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EUR/USD Täglicher Devisenkommentar: Die Aussagen von FED-Chef Bernanke belasten den US-Dollar – trotzdem achte man auf bearishe Divergenz im 4-Stundenchart, welche Kursrücksetzer in Richtung 1,2970 / 1,3000 begünstigen könnte

Autor: Jens Klatt
 |  26.01.2012, 09:20  |  1575 Aufrufe  |   0  | 

Der EUR/USD hat die Vermutung, welche ich in der gestrigen Tagesanalyse geäußert habe, bestätigt und zeitweise Kurs auf die Marke bei 1,2900 US-Dollar genommen. Zum Handelsende der US-Sitzung konnten sich die Kursnotierungen jedoch erneut stabilisieren, das Sitzungsergebnis und die Aussagen von Fed-Chef Bernanke lieferten neue bzw. nachhaltige Impulse. Zum Ende der US-Handelssitzung notierte der EUR/USD über dem Widerstand bei 1,3080 USD bei 1,3104 US-Dollar. Im 4-Stundenchart ist zu erkennen, dass kurzzeitig die untere Trendkanalbegrenzung unterschritten wurde, allerdings kein Schluss unter dem Trendsupport erfolgte und der Aufwärtsmodus somit intakt bleibt.

 

Das Chartbild für die Euro-Bullen trübt sich erst mit einem Bruch der Marke bei 1,2877 US-Dollar ein. Hier findet sich auch weiter ein signifikanter Support. Darunter findet der EUR/USD seine nächste Unterstützung bei 1,2800 US-Dollar. Auf der Oberseite bleibt ein nachhaltiger Bruch der 1,3080 US-Dollar obligatorisch um weiteres Aufwärtspotential in Richtung 1,3200 US-Dollar zu generieren. Auch wenn die Aussicht auf Zinsanhebungen seitens der FED bis 2014 auf sich warten lassen dürften, so ist kurzfristig doch zu erkennen, dass die sich abzeichnende bearishe Divergenz Rückschlagpotential für den EUR/USD bereithält.
Im Zuge der gestrigen Bewegung hat sich das Sentiment dahingehend verändert, dass 63% der Retail-Trader Short positioniert sind, was eine Veränderung von -4,8% zu gestern bedeutet und das oben gezeichnete Szenario bevorstehenden Korrektur bestätigen würde.


Wichtige Marken (26.01.2012):

Support: 1,2800 / 20 | 1,2877

Resist: 1,3200 | 1,3080

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Jens Klatt arbeitet als Marktanalyst bei FXCM und moderiert das deutsche DailyFX-Forum. Er ist seit über sieben Jahren in der Finanzbranche tätig. Er erlernte den Börsenhandel von der Pike auf bei einem großen Börsenmakler und wechselte dann an einen Eigenhandelsdesk. Dort handelte er Futures, vornehmlich auf den DAX, EuroFX und das Britische Pfund. Den Devisenhandel favorisiert er aufgrund seiner schönen und klaren Strukturen und betrachtet ein striktes Risk-Managment beim Trading seines eigenen Kontos als unabdingbar für den langfristigen Erfolg.