Prozent auf 1,2965 US-Dollar verbilligt.
Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Januar 2012 erneut verbessert. Dies teilte das ifo Institut heute mit. So erhöhte sich der Index auf 108,3 Punkte, nach 107,3 Punkten im Vormonat und 114,0 Punkten im Januar 2011. Damit hat sich das ifo-Geschäftsklima zum dritten Mal nacheinander verbessert. Im Einzelnen sank der Teilindex der aktuellen Geschäftslage von 116,7 Punkten im Vormonat auf nun 116,3 Punkte, während der Subindex zu den Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate von 98,6 auf nun 100,9 Punkte anzog. Zudem ist auch der ifo Geschäftsklimaindikator im Dienstleistungsgewerbe Deutschlands im Januar 2012 erneut angestiegen. So erhöhte sich der Index auf 22,3 Punkte, nach 19,6 Punkten im Vormonat und 28,0 Punkten im Januar 2011. Im Einzelnen schrumpfte der Teilindex der aktuellen Geschäftslage von 34,0 auf 31,0 Punkte, wogegen der Subindex zu den Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate von 6,0 auf nun 14,0 Punkte zulegte.
An den US-Börsen zeichnet sich heute eine uneinheitliche Handelseröffnung ab. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,52 Prozent. Der NASDAQ-Future legt um 0,20 Prozent zu, während der S&P-Future 0,15 Prozent verliert. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge, ausstehenden Hausverkäufe, der FHFA-Hauspreisindex, Ölmarktbericht und das Fed-Sitzungsergebnis gemeldet.
SAP (ISIN DE0007164600/ WKN 716460) hat Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gesteigert. Auch im vierten Quartal wurden hier jeweils starke Zuwächse erzielt. In 2011 wurde ein Rekordergebnis beim Software-Umsatz verbucht. Insgesamt wurden sowohl das Umsatzziel als auch das Ertragsziel in 2011 übertroffen. So wuchs der Gesamtumsatz (IFRS) im Geschäftsjahr 2011 um 14 Prozent auf 14,23 Mrd. Euro. Der Gesamtumsatz (Non-IFRS) stieg um 14 Prozent auf 14,26 Mrd. Euro. Wechselkursbereinigt entspricht dies einem Anstieg um 15 Prozent. Der Gewinn nach Steuern (IFRS) erhöhte sich auf 3,44 Mrd. Euro (2010: 1,81 Mrd. Euro). Der Gewinn nach Steuern (Non-IFRS) stieg um 23 Prozent auf 3,37 Mrd. Euro. Das Ergebnis je Aktie (IFRS) betrug 2,89 Euro (2010: 1,52 Euro). Das Ergebnis je Aktie (Non-IFRS) erreichte 2,83 Euro (2010: 2,30 Euro). Die Aktie des Softwarekonzerns notiert annähernd auf Vortagesniveau. Daneben geht es für Beiersdorf (ISIN DE0005200000/ WKN 520000) als bester Wert im DAX um 4 Prozent nach oben. Der Konsumgüterkonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nach vorläufigen Zahlen trotz eines leichten Umsatzwachstums ein Ergebnis unter dem Vorjahreswert erzielt. So lag der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 2,1 Prozent über dem des Vorjahres. Die vorläufigen Geschäftszahlen des Konzerns zeigen nominal eine Umsatzsteigerung um 1,1 Prozent auf 5,63 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 259 Mio. Euro, nach 326 Mio. Euro im Jahr 2010. Ohne Sondereffekte betrug es 434 Mio. Euro (Vorjahr: 425 Mio. Euro).
Commerzbank (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) geben um 1 Prozent nach. Die Bank will einem Medienbericht zufolge einen Teil ihres Kapitalbedarfs durch legale Bilanzierungstricks auffüllen. Wie es unter Berufung auf Bankenkreise heißt, gewinnt die Bank rund 1 Mrd. Euro an Kernkapital, in dem sie für Kredite geringere Ausfallrisiken ansetzt, als dies bis dato der Fall war. Durch dieses Verfahren sinkt das Risikogewicht in den Büchern. Gleichzeitig steigt dadurch die Kernkapitalquote, ohne dass die Bilanzsumme schrumpft oder frische Eigenmittel zufließen. Daneben verschlechtern sich Deutsche Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) um 1,3 Prozent. Der Konzern muss nach dem Willen der Europäischen Kommission ungerechtfertigte Beihilfen in Höhe von bis zu 1 Mrd. Euro zurückzahlen. Merck (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) rücken um 0,5 Prozent vor, nachdem der Konzern meldete, dass die Europäische Kommission einen Änderungsantrag zur Indikationserweiterung für Rebif (Interferon beta-1a), der führenden Therapie der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) von Merck, genehmigt hat. Die rote Laterne im DAX wird derzeit von Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) mit einem Minus von 5 Prozent eingenommen. Der Titel wird heute ex Dividende gehandelt. Indes hat der Technologiekonzern verlautbart, dass Siemens Energy drei Aufträge über die Lieferung von insgesamt vier Dampfturbosätzen für solarthermische Kraftwerke erhalten hat, die im indischen Bundesstaat Rajasthan errichtet werden.
EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) verbilligen sich um 1 Prozent. Die zu dem Luft- und Raumfahrtkonzern gehörende Tochter Airbus hat einen Großauftrag von der Fluglinie Norwegian Air Shuttle erhalten. So wurde eine Vereinbarung über die Lieferung von 100 Maschinen vom Typ A320neo unterzeichnet. Zusätzlich hat sich die norwegische Billigfluglinie eine Kaufoption für weitere 50 Maschinen gleichen Typs gesichert. Norwegian hat damit Airbus erstmals mit der Lieferung von Flugzeugen beauftragt. Im MDAX legen an der Indexspitze ProSiebenSat.1 Media um 2,5 Prozent zu, während es auf dem letzten Platz für Sky Deutschland um 3,9 Prozent nach unten geht.
DAX: 6.376,70 (-0,66 Prozent) MDAX: 9.781,26 (+0,17 Prozent) SDAX: 4.642,78 (+0,22 Prozent) TecDAX: 736,33 (+0,09 Prozent) (25.01.2012/ac/n/m)

0
