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Wall Street-Schluss US-Börsen nach Zinsentscheid im Plus

 |  25.01.2012, 22:21  |  1448 Aufrufe  |   0  | 

New York (aktiencheck.de AG) - Infolge des Zinsentscheids der US-Notenbank zeigten die US-Indizes am Mittwoch eine Erholung und schlossen durchgängig im positiven Bereich. So gewann der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) bis Handelsende 0,66 Prozent auf 12.758,85 Punkte hinzu. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) notierte 1,14 Prozent fester bei 2.818,31 Zählen, während der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) den Tag mit einem Plus von 0,87 Prozent bei 1.326,06 Punkten abschloss.

Am Abend erklärte die US-Notenbank, dass ihr Zinsausschuss eine Beibehaltung der bisherigen Zinspolitik beschlossen hat. Demnach sollen die außergewöhnlich niedrigen Zinsen bis zum Jahresende 2014 Bestand haben und weiterhin in einer Spanne zwischen 0,00 und 0,25 Prozent liegen. Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 13. Januar 2012 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 5,0 Prozent. Die Zahl der anstehenden Hausverkäufe in den USA ist im Dezember 2011 gesunken. Dies teilte die National Association of Realtors mit. Demnach verringerte sich der entsprechende Index um 3,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Federal Housing Finance Agency gab bekannt, dass sich der US-Immobilienmarkt im November 2011 stärker entwickelt hat. Demnach kletterte der FHFA-House-Price-Index auf saisonbereinigter Basis gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent.

Der Industriekonzern Dover (ISIN US2600031080/ WKN 853707) bezifferte seinen Umsatz im Schlussquartal 2011 auf 2,00 Mrd. US-Dollar, nach 1,74 Mrd. US-Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Verbesserung war vor allem auf organisches Wachstum und Akquisitionen zurückzuführen. Der Nettogewinn wurde auf 278,3 Mio. US-Dollar bzw. 1,51 US-Dollar je Aktie beziffert, nach 198,3 Mio. US-Dollar bzw. 1,06 US-Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Aktie legte abschließend 0,6 Prozent zu. Piper Jaffray Co. (ISIN US7240781002/ WKN A0BLBX) verfehlte mit seinem Quartalsausweis die Analystenerwartungen. In der Folge verlor die Aktie 14,4 Prozent an Wert. Unternehmensangaben zufolge belief sich der Gesamtumsatz im vierten Quartal auf 106,0 Mio. US-Dollar, nach 184,6 Mio. US-Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der den Aktionären zuzurechnende, unbereinigte Nettoverlust wurde auf 116,4 Mio. US-Dollar bzw. 7,38 US-Dollar je Aktie beziffert, nach einem Nettogewinn in Höhe von 7,2 Mio. US-Dollar bzw. 49 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Das unbereinigte Ergebnis beinhaltet eine Goodwill-Abschreibung nach Steuer in Höhe von 118,4 Mio. US-Dollar. Auf bereinigter Basis hatte das Unternehmen einen Nettogewinn in Höhe von 2,1 Mio. US-Dollar bzw. 11 Cents je Aktie verbucht.

Aktien von Boeing (ISIN US0970231058/ WKN 850471) notierten am Ende 0,6 Prozent fester. Der Flugzeugbauer hat im vierten Quartal Umsatz und Nettogewinn verbessert. Die Schätzungen der Analysten wurden dabei übertroffen. Indes wurde die Prognose für das laufende Fiskaljahr konkretisiert. Papiere von Delta Air Lines (ISIN US2473611083/ WKN 850874) legten 6,2 Prozent zu, nach dem die Fluggesellschaft ihren Gewinn im vierten Quartal trotz gestiegener Treibstoffkosten drastisch erhöhen konnte. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen klar geschlagen. Anteilsscheine von US Airways (ISIN US90341W1080/ WKN A0HFWK) gewannen 17,3 Prozent hinzu. Die Fluggesellschaft musste im vierten Quartal trotz eines Rekordumsatzes einen Gewinnrückgang verkraften. Zurückzuführen war dies vor allem auf deutlich gestiegene Kerosinpreise. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch übertroffen. General Dynamics (ISIN US3695501086/ WKN 851143) musste im abgelaufenen Quartal ebenfalls einen Gewinnrückgang ausweisen. Die Erwartungen der Analysten wurden verfehlt. Die Aktie des Rüstungskonzerns machte seine Verluste wett und schloss mit einem Plus von 0,3 Prozent.

Anteilsscheine von United Technologies (ISIN US9130171096/ WKN 852759) notierten abschließend 0,2 Prozent schwächer. Der Mischkonzern konnte für das vierte Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Während man beim Umsatz leicht unter den Erwartungen lag, konnten die Schätzungen beim Gewinn je Aktie knapp überboten werden. Für das laufende Fiskaljahr zeigte sich der Konzern zuversichtlich, die Gewinnprognose von 5,80 bis 6,00 US-Dollar je Aktie erfüllen zu können. Corning (ISIN US2193501051/ WKN 850808) musste im vierten Quartal 2011 einen kräftigen Ergebnisrückgang verbuchen. Die Schätzungen der Analysten wurden auf bereinigter Basis aber erreicht. Die Aktie des Technologiekonzerns brachen um 10,7 Prozent ein. Papiere von Motorola Solutions (ISIN US6200763075/ WKN A0YHMA) rutschten derweil 6,1 Prozent in Minus. Der Kommunikationsausrüster hat im vierten Quartal einen geringeren Gewinn erzielt, was auf eine Reihe von Sonderbelastungen zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch geschlagen. Zudem wurde der Umsatzausblick für das Gesamtjahr erhöht.

Für Exelon-Aktien (ISIN US30161N1019/ WKN 852011) ging es abschließend 1,9 Prozent nach oben, nachdem der Kraftwerksbetreiber im vierten Quartal 2011 das Ergebnis des Vorjahres übertroffen hat. Auf bereinigter Basis wurden die Markterwartungen jedoch nicht erreicht. Der Ölkonzern ConocoPhillips (ISIN US20825C1045/ WKN 575302) konnte seinen Gewinn im vierten Quartal deutlich steigern, was auf höhere Ölpreise und einen Einmalertrag aus Asset-Verkäufen zurückzuführen war. Der Titel notierte 0,9 Prozent schwächer. Anteile von Hess (ISIN US42809H1077/ WKN A0JMQL) gaben daneben knapp 5 Prozent ab, nachdem der Ölkonzern im vierten Quartal in die roten Zahlen gerutscht ist. Aktien von Praxair (ISIN US74005P1049/ WKN 884364) verbilligten sich um 2,8 Prozent. Der Chemie- und Industriegasekonzern hat im vierten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert. Zudem kündigte der Konzern ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm sowie eine Dividendenerhöhung an.

Für eine Enttäuschung sorgte WellPoint (ISIN US94973V1070/ WKN A0DNLY). Der Krankenversicherer hat im vierten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht, was auf höhere Ausgaben und Investment-Verluste zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen verfehlt. Der Titel zeigte eine Verschlechterung um 4,7 Prozent. ADP (ISIN US0530151036/ WKN 850347) konnte im zweiten Geschäftsquartal dank steigender Umsätze ein Gewinnwachstum erzielen. Die Analystenschätzungen wurden erreicht. Das Papier kämpfte sich im Handelsverlauf in die Gewinnzone und schloss mit einem Plus von 0,3 Prozent.

Bereits am Dienstag nach US-Börsenschluss hatte Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985) seine Ergebnisse des abgelaufenen Quartals bekannt gegeben. Der Technologiekonzern hat demnach das beste Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt. Dieses wurde durch das Absatzplus bei iPhones (+128 Prozent), iPads (+111 Prozent) und Macs (+26 Prozent) getragen. Einzig bei seinen iPods musste das Unternehmen einen Rückgang um 21 Prozent hinnehmen. Das Nettoergebnis belief sich auf 13,06 Mrd. US-Dollar bzw. 13,87 US-Dollar je Aktie, nach 6,0 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse konnten von 26,74 Mrd. US-Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf nun 46,33 Mrd. US-Dollar gesteigert werden. Die Aktie legte 6,2 Prozent zu. (25.01.2012/ac/n/m)

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