Geschlossene Fonds Investitionshemmnis Euro?
Schiffspleiten, Probleme mit Schweizer-Franken-Darlehen, Leerstände in Fondsimmobilien - als hätten die Anbieter von geschlossenen Beteiligungen und ihre Kunden noch nicht genug Sorgen. Jetzt kommt ein anderes Thema hinzu: Der Euro. Ein Anbieter von Solarfonds berichtet, dass institutionelle Investoren aus Israel gerne groß in europäische Photovoltaikanlagen einsteigen würden. Allerdings scheuen sie sich davor, in den Euro zu investieren.
Wer hätte das gedacht, dass die einst so starke Währung zu einem Investitionshemmnis werden könnte? Noch vor gar nicht allzu langer Zeit bombardierten die Amerikaner und ihre Verbündeten Bagdad, weil die Iraker ihr Öl nicht mehr gegen Dollar verkaufen, sondern Euros sehen wollten. So zumindest erklärt nicht nur mancher EU-Politiker hinter vorgehaltener Hand den wahren Grund für den Golfkrieg. Die Petrodollar-Theorie wird sogar auf Wikipedia ausgewalzt. Egal, ob sie stimmt oder nicht - der Euro wäre heute kein Anlass mehr, die Säbel zu schwingen.
Großanleger dürften 2011 das Ergebnis mancher Emissionshäuser gerettet haben. Nicht selten stellen sie den Löwenanteil des platzierten Eigenkapitals. VGF-Geschäftsführer Eric Romba rechnet mit insgesamt fünf Milliarden Euro. Wobei die ehemals großen Nummern inzwischen kleine Brötchen backen. Dafür melden relativ junge Emissionshäuser von Jahr zu Jahr die besten Ergebnisse ihrer Historie. Angebote von Initiatoren ohne Altlasten lassen sich offenbar leichter verkaufen.
Klar ist allerdings, dass ein „weiter so“ nicht funktioniert. Die Branche wird sich verändern, und verantwortlich dafür wird nicht alleine die kommende Regulierung sein. Kreativität ist gefragt. In Sachen Asset-Management wie bei der Erschließung neuer Vertriebswege. Versicherer werden dabei eine immer größere Rolle spielen. Warum das so ist, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Fondsbrief Nr. 155.
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