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Ausblick Stärkere Eröffnung erwartet

 |  08.02.2012, 08:35  |  941 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte mussten gestern Abschläge hinnehmen. Dabei belastete erneut die Hängepartie um das hoch verschuldete Euro-Mitglied Griechenland die Gemüter der Investoren. Sollte sich nicht bald eine Einigung ergeben, droht Griechenland die Staatspleite. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verlor zuletzt 0,16 Prozent auf 6.754,20 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) gab um 0,66 Prozent nach auf 10.306,48 Stellen. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es derweil um 0,67 Prozent nach unten auf 4.924,98 Zähler, während der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um 0,76 Prozent auf 763,75 Punkte verlor.

Asiatische und US-Börsen:

Die wichtigsten Indizes an der New Yorker Wall Street gingen am Dienstag mit Zugewinnen aus dem Handel. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) schloss 0,26 Prozent fester bei 12.878,20 Punkten. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) gewann bis Handelsende 0,07 Prozent hinzu auf 2.904,08 Zähler. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) zeigte eine Verbesserung um 0,20 Prozent auf 1.347,05 Punkte. Die Futures notieren derzeit im Plus. So tendiert der Dow Jones Future bei 12.852,00 Punkten (+21,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 2.534,25 Punkten (+5,00 Punkte) und der S&P Future bei 1.346,80 Zählern (+2,10 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den guten Vorgaben der US-Börsen freundlich. Nach der negativen Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 1,10 Prozent bei 9.015,59 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte ebenfalls grüne Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 1,48 Prozent im Plus bei 21.005,75 Punkten, während der Shanghai Composite um 2,43 Prozent anzieht auf 2.347,53 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future fällt bisher um 0,44 Prozent auf 138,02 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.794 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 6.796,25 Zählern (+0,6 Prozent).

In Deutschland stehen heute die Außenhandelsdaten und der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe an. Ferner werden in Japan die Leistungsbilanz und in Spanien die Industrieproduktion bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge und der Ölmarktbericht gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Cisco Systems, Computer Sciences, Coventry Health Care, CVS Caremark, Groupon, Ingersoll Rand, Ingram Micro, IntercontinentalExchange, Level 3 Communications, Moodys, News Corp., Prudential Financial, Ralph Lauren, Reynolds American, Sprint Nextel, Time Warner, Visa, Heidelberger Druckmaschinen, Grenkeleasing, Gerresheimer, Sanofi, Telenor, Vestas und Douglas Holding an.

Der deutsche Markt am Dienstag:

Im DAX präsentierte sich gestern die Aktie des Düngemittelherstellers K+S mit Zugewinnen von 1,5 Prozent. Dabei konnte der Wert von positiven Geschäftszahlen des norwegischen Konkurrenten Yara International (ISIN NO0010208051/ WKN A0BL7F) profitieren, der zuvor für das vierte Quartal mit einem überraschend deutlichen Gewinnanstieg aufwarten konnte. Anteilsscheine der Commerzbank positionierten sich mit einem Zugewinn von 3,2 Prozent an der Spitze des DAX.

Leichte Zugewinne waren daneben auch bei der Deutschen Telekom (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) auszumachen. Die Geschäftskundensparte T-Systems will einem Medienbericht zufolge viel mehr Arbeit in Ländern mit niedrigen Löhnen erledigen lassen. Das sagte Reinhard Clemens, Vorstand der Deutsche Telekom AG und Leiter von T-Systems, in einem Zeitungsinterview. "Aktuell erledigen Programmierer und Techniker in Ländern mit besonders günstigen Löhnen rund ein Viertel der Arbeit, 2015 sollte dieser Offshore-Anteil bei 40 bis 50 Prozent liegen. So entfällt hierzulande ein entsprechender Anteil - bei Freiberuflern und Partnerfirmen, aber auch Mitarbeitern." Gleichzeitig beschrieb es Clemens als "Kraftakt", 1 Mrd. Euro bis 2015 einzusparen, indem zusätzlich unter dem Dach der T-Systems die gesamte interne Computertechnik der Telekom zusammengezogen wird. Betriebsbedingte Kündigungen schloss Clemens aus.

Knapp im Minus notierte gestern die Aktie der Deutschen Lufthansa (ISIN DE0008232125/ WKN 823212). Einem Medienbericht zufolge will der Vorstandschef der führenden deutschen Fluglinie, Christoph Franz die operative Rendite der Fluggesellschaft langfristig auf 8 Prozent steigern. Das neue Sparziel von 1,5 Mrd. Euro will Franz unter anderem über einen Personalabbau in noch unbekannter Größenordnung sowie eine straffere Konzernstruktur erreichen, bei der einige Konzerntöchter Teile ihrer bisherigen Eigenverantwortung abgeben müssen. Bei Daimler (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) waren angesichts negativer Analystenkommentare größere Abschläge von 1,8 Prozent auszumachen. Einem Pressebericht zufolge will der Konzern gegen die ausufernde Masse von Vorschriften für seine Mitarbeiter vorgehen. "Wir haben uns im vergangenen Jahr auf den Weg gemacht, die Regelwerke zu entschlacken", sagte Christine Hohmann-Dennhardt, Vorstand für Integrität und Recht, in einem Zeitungsinterview. Zu ihrem Amtsantritt habe sie insgesamt 1.800 bestehende Regeln vorgefunden. "Wir haben die Zahl mittlerweile auf knapp 1.000 verringert. Und wir sind noch längst nicht am Ende." Schlusslicht im DAX war die Aktie von BMW, die rund 2 Prozent leichter tendierte.

Wichtige Meldungen:

Der Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney Co. (ISIN US2546871060/ WKN 855686) gab am Dienstag nach US-Börsenschluss seine Zahlen zum ersten Fiskalquartal 2011/12 bekannt. Der Nettogewinn belief sich auf 1,46 Mrd. US-Dollar bzw. 80 Cents je Aktie, nach 1,30 Mrd. US-Dollar bzw. 68 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum.

Der Anteilsschein des amerikanischen Softdrink-Konzerns Coca-Cola Co. (ISIN US1912161007/ WKN 850663) schloss nach Quartalszahlen mit Zugewinnen. Der Nettogewinn wurde auf 1,65 Mrd. US-Dollar bzw. 72 Cents je Aktie beziffert, was einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 5,77 Mrd. US-Dollar bzw. 2,46 US-Dollar je Aktie darstellt.

Der französische Baukonzern Vinci S.A. (ISIN FR0000125486/ WKN 867475) konnte im Geschäftsjahr 2011 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn eine Verbesserung ausweisen. (08.02.2012/ac/n/m)

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