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Ausblick Stärkere Eröffnung erwartet

 |  31.01.2012, 08:33  |  1836 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Börsen haben gestern mit beträchtlichen Verlusten geschlossen. Dabei gerieten insbesondere die Bankenwerte unter Druck. Die Stimmung wurde wieder von der Unsicherheit um einen Schuldenschnitt für Griechenland belastet. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verlor gestern 1,04 Prozent auf 6.444,45 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) 1,68 Prozent auf 9.773,32 Stellen abgab. Der SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) schloss mit -0,97 Prozent bei 4.689,78 Zählern. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) verlor 0,94 Prozent auf 737,54 Punkte.

Asiatische und US-Börsen:

Nachdem sich die wichtigsten US-Indizes am Freitag mehrheitlich mit roten Vorzeichen ins Wochenende verabschiedet hatten, ging es für sie auch am Montag abermals leicht nach unten. Die Stimmung der Investoren wurde dabei insbesondere durch Sorgen um die finanzielle Situation des angeschlagenen EU-Mitglieds Griechenland belastet. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verlor 0,05 Prozent auf 12.653,72 Punkte, während der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) 0,16 Prozent auf 2.811,94 Zähler abgab. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) notierte 0,25 Prozent schwächer bei 1.313,01 Punkten. Die Futures notieren derzeit im Plus. So tendiert der Dow Jones Future bei 12.614,00 Punkten (+12,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 2.466,50 Punkten (+4,50 Punkte) und der S&P Future bei 1.311,80 Zählern (+2,90 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich trotz der schlechten Vorgaben der US-Börsen stärker. Nach der negativen Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 0,11 Prozent bei 8.802,51 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte ebenfalls grüne Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 1,04 Prozent im Plus bei 20.370,59 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,33 Prozent anzieht auf 2.292,61 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future steigt bisher um 0,22 Prozent auf 139,00 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.488 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 6.478,00 Zählern (-0,7 Prozent).

In Deutschland stehen heute die Arbeitsmarktdaten und der Einzelhandelsumsatz an. Ferner werden in Italien die Arbeitsmarktdaten und Erzeugerpreise, in Spanien die Verbraucherpreise sowie in der EU die Arbeitsmarktdaten bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Arbeitskosten, der Case-Shiller-Hauspreisindex, Einkaufsmanagerindex Chicago und das Verbrauchervertrauen gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Amazon.Com, Archer-Daniels-Midland, Biogen Idec, Broadcom, CIT Group, Danaher, Dolby Laboratories, Eli Lilly, Entergy, Exxon Mobil, Illinois Tool Works, L-3 Communications, Mattel, McGraw-Hill, PACCAR, Pentair, Pfizer, Tyco International, Unisys, UPS, United States Steel, Valero Energy, Banco Santander, Enel, ARM Holdings, BSkyB, GfK und QIAGEN an.

Der deutsche Markt am Montag:

Die deutschen Verbraucherpreise sind im Januar 2012 weiter gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, wird sich der Verbraucherpreisindex voraussichtlich um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen. Die Zahl der offenen Stellen in deutschen Unternehmen ist im Januar 2012 weiter angewachsen. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) - ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland - ist zu Jahresbeginn um zwei auf 181 Punkte angestiegen. Gegenüber Januar 2011 liegt der BA-X damit um 23 Punkte im Plus und startet mit einem neuen Höchstwert ins Jahr 2012. Der deutsche Großhandelsumsatz ist im Dezember 2011 mit abgebremstem Tempo gestiegen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge wuchs der kalender- und saisonbereinigte Großhandelsumsatz im Vormonatsvergleich nominal um 0,2 Prozent, nach einem Zuwachs von 0,5 Prozent im November 2011 und einem unveränderten Umsatzniveau im Dezember 2010. Real stieg der Umsatz binnen Monatsfrist um 0,8 Prozent, während er im November 2011 um 0,1 Prozent geklettert und im Vorjahresmonat um 1,0 Prozent gesunken war.

Der DAX wurde gestern von der Merck-Aktie (ISIN DE0006599905/ WKN 659990), welche 1,7 Prozent gewann, angeführt. Der Pharmakonzern meldete, dass er in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Tropenkrankheit Bilharziose in Afrika ausrotten will. Merck verpflichtet sich, die Anzahl der jährlich gespendeten Tabletten mit dem Wirkstoff Praziquantel mittelfristig von 25 Millionen auf 250 Millionen zu verzehnfachen. Die Vorzugsaktie von Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) legte gestern 0,7 Prozent zu. Der Autobauer prüft einem Bericht der "WirtschaftsWoche" zufolge den Einstieg in die Formel 1. Die Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen startet ab sofort in Indonesien eine SKD-Montage von T5 für den dortigen lokalen Markt mit dem Importeur Garuda Mataram Motor.

Auf der Verliererseite standen gestern Anteile von Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610), die 0,7 Prozent abgaben. Die Deutsche Bahn AG verhandelt einem Medienbericht zufolge offenbar mit dem Technologiekonzern, ob sie einen kompletten ICE-3-Zug der neuesten Generation gratis bekommen kann. Nach Informationen der Tageszeitung "BILD" (Sonntagausgabe) soll es sich dabei um eine Art von "Strafzahlung" handeln, da Hersteller Siemens wegen technischer Probleme sechzehn bereits bestellte und bezahlte ICE-3-Züge nicht fristgerecht liefern kann. Ferner hat Siemens eine Vereinbarung zur Übernahme des kanadischen Netzwerkausrüsters RuggedCom (ISIN CA78131P2017/ WKN A0MVSY) geschlossen. Das Gesamtvolumen der Transaktion wird sich dabei auf rund 382 Mio. Kanadische Dollar belaufen. Aus einer weiteren Pressemitteilung geht hervor, dass Siemens seine ersten Windenergie-Aufträge aus Afrika über insgesamt 100 Megawatt (MW) erhalten hat. Titel der Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) verloren gestern 2,0 Prozent an Wert. Der Börsenbetreiber veröffentlichte gestern den IPO-Sentiment-Indikator zur Prognose von Emissionsaktivitäten für das erste Quartal 2012. Wie die Befragung durch die Deutsche Börse zeigt, rechnen Marktteilnehmer im kommenden Quartal mit einer leichten Belebung des Primärmarkts. Aktien der Deutschen Telekom (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) gaben 0,5 Prozent ab. Das Unternehmen teilte am Freitag mit, dass Telekom Deutschland und die Deutsche Lufthansa (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) ihre umfassende Zusammenarbeit im Telekommunikationsbereich weitere fünf Jahre fortsetzen. Anteile der Lufthansa gaben gestern 2,9 Prozent nach. Ebenfalls zu den Verlierern gehörte die Aktie von BASF (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11), welche 1,1 Prozent abgab. Der Chemiekonzern erhöht mit sofortiger Wirkung in Europa seine Verkaufspreise für Ethanolamine (EOA). Ferner hat sich der Wert der Pflanzenschutz-Pipeline von BASF Crop Protection um 400 Mio. Euro auf 2,8 Mrd. Euro gestiegen. Als Wachstumstreiber habe sich dabei vor allem das führende BASF-Fungizid F 500 erwiesen. Als schwächster Wert im DAX schloss gestern die Commerzbank-Aktie mit -4,0 Prozent.

Wichtige Meldungen:

Im Rahmen des EU-Gipfels am Montag in Brüssel haben die EU-Staaten einen Fiskalpakt beschlossen. Von den 27 EU-Staaten werden lediglich Tschechien und Großbritannien nicht teilnehmen.

Aktuellen Presseberichten zufolge zeichnen sich beim geplanten Verkauf von Inoxum, der Edelstahltochter der ThyssenKrupp AG (ISIN DE0007500001/ WKN 750000), an den finnischen Konkurrenten Outokumpu Oy (ISIN FI0009002422/ WKN 885421) die Details der Transaktion weitgehend ab.

Der Kranhersteller Demag Cranes AG (ISIN DE000DCAG010/ WKN DCAG01) meldete am Montag, dass er als abhängiges Unternehmen und die Terex Germany GmbH & Co. KG, eine indirekte 100-prozentige Tochter des US-Baumaschinenherstellers Terex Corp. (ISIN US8807791038/ WKN 884072), als herrschendes Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen haben. (31.01.2012/ac/n/m)

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