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Sony erhöht Verlustprognose

Autor: EMFIS
 |  02.02.2012, 09:37  |  129 Aufrufe  |   0  | 
Tokio 02.02.2012 (www.emfis.de) Mission Impossible für den neuen Firmenchef Kazuo Hirai? Da die jüngsten Quartalszahlen schlecht ausgefallen sind, hat Sony seine Verlustprognose für das laufende Geschäftsjahr per März 2012 mehr als verdoppelt.

Erst gestern wurde bekannt, dass Hirai den Chefposten am 1. April antreten wird. Und er übernimmt das japanische Traditionsunternehmen in einer denkbar schlechten Verfassung: Mittlerweile rechnet Sony mit einem Nettoverlust von 220 Milliarden Yen (2,9 Milliarden US-Dollar). Bei der letzten Schätzung im November hatte der japanische Elektronikriese noch einen Verlust von 90 Milliarden Yen in Aussicht gestellt. Einer Umfrage von Thomson Reuters I/B/E/S zufolge hatten Analysten bislang im Schnitt einen Jahresverlust von 132,8 Milliarden Yen erwartet. Dies wäre das vierte Jahr in Folge, dass Sony Miese macht und damit auch die längste Pechsträhne seit dem IPO im Jahre 1958.

Ein ausschlaggebender Faktor ist dabei unter anderem das kränkelnde TV-Geschäft mit einem erwarteten Jahresverlust von 175 Milliarden Yen. Laut Bloomberg wurde seit 2004 in dieser Sparte bereits ein Fehlbetrag von 480 Milliarden Yen verbucht. Allerdings hat Sony sein Verkaufsziel von 20 Millionen TV-Geräten erneut bestätigt, während die Absatzprognosen für Kameras, PCs und Spielkonsolen gestutzt wurden.

Auch Verlust im Dezemberquartal

Große Hoffnung setzt das Unternehmen jedoch in die Handheld-Spielekonsole PlayStation Vita. Die japanischen Markteinführung war bereits Dezember. In den ersten drei Wochen gingen 500.000 Einheiten über die Ladentische. In Europa und den USA wird die PlayStation Vita ab dem 22. Februar verkauft.

Zeitgleich wurden auch die Zahlen für das Dezemberquartal veröffentlicht. Sony kam von Oktober bis Ende Dezember auf einen Nettoverlust von 159 Milliarden Yen. Einer Umfrage von Bloomberg zufolge hatten Analysten lediglich ein Minus von 43 Milliarden Yen erwartet. Nach Firmenangaben waren der starke Yen und die Rekordflut in Thailand für dieses Ergebnis verantwortlich. Hinzu kamen die Abschreibungen, nachdem sich Sony aus dem LCD-Panel-Joint-Venture mit Samsung zurückgezogen hatte.

Lesen Sie zu diesem Thema auch den Beitrag "Moody´s senkt Bonität von Sony und Panasonic" auf www.emfis.de .
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