Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

Scope Analysis Keine Stimmungsaufhellung bei Initiatoren

 |  06.02.2012, 14:31  |  1574 Aufrufe  |   0  | 

Die Krise der Geschlossenen Fonds ist noch nicht vorüber. Dies zeigt der von Scope ermittelte aktuelle Stand des Geschäftsklimaindex. Während sich die Stimmung bei Vermittlern leicht verbesserte, ging sie bei den Initiatoren geringfügig bergab.

Scope hat insgesamt 73 Initiatoren Geschlossener Fonds, die zusammen mehr als 70 Prozent des platzierten Eigenkapitals repräsentieren, sowie knapp 100 Banken, Sparkassen und Vermögensberater befragt. Ergebnis: Kein einziger Initiator beurteilt die Lage des Gesamtmarktes 2011 als „gut“ oder „sehr gut“. 55 Prozent hingegen betrachten das abgelaufene Jahr als „unbefriedigend“. Jeder Zehnte bezeichnet die Lage 2011 als „schlecht“. Auch für das Jahr 2012 sehen die Emittenten die Marktlage skeptisch. Nur jeder Fünfte der befragten Initiatoren rechnet mit einem Anstieg des Eigenkapitalplatzierungsvolumens für den Gesamtmarkt. Fast zwei Drittel hingegen erwarten stagnierende Absatzzahlen in diesem Jahr. 16 Prozent der Befragten rechnen sogar mit einem sinkenden Platzierungsvolumen.

Leicht besser ist die Stimmungslage bei den Vermittlern Geschlossener Beteiligungen. Fast ein Drittel rechnet in diesem Jahr für den Gesamtmarkt mit einem höheren Platzierungsvolumen im Vergleich zu 2011. Vier von zehn Vermittlern erwarten Stagnation. Immerhin ein Viertel der Befragten rechnet mit sinkenden Absatzzahlen für die Gesamtbranche. Auch wenn die Vermittler tendenziell optimistischer für dieses Jahr gestimmt sind als die Fondsemittenten, glauben dennoch 93 Prozent nicht an ein Ende der Krise der Geschlossenen Fonds in diesem Jahr.

Vor allem die Risikoängste der Kapitalanleger, die generelle Zurückhaltung insbesondere bei erklärungsbedürftigen Produkten sowie Unsicherheiten durch die anstehende Regulierung werden von den Fondshäusern als Gründe für die pessimistischen Einschätzungen genannt. Auf der Angebotsseite bereitet Emittenten vor allem die mangelnde Verfügbarkeit von guten Investitionsobjekten Sorgen. Auch die Zurückhaltung der Banken spielt weiterhin eine Rolle.

Allerdings gibt es durchaus auch Lichtblicke. Vor allem das grundsätzlich hohe Anlegerinteresse an Sachwertanlagen ist sowohl für Vermittler als auch für Initiatoren ein Grund zur Hoffnung auf eine Verbesserung der aktuellen Marktlage. Auch die hohe Liquidität und der damit verbundene Anlagedruck bei vielen Investoren geben Anlass zu Optimismus.

Bewerten Sie diesen Artikel: (
0
Bewertungen)

Ihren XING-Kontakten zeigen

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Nachrichtensuche

Autor

Mit 1,2 Billionen analysierten Vermögenswerten im Jahr 2011 ist SCOPE die führende unabhängige europäische Ratingagentur. Die Unternehmensgruppe ist auf das Rating von Unternehmen, Anleihen, Fonds und Zertifikaten spezialisiert. Mit ihren Dienstleistungen unterstützt die Agentur über 900 Finanzinstitute aus 18 Ländern bei der Vergabe von Krediten, der Auswahl und Prüfung von Investments sowie dem Risiko-Monitoring ihrer Portfolien. Im Internet zu finden unter www.scope-group.de.