Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

Börsen in Europa-Schluss Deutliche Abschläge, Euro-Gipfel im Blick

 |  30.01.2012, 20:24  |  991 Aufrufe  |   0  | 

Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes mussten am Montag im negativen Terrain aus dem Handel gehen. Dabei belastete die drohende Staatspleite Griechenlands und die Unsicherheit über den heutigen Euro-Gipfel die Stimmung am Markt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 1,31 Prozent auf 2.404,62 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) verschlechterte sich um 0,81 Prozent auf 2.409,23 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigten eine negative Tendenz.

Die Wirtschaftsstimmung in der EU hat sich im Januar 2012 erneut aufgehellt. Dies gab die Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der EU-Kommission heute bekannt. So kletterte der Sammel-Index zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in der gesamten Union (EU27) auf 92,8 Punkte, nach 91,6 Punkten im Dezember 2011. Ferner zog der Index für die Eurozone auf 93,4 Zähler an, während er im Vormonat bei 92,8 Punkten gelegen hatte. Unterdessen hat sich auch das Geschäftsklima in der Eurozone im Januar 2012 aufgehellt. Dies gab die Generaldirektion Wirtschaft der EU-Kommission bekannt. So erhöhte sich der entsprechende Indexstand auf -0,21 Punkte, nach -0,32 Punkten im Vormonat und +1,42 Punkten im Januar 2011.

Der Immobilienmarkt in Großbritannien hat sich im Januar 2012 stabilisiert. So verharrte der britische Hometrack-Immobilienpreisindex unverändert auf dem Vormonatsniveau. Im Dezember 2011 war noch ein Minus von 0,2 Prozent ausgewiesen worden. Ryanair Holdings (ISIN IE00B1GKF381/ WKN A0MJ5T) zeigten sich mit einem Aufschlag von 1 Prozent freundlich. Die Billigfluglinie hat im dritten Quartal trotz deutlich erhöhter Treibstoffkosten einen Gewinn erzielt. Dabei profitierte man u.a. von höheren Ticketpreisen. Zudem wurde die Jahresprognose erneut erhöht. Der Nettogewinn belief sich auf 14,9 Mio. Euro, gegenüber einem Verlust von 10,3 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 13 Prozent auf 844,4 Mio. Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem Nettogewinn in Höhe von 480 Mio. Euro, nachdem zuletzt ein Gewinn von 440 Mio. Euro in Aussicht gestellt worden war. Daneben ging es für Centrica (ISIN GB00B033F229/ WKN A0DK6K) um 0,2 Prozent nach unten. Der Energieversorger hat mit ConocoPhillips (ISIN US20825C1045/ WKN 575302) ein Abkommen geschlossen, nach dem die Muttergesellschaft von British Gas weitere Anteile am Statfjord-Feld von ConocoPhillips übernimmt. Dabei zahlt Centrica für den 15,17 Prozent-Anteil insgesamt 223 Mio. US-Dollar. Damit erhöht sich die Beteiligung von Centrica am dem Öl- und Gasfeld Statfjord auf 34,30 Prozent. Durch die Transaktion erhält das britische Unternehmen zusätzliche Reserven in Höhe von 36 Millionen Barrel Öläquivalent. An der Spitze des FTSE 100 gewannen Astrazeneca und International Power 0,6 Prozent. Am Indexende büßten Essar Energy 5,7 Prozent ein.

Carrefour (ISIN FR0000120172/ WKN 852362) gaben um 4,1 Prozent nach. Der Handelskonzern gab einen Wechsel an der Führungsspitze bekannt. So hat das Board of Directors Georges Plassat zum neuen Chairman und CEO des Einzelhandelskonzerns ernannt. Plassat wird das neue Amt am 18. Juni antreten und dabei die Nachfolge von Lars Olofsson antreten. Olofsson hatte zuvor den Konzern darüber informiert, dass er auf eine Verlängerung seines Mandats als CEO von Carrefour im Rahmen der kommenden Hauptversammlung des Konzerns am 18. Juni verzichten werde. Vorne legten Essilor um 1,9 Prozent zu, während sich die Investoren gleichzeitig bevorzugt von Banktiteln trennten. So wurden die letzten drei Plätze von BNP Paribas, Crédit Agricole und Société Générale mit Verlusten zwischen 7,1 und 6,5 Prozent belegt.

Für eine Enttäuschung sorgte der Technologiekonzern Philips Electronics (ISIN NL0000009538/ WKN 940602). So hat man im vierten Quartal trotz gestiegener Umsätze einen Verlust verbucht, was mit Kosten für den Ausstieg aus dem TV-Geschäft zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Auch im Gesamtjahr ist der Konzern in die roten Zahlen gerutscht. Indes wurden die Mittelfristziele 2013 bekräftigt. Der Nettoverlust belief sich im Schlussquartal auf 162 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 463 Mio. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 25,8 Mio. Euro ausgegangen. Der Umsatz erhöhte sich von 6,5 Mrd. Euro auf 6,71 Mrd. Euro. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 betrug der Nettoverlust rund 1,3 Mrd. Euro, nach einem Gewinn von 1,45 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich von 22,29 Mrd. Euro auf 22,58 Mrd. Euro. Das Papier verlor 2,2 Prozent an Wert.

In der Schweiz meldete sich ABB (ISIN CH0012221716/ WKN 919730) mit einem Zukauf zu Wort. So haben der Mischkonzern und Thomas & Betts (ISIN US8843151023/ WKN 852663), ein führender nordamerikanischer Anbieter von Niederspannungsprodukten, einer Transaktion zugestimmt, in deren Rahmen ABB das US-Unternehmen für rund 3,9 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Bis 2016 werden rund 200 Mio. US-Dollar an jährlichen Synergieeffekten erwartet. Der Übernahmepreis beläuft sich auf 72 US-Dollar je Aktie in bar und beinhaltet einen Aufschlag von 24 Prozent auf den Schlusskurs der Thomas & Betts-Aktie am 27. Januar 2012 und eine Prämie von 35 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten 60 Handelstage. Die Transaktion soll bis Mitte 2012 abgeschlossen werden. Die Aktie von ABB verbilligte sich um 2 Prozent. Daneben verloren UBS (ISIN CH0024899483/ WKN UB0BL6) 3 Prozent an Wert. Die Großbank muss sich einem Medienbericht zufolge möglicherweise bald wegen des Händlerskandals bei dem Kreditinstitut im September vergangenen Jahres vor britischen und schweizerischen Regulierungsbehörden verantworten. Bester Wert im SMI waren die Titel von Nestlé mit einem Zugewinn von 0,2 Prozent, während die Verliererliste von Holcim mit einem Minus von 4 Prozent angeführt wurde.

SAS (ISIN SE0003366871/ WKN A1C0DX) flogen mit einem Abschlag von 1,5 Prozent hinterher. Die Fluggesellschaft geht in Zusammenhang mit der Pleite des Wettbewerbers Spanair von hohen Einmalbelastungen aus. Wie der Konzern bereits Freitagabend verlautbarte, habe sich das Board of Directors im Zuge der Spanair-Pleite dazu entschlossen, Abschreibungen in Höhe von 165 Mio. Euro auf Forderungen gegenüber Spanair vorzunehmen. Außerdem werde man weitere Rückstellungen in Höhe von 28 Mio. Euro bilden. Derzeit hält SAS eigenen Angaben zufolge noch eine Beteiligung in Höhe von 10,9 Prozent an Spanair, deren Wert zuletzt komplett abgeschrieben wurde. Im Zuge der Wertberichtigung erwartet SAS für das Gesamtjahr 2011 einen negativen Einmaleffekt in Höhe von 1,7 Mrd. Schwedischen Kronen (SEK) beim Vorsteuerergebnis.

Die spanische Wirtschaft ist im vierten Quartal 2011 nach Angaben der Bank of Spain mit vermindertem Tempo gewachsen. So kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,3 Prozent, nachdem es im dritten Quartal 2011 noch um 0,8 Prozent gestiegen war. Im Vergleich zum Vorquartal ist die Wirtschaftsleistung Spaniens um 0,3 Prozent geschrumpft, nachdem sie im dritten Quartal unverändert geblieben war. Hierbei handelt es sich um den ersten Rückgang seit dem Schlussquartal 2009. Damit belief sich das Wachstum im Gesamtjahr 2011 auf 0,7 Prozent. Weiteren Angaben zufolge geht die spanische Notenbank für 2012 von einem Minus von 1,5 Prozent und für 2013 von einer Steigerung um 0,2 Prozent aus.

Das italienische Geschäftsklima hat sich im Januar 2012 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde verschlechtert. So verringerte sich der Stimmungsindex im verarbeitenden Gewerbe auf 92,1 Punkte. Für Dezember 2011 war noch ein Indexwert von 92,5 Punkten ermittelt worden. Im Service-Sektor verschlechterte sich der Stimmungsindex derweil von 80,2 auf 76,4 Punkte.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.404,62 (-1,31 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.409,23 (-0,81 Prozent) FTSE 100 (London): 5.671,09 (-1,09 Prozent) CAC40 (Paris): 3.265,64 (-1,60 Prozent) MIB (Mailand): 15.753,14 (-1,21 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.517,00 (-1,62 Prozent) SMI (Zürich): 5.970,74 (-1,04 Prozent) ATX (Wien): 2.062,53 (-3,02 Prozent) (30.01.2012/ac/n/m)

Bewerten Sie diesen Artikel: (
0
Bewertungen)

1
Ihren XING-Kontakten zeigen

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Nachrichtensuche

Enthaltene Werte

WertpapierKursZeitPerf. in %
13,00
25.05.
+0,37
14,455
25.05.
+1,83
3,979
25.05.
-0,35
14,31
25.05.
+0,07
55,662
17.05.
0,00
41,331
25.05.
-0,24
2.161,87
25.05.
+0,25
2.372,00
28.05.
-0,55
9,30
25.05.
-1,06
4,112
25.05.
+1,06
0,705
25.05.
+3,07