Ausblick Stärkere Eröffnung erwartet
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes konnten gestern ihren Aufwärtstrend vom Vortag beschleunigt fortsetzen. Die Stimmung am Markt blieb nach den jüngsten EU-Gipfelbeschlüssen positiv. Für zusätzliche Impulse sorgten Gerüchte, wonach es bald zu einer Einigung auf einen Schuldenschnitt für Griechenland kommen soll. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gewann zuletzt 2,44 Prozent auf 6.616,64 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) legte um 2,13 Prozent zu auf 10.128,66 Stellen. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es derweil um 1,49 Prozent nach oben auf 4.801,44 Zähler, während der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um 1,61 Prozent auf 755,84 Punkte anstieg.
Asiatische und US-Börsen:
Nachdem sich die wichtigsten US-Indizes am Dienstag nach eher durchwachsen ausgefallenen Quartalszahlen mit uneinheitlicher Tendenz aus dem Handel verabschiedeten, ging es am Mittwoch klar nach oben. Dabei stützten auch Hoffnungen auf einen Durchbruch bei der Griechenland-Problematik. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gewann 0,66 Prozent auf 12.716,46 Punkte, während der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) 1,22 Prozent auf 2.848,27 Zähler zulegte. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) notierte 0,89 Prozent stärker bei 1.324,09 Punkten. Die Futures notieren derzeit im Plus. So tendiert der Dow Jones Future bei 12.679,00 Punkten (+26,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 2.493,50 Punkten (+6,00 Punkte) und der S&P Future bei 1.323,60 Zählern (+3,80 Punkte).
Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den freundlichen Vorgaben der US-Börsen ebenfalls stärker. Nach der positiven Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 0,76 Prozent bei 8.876,82 Punkten.
In China zeigen die Aktienmärkte ebenfalls grüne Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 1,66 Prozent im Plus bei 20.670,48 Punkten, während der Shanghai Composite um 1,96 Prozent anzieht auf 2.312,56 Punkte.
Der Markt heute:
Der Bund Future fällt bisher um 0,39 Prozent auf 139,17 Punkte.
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.631 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 6.616,00 Zählern (+2,3 Prozent).
In Deutschland steht heute der VDMA-Auftragseingang an. Ferner werden in Spanien die Arbeitsmarktdaten und in der EU die Erzeugerpreise bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Produktivität gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Alliance Data Systems, Alliant Techsystems, Beazer Homes, Blackstone Group, Boston Scientific, Cardinal Health, Cigna, CME Group, Dow Chemical, Elizabeth Arden, Gilead Sciences, Goodrich, International Paper, Kellogg, Lear, Mastercard, Merck & Co., New York Times, Novellus Systems, Royal Caribbean, Sara Lee, Starwood Hotels, Sunoco, Take-Two Interactive, Viacom, Deutsche Bank, Sony, Munich Re, Unilever, Royal Dutch Shell, AstraZeneca und LVMH an.
Der deutsche Markt am Mittwoch:
Im Blickfeld der Investoren stand gestern im DAX vor allem auch der Zahlenausweis von Infineon (ISIN DE0006231004/ WKN 623100). Der Technologiekonzern hat seinen Umsatz im ersten Quartal gesteigert, während das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken ist. Umsatz und Ergebnis lagen dabei leicht über den Prognosen. Für das zweite Quartal wird ein unveränderter bis leicht rückläufiger Umsatz gegenüber dem Vorquartal erwartet. Der Konzernüberschuss erreichte 96 Mio. Euro, nach 232 Mio. Euro im Vorjahr und 125 Mio. Euro im Vorquartal. Die Aktie verbesserte sich auf Platz Eins der Gewinnerliste im DAX um 5,6 Prozent.
Die Europäische Kommission hat den geplanten Zusammenschluss der Deutschen Börse (ISIN DE000A1KRND6/ WKN A1KRND) und der NYSE Euronext (ISIN US6294911010/ WKN A0MLCE) untersagt. So ist die Kommission zu der Einschätzung gelangt, die Fusion behindere in erheblichem Maße effektiven Wettbewerb und hat den Zusammenschluss als mit dem Gemeinsamen Markt für nicht vereinbar erklärt. Die Anteilsscheine der Deutschen Börse legten um 1,1 Prozent zu.
Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) hat den Fahrzeugabsatz in Nordamerika im Januar dieses Jahres deutlich verbessert. So wurden im Januar 2012 insgesamt 27.209 Modelle abgesetzt, was einem Plus von 47,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Die Unternehmensaktie reagierte mit einem Plus von 2,4 Prozent. Für Aktien von HeidelbergCement (ISIN DE0006047004/ WKN 604700) ging es um 2,5 Prozent nach oben. Der Baustoffkonzern hat sich eine Verlängerung seiner ursprünglich Ende 2013 fälligen 3 Mrd. Euro Kreditlinie bis zum 31. Dezember 2015 gesichert.
Daneben ging es für Allianz (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) um 2,9 Prozent nach oben. Das Unternehmen verlautbarte, dass ein Konsortium mit Beteiligung des Versicherungskonzerns am 31. Januar den Erwerb eines 24,1-prozentigen Anteils an Gassled von der norwegischen Statoil (ISIN NO0010096985/ WKN 675213) abgeschlossen hat. Schließlich legten ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) um 2,7 Prozent zu. Der Aufsichtsrat des Stahlkochers hat den Verkauf der Edelstahlsparte Inoxum an den finnischen Konkurrenten Outokumpu Oy (ISIN FI0009002422/ WKN 885421) genehmigt.
Wichtige Meldungen:
Die amerikanische QUALCOMM Inc. (ISIN US7475251036/ WKN 883121) hat am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen zum ersten Fiskalquartal 2011/12 veröffentlicht. Dabei konnte der Spezialist für Mobilfunktechnologie den Gewinn steigern, was mit einem deutlichen Umsatzwachstum zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Zudem wurde ein starker Ausblick gegeben.
Der amerikanische Social Network-Betreiber Facebook Inc. hat am Mittwoch nach US-Börsenschluss seinen Börsenprospekt veröffentlicht. Demnach will das Unternehmen voraussichtlich im Lauf des zweiten Quartals den Gang an die Börse wagen. Dabei soll ein Emissionsvolumen von rund 5 Mrd. US-Dollar erzielt werden.
Die drei großen amerikanischen Automobilhersteller konnten im Januar auf ihrem Heimatmarkt nur zum Teil kräftige Absatzsteigerungen verzeichnen. Branchenführer General Motors Co. (GM) (ISIN US37045V1008/ WKN A1C9CM) musste im Januar 2012 einen Rückgang bei den Absatzzahlen auf dem Heimatmarkt verbuchen, was auf eine schwächere Nachfrage nach Truck- und Crossover-Modellen zurückzuführen ist. Der Branchenzweite, die Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391), hat dagegen im Januar 2012 insgesamt 136.710 Modelle in den USA abgesetzt, was gegenüber dem Vorjahreswert von 127.317 Fahrzeugen einem Plus von 7,4 Prozent entspricht. Die zum italienischen Automobilkonzern Fiat S.p.A. (ISIN IT0001976403/ WKN 860007) gehörende Chrysler Group LLC hat im Januar 2012 ihren US-Absatz ebenfalls kräftig ausgeweitet.
Der italienische Automobilkonzern Fiat S.p.A. (ISIN IT0001976403/ WKN 860007) gab am Mittwoch bekannt, dass er im vierten Quartal einen kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg erzielen konnte. (02.02.2012/ac/n/m)

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