Börse Frankfurt am Morgen Zugewinne, Gerresheimer brechen ein
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notieren zur Wochenmitte im frühen Handel in der Gewinnzone. Die Kurse werden dabei durch neuen Optimismus bezüglich einer baldigen Einigung im griechischen Schuldendrama beflügelt. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gewinnt aktuell 0,74 Prozent auf 6.804,45 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um 0,22 Prozent auf 10.329,65 Stellen steigt. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 0,62 Prozent auf 4.955,36 Zähler nach oben. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) verbessert sich um 0,44 Prozent auf 767,13 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,12 Prozent auf 137,78 Punkte, während sich der Euro um 0,22 Prozent auf 1,3277 US-Dollar verteuert.
Der deutsche Außenhandelsüberschuss hat sich im Jahr 2011 vergrößert. Dabei überstiegen die Ausfuhren erstmals eine Billion Euro und auch die Einfuhren erreichten einen neuen Rekordwert. Nach vorläufigen Außenhandelsdaten des Statistischen Bundesamtes wies die Außenhandelsbilanz einen Überschuss von 158,1 Mrd. Euro aus, nachdem im Vorjahr ein Aktivsaldo von 154,9 Mrd. Euro verzeichnet worden war. Nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank schloss die Leistungsbilanz mit einem Plus von 135,9 Mrd. Euro, nach 141,5 Mrd. Euro im Vorjahr. Deutschland exportierte Waren im Wert von 1.060,1 Mrd. Euro und importierte Waren für 902,0 Mrd. Euro. Damit erhöhten sich die Ausfuhren um 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Einfuhren um 13,2 Prozent zulegten. Unterdessen musste das Verarbeitende Gewerbe im Dezember 2011 nach vorläufigen Angaben einen Umsatzrückgang verbuchen. Gegenüber dem Vorjahresmonat fiel der Umsatz arbeitstäglich- und preisbereinigt um 0,5 Prozent, nach einem Plus von 1,8 Prozent im November. Hierbei zog der Inlandsumsatz um 3,2 Prozent an, wogegen die Erlöse im Geschäft mit den ausländischen Abnehmern um 4,2 Prozent nachgaben.
Die wichtigsten Indizes an der New Yorker Wall Street gingen am Dienstag mit Zugewinnen aus dem Handel. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) schloss 0,26 Prozent fester bei 12.878,20 Punkten. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) gewann bis Handelsende 0,07 Prozent hinzu auf 2.904,08 Zähler. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) zeigte eine Verbesserung um 0,20 Prozent auf 1.347,05 Punkte.
Die Deutsche Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) will einem Medienbericht zufolge ihre Tochter Norisbank umstrukturieren und künftig als Direktbank über das Internet auftreten lassen. Wie es heißt, will der Mutterkonzern die bundesweit rund 100 Filialen auflösen und die etwa 400 betroffenen Mitarbeiter der Bank in den Filialvertrieb ihrer Tochter Deutsche Postbank (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) integrieren. Das Papier verteuert sich um 1,9 Prozent. An der Indexspitze des DAX legen Commerzbank um 8,4 Prozent zu, während BMW am Indexende mit einem Abschlag von 0,8 Prozent hinterherfahren.
Diverse Quartalsbilanzen gibt es heute aus der zweiten Reihe. Douglas Holding (ISIN DE0006099005/ WKN 609900) hat im ersten Quartal 2011/12 nach einem positiven Weihnachtsgeschäft ein leichtes Umsatzwachstum verzeichnet. Der Jahresüberschuss ging jedoch leicht zurück. Laut dem Konzern steht der Buchbereich vor großen Herausforderungen. Die Prognose für Geschäftsjahr 2011/12 wurde indes bestätigt. Der Konzernumsatz erhöhte sich im ersten Quartal (1. Oktober bis 31. Dezember 2011) um 1,3 Prozent auf 1,19 Mrd. Euro. Bereinigt um die veräußerten Parfümerien in Russland ergab sich ein Anstieg von 2,8 Prozent. In der vergleichbaren Betrachtung übertrafen die Umsätze den Vorjahreswert um 2,1 Prozent. Der Überschuss belief sich auf 91,7 Mio. Euro (Vorjahr: 93,9 Mio. Euro). Die Titel des Einzelhandelskonzerns steigen um 1,2 Prozent. Daneben brechen Gerresheimer (ISIN DE000A0LD6E6/ WKN A0LD6E) am Indexende um 8,2 Prozent ein. Der Verpackungshersteller hat das Geschäftsjahr 2011 (01. Dezember 2010 bis 30. November 2011) mit einem kräftigen Plus bei Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. So wuchs der Umsatz um 6,8 Prozent auf 1,09 Mrd. Euro. Zu konstanten Wechselkursen betrug das Umsatzwachstum 7,8 Prozent. Das Konzernergebnis ist daneben um 16,5 Prozent und damit doppelt so stark wie der Umsatz gestiegen und liegt bei 54,4 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie klettert damit auf 1,61 (Vorjahr: 1,38) Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich um 25,1 Prozent auf 2,44 Euro.
Heidelberger Druckmaschinen (ISIN DE0007314007/ WKN 731400) verlautbarte, dass man in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust auf Vorjahresniveau erwirtschaftet hat. Dabei ging der Umsatz leicht zurück. Mit dem Effizienzprogramm "FOCUS 2012" will der Konzern zur nachhaltigen Profitabilität zurückkehren. Der Auftragseingang lag in den ersten neun Monaten (1. April bis 31. Dezember 2011) mit 1,98 Mrd. Euro um 7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Umsatz belief sich gleichzeitig auf 1,81 Mrd. Euro, was zum Vorjahr einem Rückgang um 4 Prozent entspricht; währungsbereinigt erreichte er mit 1,84 Mrd. Euro nahezu das Vorjahresniveau. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ohne Sondereinflüsse konnte trotz niedrigerer Umsatzerlöse auf -19 Mio. Euro (Vorjahr: -26 Mio. Euro) verbessert werden. Nach drei Quartalen beläuft sich der Fehlbetrag des laufenden Geschäfts auf -79 Mio. Euro (Vorjahr: -78 Mio. Euro). Die Aktie des Druckmaschinenherstellers verteuert sich um 2,5 Prozent.
Im TecDAX geht es für SINGULUS TECHNOLOGIES (ISIN DE0007238909/ WKN 723890) um 2 Prozent nach oben. Der Konzern hat nach vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 den Umsatz deutlich gesteigert. Die eigene Prognose wurde damit erfüllt. Der Umsatz stieg um 34 Prozent auf mehr als 160 Mio. Euro. Der Auftragseingang für 2011 übertraf mit 151,5 Mio. Euro ebenfalls den Vorjahreswert (128,2 Mio. Euro).
Im SDAX verteuern sich GRENKELEASING (ISIN DE0005865901/ WKN 586590) um 1,4 Prozent. Das Unternehmen konnte im Geschäftsjahr 2011 einen kräftigen Gewinnanstieg erzielen und somit die im August 2011 angehobene Gewinnprognose übertreffen. Der Gewinn vor Steuern wuchs gegenüber Vorjahr um 38 Prozent auf 50,4 Mio. Euro. Der Konzerngewinn erhöhte sich um 41 Prozent auf 39,3 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 2,87 Euro, nach 2,03 Euro im Vorjahr.
DAX: 6.804,45 (+0,74 Prozent) MDAX: 10.329,65 (+0,22 Prozent) SDAX: 4.955,36 (+0,62 Prozent) TecDAX: 767,13 (+0,44 Prozent) (08.02.2012/ac/n/m)

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