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Vermittler setzen auf Deutschland

 |  26.01.2012, 07:50  |  303 Aufrufe  |   0  | 

Der heimische Zielmarkt dominiert nach wie vor bei Geschlossenen Immobilienfonds. 2012 wird sich daran wenig ändern.

Die Ratingagentur Scope hat das emittierte Eigenkapital der Geschlossenen Immobilienfonds im Hinblick auf die Investitionsziele verglichen. Das Ergebnis: Die Verteilung der Fonds auf die Segmente Inland und Ausland hat sich nur marginal verändert. Entfielen 2010 noch 68,8 Prozent des emittierten Eigenkapitals auf deutsche Immobilienfonds, ist dieser Anteil mit 70,6 Prozent im vergangenen Jahr nochmals leicht angestiegen. Dagegen konnte das Angebot an Auslandsimmobilienfonds nicht wesentlich zulegen.

Auch wenn die Anzahl der Fonds herangezogen wird, zeigt sich ein sehr ähnliches Bild. Betrug der Deutschland-Anteil 2010 noch 69,8 Prozent, lag er 2011 mit 72,6 Prozent ebenfalls etwas höher. Erstaunlich dabei: Die Gesamtzahl der emittierten Immobilienfonds ist gegenüber 2010 um mehr als 20 Prozent gesunken.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Platzierungszahlen. In den ersten drei Quartalen 2011 wurde nach Angaben des VGF Eigenkapital in Höhe von 1,53 Milliarden Euro mit Immobilienfonds platziert. 70 Prozent entfielen davon auf Deutschlandfonds, nur 30 Prozent auf Auslandsimmobilienfonds.

Blickt man auf die Erwartungen der Branche für 2012, zeigt sich ein ähnliches Bild. Bei den von Scope befragten Emissionshäusern liegt Deutschland mit über 50 Prozent der Nennungen weiterhin auf dem Spitzenplatz. Es folgen die Niederlande, Österreich und die USA. Großbritannien spielt im Gegensatz zur Vorjahresumfrage nur noch eine sehr untergeordnete Rolle.

Der Vertrieb sieht die Welt traditionell etwas anders: Die Befragung der Vermittler ergab einen noch stärkeren Fokus auf Deutschland als im Vorjahr. Mit fast 90 Prozent gibt der überwiegende Teil der Vermittler Fonds mit inländischen Objekten auch in diesem Jahr die besten Vertriebschancen. Die Reihenfolge bei den Auslandsfonds stellt sich im Vergleich zum Vorjahr unverändert dar: Niederlande; Großbritannien; USA; Frankreich. Allerdings ist die Zahl der Nennungen der Auslandsmärkte signifikant zurückgegangen. Dies bedeutet, dass der Anteil der Vermittler, die Auslandsfonds vertreiben wollen, deutlich geringer ist als im Vorjahr.

(DIF)

Foto: Trianon-Hochhaus, FFM: Das Gebäude wurde von der DEKA durch den Morgan Stanley Eurozone Office Fund im Jahr 2007 erworben. Später wurden ein 57%-Anteil am Trianon an den Offenen Immobilienfonds Morgan Stanley P2 value weitergereicht


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Autor

Dieter Fischer ist Dipl.-Journalist und Volkswirt. Er ist Geschäftsführer der €uro Advisor Services GmbH und betreut die Top-Themen des Onlineportals www.fundresearch.de. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren Redakteurs- und Führungspositionen bei Börse-Online, €uro, €uro am Sonntag sowie dem Finanzen-Verlag.