Agrarmarkt Überblick über die Kursentwicklung bei Getreide
Trotz weltweit komfortabler Versorgungslage befinden sich die Börsen-Kurse für Weizen auf hohem Niveau. An der Matif konnte der Fronttermin März im Wochenverlauf mehr als 5,-€ zulegen, wobei der überwiegende Teil des Zugewinns auf dem gestrigen Handelstag entfiel. Der Kurs notiert aktuell bei 205,75 €/to.
Der Raps zeigt sich nahezu unverändert bei lustlosem Handel. Der Fronttermin Februar, welcher noch bis Dienstag aufgerufen wird, notiert bei 451,25 €/to und damit 50 ct unter dem Kurs unseres letzten Videos. Der Folgetermin Mai schloss den gestrigen Handelstag bei 437,50 €/to. Das USDA hat in seinem Januar-Report die globale Rapsernte um knapp 450.000 to auf 60,28 Mio to erhöht. Diese Erhöhung rührt überwiegend aus größeren Ernteprognosen für Australien. Von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung wurde für die ersten 5 Monate des laufenden Wirtschaftsjahres eine Verarbeitungsmenge von 3,07 Mio to Rapssaat durch die deutschen Ölmühlen gemeldet. Dies entspricht einem Minus von lediglich 3,5 %.
Im Weizensegment stützt der Futterweizen aktuell den hiesigen Markt. Es gibt teilweise keine preislichen Unterschiede zwischen Futter- und B-Weizen. Die deutschen Mühlen haben im Zeitraum Juli bis Oktober 2011 mit 2,29 Mio to rund 130.000 to weniger Weizen vermahlen als im gleichen Vorjahreszeitraum.
International bestimmt nach wie vor die Sorge um die argentinischen Maiserntemengen den Markt und sorgt für stabile Kurse im Getreidebereich.
Der zuletzt wieder über 1,30 USD gekletterte Euro sorgt bei europäischen Exporteuren noch nicht für Bedenken in der Vermarktung, nachdem verstärkt von Logistik-Problemen in der Schwarzmeerregion berichtet wird.
Im Vergleich zur letzten Saison wurden bis zum 17. Januar mit 7,7 Mio to mittlerweile 4,4 Mio to weniger Weizen exportiert. Es besteht also noch erheblicher Nachholbedarf. Diese Lücke zu schließen bleibt jedoch ein unerfüllbares Ziel. Die Exporterwartungen für das gesamte Jahr 2011/12 wurden daher vom französischen Analystenhaus Strategie Grains in seinem Januar-Bericht erneut reduziert auf nunmehr 14,4 Mio to.
Dieser Artikel ist der Text vom Videopodcast der KS Agrar GmbH,
den Sie sich gerne auf BrokerFinder.de anschauen können …

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