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Presse Deutsche Börse erwägt Klage gegen Fusionsverbot

 |  06.02.2012, 10:26  |  110 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Chef der Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005), der nach der gescheiterten Fusion mit der NYSE Euronext Inc. (ISIN US6294911010/ WKN A0MLCE) unter Druck gerät, prüft eine Klage gegen die Entscheidung der EU-Kommission. Wie er in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" (FTD) (Montagausgabe) erklärte, kann das Unternehmen aber auch aus eigener Kraft wachsen.

Nach Aussage von Reto Francioni behält sich sein Konzern eine Klage gegen die EU-Entscheidung vor. Eine Entscheidung könne erst fallen, wenn die Begründung der Kommission juristisch analysiert und bewertet wurde. Jedoch hält Francioni die Argumente der Wettbewerbskommission für schwach.

Er kündigte an, nun mit Nachdruck die eigenen Positionen auszubauen, mit Schwerpunkt auf den Bereichen Derivateclearing, Risiko- und Sicherheitenmanagement. Darüber hinaus will er die Internationalisierung und das eigene Wachstum beschleunigen. Hierzu sei der Börsenbetreiber stark genug, auch wenn es jetzt länger dauern werde als mit einer Fusion.

Der Deutschen Börse-Chef hält sein Unternehmen für unverändert attraktiv und ertragsstark. Er rechnet auch für 2012 mit einem guten Geschäftsjahr, so Reto Francioni gegenüber der Zeitung.

Der Aktienkurs der Deutschen Börse notiert aktuell bei 47,25 Euro (+0,10 Prozent). (06.02.2012/ac/n/d)

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