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Trading-Idee Tipp des Tages: Call auf Intel

 |  30.01.2012, 09:39  |  1058 Aufrufe  |   0  | 

Der weltweit größte Chiphersteller legte mehr als überzeugende Zahlen vor, weitet sein Angebot aus und könnte darüber hinaus vom ­Wahlkampf profitieren.

 

Vergangene Woche besuchte Barack Obama ein neues Intel-Werk in Arizona, das 2013 in Betrieb gehen soll. Intel investiert fünf Milliarden Dollar. Dass es kein Höflichkeitsbesuch war, liegt auf der Hand. Die USA sind im Wahljahr, die Kandidaten auf Stimmenfang.
 
 
„Made in the USA“ lautet einer der von Obama ausgerufenen Slogans. Und was könnte besser zur Strategie passen, als die heimische Industrie zu beehren? Die Chipbranche ist der Exportsektor der USA schlechthin. Und Intel der Klassenprimus.
 
 
Während andere Unternehmen ihre Produktion ins Ausland verlagert haben, fertigt Intel drei Viertel seiner Chips im Land. Das sichert Arbeitsplätze und bringt Steuereinnahmen. Mit dem Besuch unterstreicht Obama nicht nur sein Wahlkampfmotto, er könnte auch ein gutes Licht auf ihn werfen. 
Denn Intel strahlt ab. Während Konkurrent AMD die Börsianer mit Verlusten durch Missmanagement und Abschreibungen verschreckte, überraschte der Marktführer mit rekordverdächtigen Zahlen für 2011. Der Umsatz stieg um 24 Prozent auf 54 Milliarden Dollar, der Gewinn legte um 13 Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar zu.
 
 
Und 2012 soll es weiter aufwärtsgehen. Dafür weitet der Chipher­steller sein Angebot aus. Neu im Programm sind Prozessoren für Hochleistungsrechner. Auch die boomenden Smartphones und Tablet-Computer, bisher nur eine Nische für Intel, werden bald häufiger „Intel inside“ haben.  
 
Nicht zu bremsen ist auch der Aktienkurs. Seit August vergangenen Jahres kletterte die Intel-Aktie in rasantem Tempo von 20 auf aktuell über 26 Dollar. Bis zum Fünfjahres­hoch fehlt nicht mehr viel. Wird diese Hürde überwunden, sind weitere Kurssteigerungen denkbar. Dabei könnte auch von der Präsidentschaftswahl ein Schub ausgehen. Die Erfahrung lehrt: Wahljahre sind gute Börsenjahre. Der S & P 500 legte in der Vergangenheit in den Monaten bis zur Wahl regelmäßig um neun Prozent zu, der Dow Jones schaffte ein Plus von sieben Prozent. 
 
Intel ist schon wegen seines stabilen Geschäftsmodells und der niedrigen Bewertung eine gute Tradingchance. Mit dem Präsidentschafts­zyklus im Rücken könnte es noch besser laufen. Optionsscheinanleger greifen zu einem klassischen Call. Ein HSBC-Schein, der erst nach den Wahlen ausläuft, hat ein geringes Aufgeld und ein Omega von fünf. Für jeden Dollar, den die Intel-Aktie zulegt, steigt der Wert des Calls um fünf Prozent. Wertet der Dollar weiter auf, erhöht sich das Potenzial.
 
 
Call auf Intel
Emittent HSBC Trinkaus
ISIN DE 000 TB7 W4C 7
Laufzeit 10.01.2013
Bezugsverhältnis 0,1
Basispreis 25,00 $
Omega 5,06
Hebel 8
Aufgeld p. a. in % 5,61
Spread in % des Briefkurses 3,85

Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Eine Haftung wird nicht übernommen.

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Autor

Jörg Bernhard arbeitet seit 2002 als freier Wirtschaftsjournalist und hat sich innerhalb des Themenkomplexes Börse & Investment auf die Bereiche Rohstoffe und Zertifikate spezialisiert. Derzeit arbeitet er für diverse Internetportale und Fachpublikationen.