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Wall Street-Schluss Deutliche Zugewinne, Amazon und Whirlpool im Blick

 |  01.02.2012, 22:22  |  890 Aufrufe  |   0  | 

New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem die wichtigsten US-Indizes am Dienstag nach eher durchwachsen ausgefallenen Quartalszahlen mit uneinheitlicher Tendenz aus dem Handel gingen, ging es am Mittwoch klar nach oben. Dabei stützten auch Hoffnungen auf einen Durchbruch bei der Griechenland-Problematik. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gewann 0,66 Prozent auf 12.716,46 Punkte, während der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) 1,22 Prozent auf 2.848,27 Zähler zulegte. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) notierte 0,89 Prozent stärker bei 1.324,08 Punkten.

Die US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im Januar 2012 erneut erhöht. Wie ADP mitteilte, stieg die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 170.000. Hierbei wuchs die Zahl um 18.000 im Produzierenden Gewerbe und um 152.000 im Dienstleistungsbereich. Für Dezember war insgesamt ein revidierter Anstieg um 292.000 (vorläufig: 325.000) ermittelt worden. Die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA haben sich im Januar 2012 verbessert. So hat sich der ISM-Index von revidiert 53,1 Punkten im Vormonat auf nun 54,1 Zähler erhöht. Volkswirte waren von einem Wert von 54,5 Punkten ausgegangen. Die Bauausgaben in den USA sind im Dezember 2011 gestiegen. Demnach haben sich die Bauausgaben gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent erhöht, nach einem Plus von revidiert 0,4 (vorläufig: +1,2) Prozent im Vormonat. Volkswirte hatten für den Berichtsmonat einen Zuwachs von 0,4 Prozent prognostiziert.

Bereits gestern nach Börsenschluss sorgte Amazon.com (ISIN US0231351067/ WKN 906866) mit seinem Zahlenausweis zum vierten Quartal für eine Enttäuschung. Während die durchschnittlichen Gewinnerwartungen übertroffen wurden, blieb man beim Umsatz hinter den Prognosen der Analysten zurück. Zudem fiel der Ausblick schwach aus. Der Nettogewinn reduzierte sich von 416 Mio. US-Dollar im vierten Quartal 2010 auf nun 177 Mio. US-Dollar bzw. 38 Cents je Aktie. Die Umsatzerlöse konnten von 12,95 Mrd. US-Dollar auf nun 17,43 Mrd. US-Dollar gesteigert werden. Analysten hatten im Vorfeld mit einem EPS von 19 Cents bei Umsatzerlösen in Höhe von 18,21 Mrd. US-Dollar gerechnet. Für das laufende erste Quartal 2012 stellt Amazon ein operatives Ergebnis zwischen -200 und +100 Mio. US-Dollar bei Umsätzen zwischen 12,0 und 13,4 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Analysten prognostizieren für das erste Quartal 2012 einen Gewinn je Aktie von 33 Cents. Die Umsatzerlöse werden auf 13,41 Mrd. US-Dollar geschätzt. Die Aktie brach um 7,7 Prozent ein.

Heute ging der Zahlenreigen bereits vor Handelsstart weiter. Sehr positiv aufgenommen wurde dabei die Bilanz von Whirlpool (ISIN US9633201069/ WKN 856331). Der Titel rückte um 13,5 Prozent vor. Der Haushaltsgerätehersteller hat seinen Gewinn im vierten Quartal erhöht, was das Ergebnis von Kostensenkungen und einer verbesserten Umsatzentwicklung in Nordamerika ist. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn belief sich auf 205 Mio. US-Dollar bzw. 2,62 US-Dollar pro Aktie, nach 171 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag das jüngste Ergebnis bei 32 Cents (Vorjahr: 43 Cents) pro Aktie. Der Umsatz nahm um 2 Prozent auf 4,9 Mrd. US-Dollar ab. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,96 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 4,98 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Energizer (ISIN US29266R1086/ WKN 927004) verschlechterten sich daneben um 0,6 Prozent. Der Hersteller von Rasierern und Batterien hat im ersten Geschäftsquartal einen Ergebnisanstieg ausgewiesen. Der Umsatz verbesserte sich ebenfalls leicht. Die Schätzungen der Analysten wurden beim Gewinn überboten. Der Ausblick wurde allerdings leicht gesenkt. Tupperware Brands (ISIN US8998961044/ WKN 901014) verloren 2,3 Prozent an Wert. Das auf die Herstellung und den Vertrieb von Plastikbehältern zur Aufbewahrung von Lebensmitteln spezialisiere Unternehmen hat seinen Gewinn im vierten Quartal verbessert. Die Erwartungen wurden allerdings verfehlt, was mit einer schwachen Umsatzentwicklung in Europa und Nordamerika zusammenhängt. Hershey (ISIN US4278661081/ WKN 851297) erhöhte ferner im abgelaufenen Quartal Umsatz und Ergebnis. Auf bereinigter Basis wurden die Gewinnschätzungen der Analysten dabei erreicht. Für die Anteilsscheine des Süßwarenherstellers ging es um 0,4 Prozent nach unten.

Der Internet-Anbieter AOL (ISIN US00184X1054/ WKN A0YECX) musste indes im vierten Quartal zwar einen Umsatz- und Ergebnisrückgang ausweisen, konnte jedoch die Analystenschätzungen übertreffen. Die Aktie verteuerte sich daraufhin um 9,6 Prozent. Aetna (ISIN US00817Y1082/ WKN 602155) legten um 3,1 Prozent zu. Der Krankenversicherer hat im abgelaufenen Quartal den Umsatz leicht erhöht, während sich der Nettogewinn deutlich verbesserte. Dabei profitierte man von der starken Entwicklung im Kerngeschäft. Die Gewinnschätzungen der Analysten wurden leicht übertroffen. ManpowerGroup (ISIN US56418H1005/ WKN 881964) schossen um 14,3 Prozent nach oben, nachdem der Zeitarbeitsspezialist im vierten Quartal mit einem Umsatzanstieg abschließen und wieder in die Gewinnzone zurückkehren konnte.

Die Papiere des Rüstungskonzerns Northrop Grumman (ISIN US6668071029/ WKN 851915) legten um 2,1 Prozent zu. Der Konzern hat im abgelaufenen Quartal einen Umsatzrückgang ausgewiesen. Der Gewinn wurde allerdings verbessert. Dabei wurden auch auf bereinigter Basis die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Ausblick auf das Gesamtjahr fiel aber enttäuschend aus. Marathon Oil (ISIN US5658491064/ WKN 852789) verbesserten sich um 0,6 Prozent, nachdem der Ölkonzern meldete, dass sich sein Gewinn im vierten Quartal verringert hat, was mit dem Spin-Off des Refining-, Marketing- und Transportation-Geschäfts zusammenhängt. Die Erwartungen wurden dabei verfehlt. NASDAQ OMX Group (ISIN US6311031081/ WKN 813516) verteuern sich nach Zahlen zum abgelaufenen Quartal minimal. Dabei sank der Gewinn trotz erhöhter Umsätze deutlich. Zurückzuführen war dies auf Sonderbelastungen. Die Erwartungen konnten auf bereinigter Basis jedoch geschlagen werden.

Durchmischte Nachrichten gab es heute vom Automobilsektor. Branchenführer General Motors (GM) (ISIN US37045V1008/ WKN A1C9CM) musste im Januar 2012 einen Rückgang bei den Absatzzahlen auf dem Heimatmarkt verbuchen, was auf eine schwächere Nachfrage nach Truck- und Crossover-Modellen zurückzuführen ist. So wurden im Monat Januar insgesamt 167.962 Fahrzeuge in den USA abgesetzt. Dies entspricht gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert einem Absatzminus von 6,1 Prozent. Daneben konnte Branchenzweiter Ford Motor (ISIN US3453708600/ WKN 502391) im Januar einen US-Absatzanstieg vorweisen. So wurden im Berichtsmonat insgesamt 136.710 Modelle in den USA abgesetzt, was gegenüber dem Vorjahreswert von 127.317 Fahrzeugen einem Plus von 7,4 Prozent entspricht. Sehr stark entwickelte sich der Absatz des Modells Ford Focus, der im Vergleich zum Vorjahreswert um 59,8 Prozent zulegen konnte. Während die Aktie von General Motors 1,5 Prozent zulegte, gaben Ford 0,7 Prozent nach. (01.02.2012/ac/n/m)

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