Ölpreise im Plus - Griechenland-Hoffnung hebt Risikobereitschaft
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch im Fahrwasser steigender Aktienmärkte zulegen können. Die Hoffnung auf ein Ende der Hängepartie in Griechenland sorge für zunehmende Risikofreude an den Finanzmärkten, sagten Händler. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete zuletzt 116,46 US-Dollar. Das waren 23 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) legte um 1,11 Dollar auf 99,52 Dollar zu.
Nach wie vor sind die Verhandlungen über einen Schuldenschnitt und ein neues Rettungspaket für das hochverschuldete Griechenland das beherrschende Thema am Markt. Griechische Medien berichteten am Mittag, die Einigung mit den privaten Gläubigern sei endlich erzielt worden. Laut Christophe Frankel, Vize-Chef des EFSF, wird der Krisenfonds wahrscheinlich eine 'signifikante Rolle' beim Schuldenschnitt spielen. Damit mehren sich die Anzeichen dafür, dass der EFSF die griechischen Anleihen der Europäischen Zentralbank übernehmen könnte. Die Notenbank ist als größter Einzelgläubiger ein entscheidender Akteur beim Schuldenschnitt.
Der griechische Ministerpräsident Lucas Papademos will sich heute Nachmittag außerdem in Athen mit den Chefs der drei Regierungsparteien treffen, um Übereinstimmung über die Auflagen der internationalen Geldgeber für die neuen Rettungsmaßnahmen zu erlangen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist ebenfalls gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 114,68 US-Dollar. Das waren 1,28 Dollar mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./hbr/bgf

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