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Börsen in Europa-Schluss Indizes bauen Zugewinne vorm Wochenende aus

 |  03.02.2012, 19:41  |  2798 Aufrufe  |   0  | 

Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes konnten ihre Zugewinne am Freitagnachmittag weiter ausweiten und schlossen im positiven Bereich. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewann bis Handelsende 1,49 Prozent auf 2.515,15 Punkte hinzu. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) verbesserte sich abschließend um 1,57 Prozent auf 2.500,47 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen zeigten eine positive Entwicklung.

Die italienische Statistikbehörde Istat gab heute bekannt, dass sich der Anstieg der italienischen Verbraucherpreise im Januar 2012 mit abgebremstem Tempo fortgesetzt hat. Demnach verringerte sich die Jahresteuerungsrate auf 3,2 Prozent, während die Inflationsrate im Dezember noch bei 3,3 Prozent gelegen hatte. Ferner legten die Lebenshaltungskosten auf Monatssicht um 0,3 Prozent zu. Der EU-harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) wuchs binnen Jahresfrist nur noch um 3,4 Prozent, nach 3,7 Prozent im Vormonat.

Für die Anteilsscheine der BT Group (ISIN GB0030913577/ WKN 794796) ging es heute 3,9 Prozent nach oben. Die größte Telefongesellschaft in Großbritannien hat ihren Gewinn im dritten Quartal trotz rückläufiger Umsätze deutlich verbessert. Dabei profitierte man von einer Kostenkontrolle und mehr Breitband-Kunden. Zudem wurde der Ausblick angehoben. Der Nettogewinn belief sich auf 491 Mio. Britische Pfund (GBP), gegenüber 347 Mio. GBP im Vorjahr. Der Konzernumsatz fiel um 5 Prozent auf 4,77 Mrd. GBP. Das bereinigte EBITDA nahm im Berichtszeitraum um 3 Prozent auf 1,52 Mrd. GBP zu. Der Konzern geht nun davon aus, bereits im Jahr 2013 ein bereinigtes EBITDA von mehr als 6 Mrd. GBP erzielen zu können. Der britische Software-Konzern Misys (ISIN GB00B45TWN62/ WKN A1H60R) steht in Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss mit dem schweizerischen Wettbewerber Temenos Group (ISIN CH0012453913/ WKN 676682). Nach Aussage des Konzerns dauern die Verhandlungen mit der Temenos Group derzeit noch an. Es gebe jedoch keine Gewissheit darüber, dass es tatsächlich zu einer Transaktion kommen werde, hieß es. Während Misys-Papiere 1,6 Prozent zulegen, verbesserten sich Anteilsscheine von Temenos um 15,7 Prozent.

Der Luxusgüterkonzern LVMH (ISIN FR0000121014/ WKN 853292) gab bekannt, dass er den Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern konnte. So verbuchte LVMH in Gesamtjahr einen Umsatz in Höhe von 23,66 Mrd. Euro. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert stellt dies eine Verbesserung um 16 Prozent dar. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft wurde um 22 Prozent auf 5,26 Mrd. Euro gesteigert. Der Nettogewinn legte um 1 Prozent auf 3,07 Mrd. Euro zu. Das Papier gewann abschließend 2,3 Prozent an Wert. Größter Verlierer im französischen CAC 40 war heute Unibal-Rodamco mit einem Minus von 1,8 Prozent. An der Indexspitze notierten die Aktien von Société Générale (+7,2 Prozent).

Aktien von Volvo (ISIN SE0000115446/ WKN 855689) gewannen heute 0,6 Prozent hinzu. Der Lkw-Hersteller hat im vierten Quartal Umsatz und Ergebnis verbessert. So lag der Umsatz mit 86,51 Mrd. Schwedischen Kronen (SEK) über dem Vorjahreswert von 73,40 Mrd. SEK. Unterm Strich verbuchte Volvo trotz einer höheren Steuerbelastung einen Gewinnanstieg auf 4,80 Mrd. SEK, nach 3,42 Mrd. SEK im Vorjahreszeitraum. Insgesamt konnte der Konzern nach eigenen Angaben von einer deutlich verbesserten Profitabilität und einem höheren Lkw-Absatz profitieren. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Volvo angesichts der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der Auswirkungen der Schuldenkrise eine schwächere Geschäftsentwicklung.

Papiere von PALFINGER (ISIN AT0000758305/ WKN 919964) legten 7,8 Prozent zu. Der Industriekranhersteller konnte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2011 um 29,7 Prozent auf 845,7 Mio. Euro steigern. Das Konzernergebnis verbesserte sich von 24,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 42,0 Mio. Euro. UNIQA Versicherungen (ISIN AT0000821103/ WKN 928900) musste im abgelaufenen Fiskaljahr angesichts hoher Einmaleffekte einen deutlichen Verlust ausweisen. Die laufenden Prämien lagen mit rund 5,37 Mrd. Euro um 4,4 Prozent über dem Vorjahreswert. In den Wachstumsmärkten in Osteuropa wurde sogar ein Plus von 5,5 Prozent erzielt. Im Konzernergebnis 2011 sind allerdings Einmalbelastungen in Höhe von rund 190 Mio. Euro aus dem Konzernumbau enthalten. Zusätzlich wurden Nettobelastungen in Höhe von 346 Mio. Euro durch Wertberichtigungen auf griechische Staatspapiere ausgewiesen. Das Ergebnis der Gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank dadurch auf rund -330 Mio. Euro. Das Papier ging mit einem Plus von 1,4 Prozent aus dem Handel.

Der Maschinenbaukonzern Metso (ISIN FI0009007835/ WKN 923876) hat einen weiteren Auftrag an Land gezogen. So wurde er vom brasilianischen Consorcio Construtor Belo Monte mit der Lieferung von Equipment für den Bau eines Wasserkraftwerks im brasilianischen Bundesstaat Pará beauftragt. Das Auftragsvolumen wurde auf rund 30 Mio. Euro beziffert. Der Titel gewann 0,2 Prozent hinzu.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.515,15 (+1,49 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.500,47 (+1,57 Prozent) FTSE 100 (London): 5.901,07 (+1,81 Prozent) CAC40 (Paris): 3.427,92 (+1,52 Prozent) MIB (Mailand): 16.439,62 (+1,00 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.861,20 (+1,01 Prozent) SMI (Zürich): 6.153,31 (+1,47 Prozent) ATX (Wien): 2.215,62 (+2,07 Prozent) (03.02.2012/ac/n/m)

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