Börsen in Asien Uneinheitlich, Mitsubishi UFJ Financial legen zu
Tokio (aktiencheck.de AG) - An den wichtigsten asiatischen Aktienmärkten war nach durchwachsenen Vorgaben von der Wall Street heute keine einheitliche Tendenz auszumachen. Der DAXglobal Asia (ISIN DE000A0LLPW4 / WKN A0LLPW), der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verschlechtert sich derzeit um 0,43 Prozent und notiert bei 332,57 Stellen.
An den japanischen Aktienmärkten waren heute grüne Vorzeichen auszumachen. Die Stimmung am Markt war grundsätzlich positiv, wenngleich die Laune der Investoren durch einige Quartalsbilanzen getrübt wurde. Der Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) gewann am Ende ganz leicht um 0,08 Prozent auf 8.809,79 Zähler hinzu. Etwas besser lief es beim breiter gefassten Topix, der um 0,36 Prozent auf 757,96 Punkte vorrückte.
Im Blickfeld der Investoren standen diverse Quartalsberichte. Mitsubishi UFJ Financial (MUFG) (ISIN JP3902900004/ WKN 657892) verbesserten sich um 2,9 Prozent. Die größte Bankgesellschaft in Japan hat ihren Gewinn in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres deutlich erhöht. Dabei profitierte man vor allem von einem hohen Einmalertrag in Zusammenhang mit der Beteiligung an der US-Bank Morgan Stanley (ISIN US6174464486/ WKN 885836). Zudem wurde der Ausblick bestätigt. So belief sich der Nettogewinn nach den drei Quartalen zum 31. Dezember 2011 auf 815,8 Mrd. Japanische Yen (JPY), gegenüber einem Nettogewinn von 551,8 Mrd. JPY im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr zum 31. März 2012 rechnet der Konzern weiterhin mit einem Nettogewinn von 900 Mrd. JPY. Für eine positive Überraschung sorgte daneben Nomura Holdings (ISIN JP3762600009/ WKN 857054). Das größte Brokerage-Unternehmen in Japan konnte im dritten Quartal einen höheren Gewinn ausweisen, was auf Kostensenkungsmaßnahmen und einen Asset-Verkauf zurückzuführen war. So kletterte der Nettogewinn auf 17,8 Mrd. JPY, nach einem Gewinn von 13,4 Mrd. JPY im Vorjahresquartal. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 80 Mrd. JPY erwartet. Dabei profitierte das jüngste Ergebnis von einem Einmalertrag aus dem Verkauf der Beteiligung an der Restaurantkette Skylark. Der Umsatz erhöhte sich von 295,9 Mrd. auf 404,9 Mrd. JPY. Der Titel legte um 0,4 Prozent zu.
Enttäuschend fiel indes der Zahlenausweis von Sharp (ISIN JP3359600008/ WKN 855383) aus. Der Technologiekonzern hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres aufgrund von Sonderbelastungen und rückläufigen Umsätzen einen Verlust erwirtschaftet. Zudem wurde der Jahresausblick nach unten korrigiert, was auf einen Preisverfall bei seinen Aquos-Fernsehern, einen starken Yen, eine schwächere Wirtschaft und steuerliche Belastungen zurückzuführen ist. Der Nettoverlust belief sich auf 213,5 Mrd. JPY, nach einem Gewinn von 21,8 Mrd. JPY im Vorjahr. Der Umsatz verringerte sich um 18,3 Prozent auf 1,9 Bio. JPY. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen beim operativen Ergebnis nun mit einem Break-Even, nachdem man zuletzt noch einen operativen Gewinn von 85 Mrd. JPY in Aussicht gestellt hatte. Beim Nettoergebnis wird ein Verlust von 290 Mrd. JPY (zuvor: 6 Mrd. JPY) erwartet. Die Umsatzplanung wurde von 2,80 Bio. JPY auf 2,55 Bio. JPY reduziert. Der Anteilsschein verbilligte sich um 4,3 Prozent. Schließlich ging es für Sony (ISIN JP3435000009/ WKN 853687) um 1,9 Prozent nach unten. Der Unterhaltungselektronik-Konzern hat Kazuo Hirai zum President und CEO bestellt. Dabei tritt Hirai, derzeit Executive Deputy President, zum 1. April 2012 die Nachfolge von Howard Stringer in diesen Ämtern an. Der aktuelle Chairman, CEO und President Stringer wird ab Juni 2012 als Chairman des Board of Directors fungieren und Yotaro Kobayashi nachfolgen.
An den chinesischen Aktienmärkten ging es am Mittwoch wieder nach unten. Der Shanghai Composite verlor 1,07 Prozent auf 2.268,08 Stellen. Daneben verschlechterte sich in Hongkong der Hang Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733) um 0,28 Prozent auf 20.333,37 Punkte. Der Einkaufsmanager-Index in China hat sich im Januar leicht verbessert. Wie aus einer Pressemitteilung der China Federation of Logistics and Purchasing hervorgeht, lag der Einkaufsmanager-Index im Berichtsmonat bei 50,5 Punkten, was gegenüber dem Vormonat einem leichten Anstieg von 0,2 Punkten entspricht. Bei den wichtigsten Banktiteln waren heute rote Vorzeichen ausmachen. So ging es für CCB, HSBC und Bank of China zwischen 0,2 und 0,6 Prozent nach unten. Für ICBC stand sogar ein Wertverlust von 1,3 Prozent zu Buche.
Die thailändische Inflationsrate hat sich im Januar 2012 nach Angaben des Handelsministeriums abgemildert. So stiegen die Verbraucherpreise nur noch um 3,38 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einer Preissteigerung von 3,5 Prozent im Dezember. Binnen Monatsfrist erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um 0,39 Prozent.
Der indische Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) rückt zur Stunde um 0,62 Prozent auf 17.300,58 Stellen vor. Das indische Handelsbilanzdefizit hat sich im Dezember 2011 nach Angaben des Handelsministeriums deutlich vergrößert. Demnach erhöhte sich der Passivsaldo auf rund 12,7 Mrd. US-Dollar, nach 8,0 Mrd. US-Dollar im Vorjahresmonat. Hierbei wuchsen die Exporte binnen Jahresfrist um 6,7 Prozent auf 25,0 Mrd. US-Dollar, während die Importe ein Plus von 19,8 Prozent auf 37,8 Mrd. US-Dollar verbuchten. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich momentan die Aktien von Jindal Steel mit einem Zugewinn von 6,4 Prozent wieder. Die rote Laterne wird indes heute erneut von Coal India eingenommen. Das Papier gibt um 2,6 Prozent nach.
In Indonesien hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise im Januar 2012 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde abgebremst. So erhöhten sich die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch um 3,65 Prozent. Davor hatte die Inflationsrate im Dezember noch bei 3,79 Prozent gelegen. Im Vormonatsvergleich waren die Verbraucherpreise um 0,76 Prozent angestiegen.
Nikkei 225 (Japan): 8.809,79 (+0,08 Prozent) TOPIX (Japan): 757,96 (+0,36 Prozent) Hang Seng (China): 20.333,37 (-0,28 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.268,08 (-1,07 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.959,24 (+0,18 Prozent) SENSEX (Indien): 17.300,58 (+0,62 Prozent) JSX (Indonesien): 3.964,98 (+0,59 Prozent) STI (Singapur): 2.904,76 (-0,07 Prozent) (01.02.2012/ac/n/m)

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