Börsen in Europa am Morgen Abschläge, Xstrata/Glencore-Fusion und BP im Blick
Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes geben auch im frühen Dienstaghandel ab, nachdem sie bereits am Vortag im Minus geschlossen hatten. Dabei drückt weiter der drohende Staatsbankrott des EU-Mitglieds Griechenlands auf die Stimmung der Investoren. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert derzeit 0,44 Prozent auf 2.496,87 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) verschlechtert sich um 0,55 Prozent auf 2.488,31 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen zeigen eine klar negative Tendenz.
In Großbritannien verteuern sich im frühen Handel Anteilsscheine von Shire um 3,2 Prozent und stehen damit an der Spitze des FTSE 100. Dahinter können Titel von Cairn Energy und Glencore (ISIN JE00B4T3BW64/ WKN A1JAGV) um 2,7 Prozent bzw. 1,4 Prozent zulegen. Auf der anderen Seite geben Papiere von Burberry und Xstrata (ISIN GB0031411001/ WKN 552834) um 4,2 Prozent bzw. 2,5 Prozent ab. Der britisch-schweizerische Minen- und Rohstoffkonzern Xstrata meldete heute, dass er seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr kräftig steigern konnte. Daneben wurde die Fusion mit dem schweizerischen Rohstoffhändler Glencore beschlossen. Demnach haben die Directors von Xstrata und Glencore einen "Zusammenschluss unter Gleichen" vereinbart. Im Rahmen der Megafusion sollen Xstrata-Aktionäre 2,8 neue Glencore-Papiere für jede ihrer Aktie erhalten und mit 45 Prozent am fusionierten Unternehmen beteiligt sein. Der entstehende neue Branchenriese hat einen Wert von rund 90 Mrd. US-Dollar. Daneben notieren Aktien von BP (ISIN GB0007980591/ WKN 850517) mit -0,2 Prozent im oberen Drittel des britischen Leitindex. Der Ölkonzern meldete heute, dass er im vierten Quartal einen Gewinnzuwachs ausweisen konnte, was mit deutlich gestiegenen Ölpreisen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Zudem wurde die Dividende angehoben.
In der Schweiz brechen im SMI momentan Anteilsscheine des Uhrenherstellers Swatch Group (ISIN CH0012255151/ WKN 865126) nach Veröffentlichung der Kennzahlen für 2011 um 5,6 Prozent ein. Auch Richemont (-3,8 Prozent), Adecco (-1,5 Prozent) und ABB (-1,3 Prozent) sind zurzeit wenig gefragt. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Anleger stehen Titel von Transocean und Roche, die jeweils marginal zulegen können. UBS (ISIN CH0024899483/ WKN UB0BL6) tendieren gut 1 Prozent leichter. Die Großbank gab heute bekannt, dass ihr Gewinn im vierten Quartal deutlich eingebrochen ist, nachdem im Investment Banking der zweite Quartalsverlust in Folge verzeichnet wurde. Die Erwartungen der Analysten wurden damit verfehlt. Auch im Gesamtjahr zeigte sich der Gewinn rückläufig. UBS bekräftigte die Absicht, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 0,10 CHF pro Aktie vorzuschlagen und anschließend ein progressives Kapitalrückführungsprogramm zu implementieren.
In Frankreich präsentieren sich im CAC 40 heute Morgen Aktien von ArcelorMittal (ISIN LU0323134006/ WKN A0M6U2) um 2 Prozent fester. Der größte Stahlkonzern der Welt gab heute bekannt, dass er im vierten Quartal trotz gestiegener Umsätze einen höheren Verlust erwirtschaftet hat, was vor allem mit hohen Sonderbelastungen zusammenhängt. Operativ fiel das Ergebnis positiv aus, lag jedoch deutlich unter dem Vorjahr. Die Erwartungen wurden indes erfüllt. Ebenfalls gefragt sind Vallourec (+0,7 Prozent) sowie Cap Gemini (+0,4 Prozent). Zu den Top-Verlierern zählen u.a. Renault, Carrefour, STMicro, Accor und Safran, die jeweils rund 2 Prozent einbüßen. Die rote Laterne wird LVMH mit einem Abschlag von 3,6 Prozent getragen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.496,87 (-0,44 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.488,31 (-0,55 Prozent) FTSE 100 (London): 5.874,47 (-0,30 Prozent) CAC40 (Paris): 3.390,33 (-0,44 Prozent) MIB (Mailand): 16.426,22 (+0,22 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.782,20 (-0,60 Prozent) SMI (Zürich): 6.123,05 (-0,39 Prozent) ATX (Wien): 2.213,52 (-0,60 Prozent) (07.02.2012/ac/n/m)

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