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AKTIEN IM FOKUS Bankenwerte schwächeln wegen Sorgen um Griechenland

Autor: dpa-AFX
 |  06.02.2012, 11:22  |  346 Aufrufe  |   0  | 

FRANKFURT (dpa-AFX) - Aktien aus dem Bankensektor haben zum Wochenauftakt am Montag besonders stark unter der marktbreiten Unsicherheit wegen Griechenland gelitten. Gegen 11.10 Uhr büßten die Titel der Deutschen Bank am Dax-Ende 2,75 Prozent auf 33,105 Euro ein und die der Commerzbank verloren 1,57 Prozent auf 1,886 Euro. Der deutsche Leitindex Dax gab um 0,60 Prozent auf 6.726,31 Punkte nach.

Börsianer verwiesen als Belastung vor allem auf die wieder zunehmende Sorge vor einer Staatspleite Griechenlands. 'Griechenland kämpft zur Vermeidung einer Pleite um die schmerzhaften Bedingungen und dies sorgt für Unsicherheit', sagte Händlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets im Hinblick auf den insgesamt schwächelnden Aktienmarkt. 'Sollte es bis Mitte Februar keine Einigung geben, ist dies eine Grundlage für die Zahlungsunfähigkeit, wenn im März ein größerer Teil der Schulden fällig wird.' Zuvor war eine Verhandlungsrunde am Sonntagabend in Athen ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Die Beratungen sollen an diesem Montag fortgesetzt werden.

Aktienhändler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade verwies darauf, dass Investoren gerade bei Banken weiter sehr nervös seien. 'Auf der einen Seite haben sie einen Großteil der diesjährigen Performance verpasst, da viele Fondsmanager den Finanzsektor untergewichtet hatten.' Auf der anderen Seite schwebten aber weiterhin die Risiken über der Branche. 'Bei einem Stimmungswechsel kann die Party im Finanzsektor sehr schnell beendet sein', so der Börsianer.

Eine Titelgeschichte der 'Financial Times' (FT), wonach es bei der europäischen Bankenaufsicht EBA Zweifel an den Plänen der Banken gebe, wie diese ihre bei dem letzten Stresstest ermittelten Kapitallücken schließen wollen, enthält indes laut Händlern 'nichts Neues'. Laut Markus Huber von ETX Capital könnten jedoch auch diese Spannungen kurzfristig im Sektor für Unsicherheit sorgen. 'Solche Aussagen sind besonders schädlich für jene Banken, die ohnehin schon Schwierigkeiten bei der Erfüllung der Anforderungen haben', so Huber.

Auch für Analyst Christian Muschick von Silvia Quandt Research steht der Bankensektor im Jahr 2012 vor zahlreichen Herausforderungen. Dazu gehörten vor allem die Engagements in Staatsanleihen angeschlagener südeuropäischer Länder, obgleich er einen Domino-Effekt mit einer Ausdehnung auf weitere Staaten für unwahrscheinlich hält. Hinzu kämen sektorweit die erwarteten Auswirkungen strengerer Regularien auf die Gewinne, meinte Muschick. Für die Deutsche Bank im Speziellen sei zudem noch der Führungswechsel zu einer Doppel-Spitze eine weiterer Unruheherd./tih/la

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