Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

Wasserkraftwerke Panta rhei - Das Potenzial von Wasserkraft für Investoren

 |  07.02.2012, 09:26  |  1705 Aufrufe  |   0  | 

Unabhängig von politischem Willen und Fördermodellen bietet Wasserkraft bereits seit Jahrzehnten rentable Anlagen zur Stromproduktion für Investoren und Industrie. Dieses enorme Potenzial gewinnt aufgrund der Strompreisentwicklung und fortschreitenden Vereinheitlichung des europäischen Elektrizitätsmarktes immer weiter an Attraktivität – und wird als Anlageklasse endlich auch für Privatinvestoren in Form von Beteiligungsmodellen erschlossen.

Vorab 3 Wasserkraft-Fakten:

  • Weltweit ist sie die am meisten genutzte erneuerbare Energiequelle
  • Sie verfügt über den höchsten Wirkungsgrad
  • Sie ist zudem die älteste eingesetzte regenerative Energiequelle



Wasserkraft im Vergleich

Die oben genannten Vorteile der Wasserkraft gegenüber anderen Energiequellen führen dazu, dass ihr Anteil am Energie-Mix der EU in etwa gleichauf mit der Kapazität der Kernenergie liegt (mit jeweils etwas über 15 %, 2009). Wasserkraft hält dabei mit großem Abstand den ersten Platz unter den Erneuerbaren Energien in der EU. Windenergie hat in den letzten 10 Jahren zwar stark aufgeholt, spielt aber mit knapp 10 % noch eine untergeordnete Rolle. Solarenergie stellt lediglich in der Beteiligungsbranche eine relevante Größe dar, im Mix der Energien findet sich ihr Anteil bei gerade mal ca. 1 %.

Die Vorteile gegenüber fossilen Brennstoffen liegen auf der Hand: Wasserkraft erzeugt keine relevanten Emissionen und braucht keine Brennstoffzufuhr. Ein der Ressourcenknappheit geschuldeter wichtiger Aspekt, aber auch politisch zunehmend bedeutend. Die Abkehr von fossilen Brennstoffen erzwingen auch die Lieferunterbrechungen bei Erdgas und Preisdiktate durch die OPEC, so dass Wasserkraft nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes wichtiger wird, sondern darüber hinaus die Energierechnung der jeweiligen Länder entlastet sowie die Sicherheit der Energieversorgung erhöht. Die Kosten liegen, wie bei den Erneuerbaren Energien üblich, in der Bau- und nicht in der Betriebsphase. Hier punktet Wasserkraft, da die extrem hohe uneingeschränkte Lebensdauer der Anlagen – die ältesten noch im Einsatz befindlichen Werke sind über 100 Jahre alt – eine unvergleichliche Wirtschaftlichkeit bieten.

Technische Vorteile bekräftigen den Vorrang der Wasserkraft gegenüber anderen Erneuerbaren Energien: Mit einem Wirkungsgrad von 85 % (andere EEs 20 - 40 %) und dem hohen Reifegrad der Technologie liefern Anlagen bereits seit etlichen Jahrzehnten zuverlässig Strom. Gleichzeitig ist Wasserkraft – durch seine Speicherkapazität – in der Lage, bedarfsorientiert eingesetzt zu werden. Laufkraftwerke ermöglichen eine stabile Grundversorgung, sie produzieren unabhängig von Wind und Sonne an 356 Tagen im Jahr Strom, Tag und Nacht. Andere Kraftwerkstypen, wie z.B. Pumpspeicherkraftwerke, sorgen für eine bedarfgerechte Lieferung und sind lukrativ, indem sie zu Bedarfsspitzen, also Höchstpreisen, liefern können.

Die International Energie Agency, die einen weltweiten Anstieg der Stromproduktion um 70 % bis 2030 prognostiziert, geht daher davon aus, dass Wasserkraft unter den Erneuerbaren Energien weiter führend bleibt und überproportional stark mitwächst.

Das Potenzial von Wasserkraft

Wasserkraft ist, im Gegensatz zu anderen regenerativen Energien, schon seit langem nicht nur eine ökologische, sondern auch ökonomische Form der Energiegewinnung. Wasserkraftwerke bieten vielfältige Chancen für unterschiedliche Investoren. Regional ist das Potenzial in Deutschland für Privatinvestoren sehr beschränkt. Hierzulande können vor allem kleine Anlagen um 1 MW konzipiert und erworben werden, der Eigenkapitalbedarf liegt dabei zwischen 1 bis 2 Mio. Euro und die Renditeerwartung bei knapp 10 % p. a. (IRR). Aufgrund des geringen Volumens finden diese Investitionen aber selten den Einzug in Beteiligungsmodelle. Das ökonomische Wasserkraftpotenzial in Deutschland ist sehr beschränkt und mit Ausnahme einiger neuer Projekte, ohne den chrakteristischen Reifegrad, für Privatinvestoren mit einem Investitionswunsch unter 200.000.- Euro nicht zugänglich. Große Chancen für entsprechenden Projekte bieten sowohl Skandinavien, wo Wasserkraft eine wesentliche Rolle spielt und lange Tradition hat, wie auch Südost-Europa, das bisher weniger als 50 % seines ökonomischen Wasserkraftpotenzials nutzt und durch die Veränderung des Strommarktes stark in den Fokus internationaler Investoren geraten ist.

Durch die lange Lebensdauer und die geringen Betriebskosten bieten Wasserkraftwerke über die anhand der aktuellen Strompreise kalkulierte Rendite hinaus erhebliches Potenzial. Energie-Agenturen und führende Analysten gehen von einer durchschnittlichen Preissteigerung von 4 % p. a. auf dem europäischen Strommarkt bis 2030 aus. Bei einem Verkauf der Anlagen nach einer, für Beteiligungsmodelle, üblichen Laufzeit von 20 Jahren entspricht die Preissteigerung im Strommarkt einem Wertzuwachs des Geschäftsmodells von über 100 % auf die ohnehin schon ansehnlichen Renditen.

Ob Heraklit mit seiner Flusslehre für die Investition in Wasserkraftwerke sprechen wollte, wird wahrscheinlich offen bleiben. Ausgeschlossen ist es nicht, da Römer und Griechen (einige Tausend Jahre nach den Chinesen) bereits Wasserkraft nutzten, ohne Frage trifft aber eines der überlieferten Zitate auf die Situation der Investoren zu: „Man kann nicht zweimal in denselben Fluß steigen.“ Zu welchem Zeitpunkt Investoren Chanchen wahrnehmen wollen, ist eine Frage der individuellen Investitionsphilosophie. Privatinvestoren, die entlang der Macrotrends interessiert sind, Sachwertinvestitionen im Bereich der Erneuerbaren Energien attraktiv finden und in Regionen mit starkem
Wirtschaftswachstum auch außerhalb von "old-Europe" investieren wollen, finden hier eine Anlageklasse mit außergewöhnlichen Chancen und einen historischen Einstiegszeitpunkt vor.

Aktuell wird die Bewertung des Aquila HydropowerINVEST II durch das AlphaAssets-Expertenpanel vorbereitet. Der Fonds investiert in ein Laufwasserkraftwerk in der Türkei und hat bereits einen Platzierungsstand von ca. 70 % erreicht. Aquila Capital hat, bislang als einziger Anbieter, bereits einen Wasserkraftfonds platziert und vollinvestiert. Der Aquila Norway HydropowerINVEST wurde mit einem Gesamtinvestionsvolumen von 10,4 Mio. Euro inkl. Agio als Private Placement angeboten und innerhalb eines Tages platziert. Der Fonds betreibt zwei Wasserkraftwerke im Westen Norwegens. Die Bewertung des aktuellen Fonds wird in Kürze veröffentlicht.

Bewerten Sie diesen Artikel: (
1
Bewertungen)

3
2
Ihren XING-Kontakten zeigen

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Nachrichtensuche

Autor

Nicolaus Thiele-Dohrmann, Herausgeber, alpha-assets.de.

alpha-assets.de beleuchtet Anlageklassen aus der Produktperspektive und lässt diese durch ein Expertenpanel, vorrangig bestehend aus den Entscheidern der Vermögensverwaltungen und Familiy Offices, beurteilen. Ziel von alpha-assets.de ist es, Produkte zu identifizieren die aufgrund von Anlageklasse, Emittent und Konzeption über ein herausragendes Chancen/Risiko-Profil verfügen.