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EUR/USD Wöchentlicher Devisenkommentar: EUR/USD scheint bei 1,3200 USD starken Widerstand zu finden – Non-Commercials erhöhen Short-Positionierung

Autor: Jens Klatt
 |  06.02.2012, 09:18  |  1186 Aufrufe  |   0  | 

Die eingeleitete Gegenbewegung im EUR/USD scheint ein wenig ins Stocken zu geraten, den Euro-Bullen wollte es nicht gelingen die Marke bei 1,3200 US-Dollar zu überwinden. Schaut man sich den Tageschart aus einer etwas weiteren Perspektive an, so ist klar ersichtlich, dass sich das Währungspaar in einem intakten Abwärtstrend bewegt und bei 1,3230 USD einen Short-Trigger gefunden zu haben scheint. In Bereich um diese Marke verläuft unter anderem das 38,2%-Fibonacci-Retracement der Abwärtsbewegung vom 27.10.2011 bis 13.01.2012. In Verbindung mit dem überkauften Modus im (15, 5, 5)-Slow Stochastic und der übergeordnet allgemeinen Abwärtsstruktur scheint eine Wiederaufnahme des Abwärtstrends durchaus realistisch.

Spätestens mit dem Ausbruch aus dem "Gegenbewegungskanal" ist verstärkte Abwärtsdynamik zu erwarten und übergeordnet ist dann sogar ein Test des Jahrestiefs bei 1,2623 US-Dollar zu favorisieren. Sollte sich der EUR/USD widererwarten robust präsentieren, so wäre eine Ausdehnung der Gegenbewegung bis 1,3550 US-Dollar zu erwarten.
Aus sentimenttechnischer Sicht scheint es fast so, als würde die Gegenbewegung durchaus noch weiterlaufen können. Es konnte beobachtet werden, dass mit dem Überschreiten der Marke bei 1,2700 US-Dollar die breite Masse der Retail-Trader aggressiv in diese Gegenbewegung "hinein shorteten" und das derzeitige Sentiment begünstigt durchaus weiter anziehende Kurse. Der SSI notiert derzeit bei -1.67, gleichbedeutend mit der Aussage, dass 63% der Retail-Trader bei FXCM Short positioniert sind. Der Commitment of Traders Report zeigt, dass sich die Positionierung der Non-Commercials aktuell noch einmal verstärkt hat und diese tatsächlich auf einen weiter nachgebenden EUR/USD spekulieren. Natürlich begünstigt ein derart einseitiges Sentiment bei Zeiten auch eine starke Gegenbewegung, resultierend aus dem Eindecken eben dieser Positionen. Doch genau diese Argumentation begegnete uns bereits Anfang Januar und hat sich nun noch einmal verstärkt, was zeigt, dass der Euro seitens professioneller Marktteilnehmer offensichtlich als sehr schwach eingeschätzt wird.

Wichtige Marken (06.02. – 10.02.2012)

Support: 1,2623 | 1,2877 / 1,2940

Resist: 1,3550 | 1,3230

Solltet ihr Interesse an Trading-Ideen haben, die auf meinen Analysen aufbauen oder an weiteren Marktbetrachtungen, besucht mich börsentäglich in meinem kostenfreien Morning Meeting um 10:30 Uhr und registriert euch unter http://www.fxcm.de/forex-webinars.jsp.

Einen regen Informationsaustausch zum Thema Forex- und CFD-Trading, Diskussionen zum Speculative Sentiment Index (SSI) oder auch zum Thema Risk-Management findet ihr in unserem deutschen DailyFX-Forum unter http://forexforums.dailyfx.com/forex-forum-deutsch/.

Weitere Analysen z.B. zum DAX oder GBP/USD findet ihr auch in meinem kostenfreien RSS-Feed, den ihr euch als Lesezeichen hinterlegen oder euch in eure Handelsstation einbauen könnt: http://forexforums.dailyfx.com/external.php?type=rss2&forumids=1153

Schaut vorbei, es lohnt sich!

EUR/USD - Daily

 

Sentiment - Retail-Trader FXCM - EUR/USD

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Autor

Jens Klatt arbeitet als Marktanalyst bei FXCM und moderiert das deutsche DailyFX-Forum. Er ist seit über sieben Jahren in der Finanzbranche tätig. Er erlernte den Börsenhandel von der Pike auf bei einem großen Börsenmakler und wechselte dann an einen Eigenhandelsdesk. Dort handelte er Futures, vornehmlich auf den DAX, EuroFX und das Britische Pfund. Den Devisenhandel favorisiert er aufgrund seiner schönen und klaren Strukturen und betrachtet ein striktes Risk-Managment beim Trading seines eigenen Kontos als unabdingbar für den langfristigen Erfolg.