Warten auf Mifid II
Neue Vorschläge zur Regulierung von ETFs: Zunächst soll alles beim Alten bleiben. Mifid II soll es dann regeln.
Die European Securities and Markets Authority (ESMA) hat in der vergangenen Woche ausführliche Vorschläge veröffentlicht, wie ETFs in der EU künftig reguliert werden sollten. Insbesondere die zuletzt in die Kritik geratenen Swap-ETFs wurden dabei ins Visier genommen. Kurz zusammengefasst bleibt im Grunde erst einmal alles beim Alten. Alle ETFs - auch gehebelte oder sonstige komplexe Strukturen - dürfen weiterhin ohne Einschränkungen an Privatanleger vertrieben werden.
Die ESMA will erst einmal abwarten, was die überarbeitete Mifid-Richtlinie für ETFs vorsieht. Sie soll 2013 in Kraft treten. Was könnte sich dannn ändern? Änderungsbedarf sehen die Aufseher besonders bei dem Thema Wertpapierleihe. Noch können alle Wertpapiere verliehen werden. Risiko dabei: Geht der Kontrahent pleite, kommt der Fonds kaum an die verliehenen Papiere ran. Zudem ist strittig, ob die Bank gleichzeitig einen ETF auf Swap-Basis anbieten und gleichzeitig Swap-Partner sein darf. Bislang ist das bei den meisten Häusern so. Problem: Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) weist auf Interessenkonflikte hin. So könnten Banken dies nutzen, um illiquide Wertpapiere als Sicherheiten zu hinterlegen.
Ein weiterer strittiger Punkt ist die Anteilsrückgabe. Die ESMA will klären, ob Anleger ETFs direkt an den Emittenten zurückgeben sollten wie bei sonstigen Investmentfonds auch.
(DIF)
In Kooperation mit €uro Fondsxpress

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