Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

Aktien Frankfurt Griechenland-Hoffnung treibt Dax auf neues Sechsmonatshoch

Autor: dpa-AFX
 |  08.02.2012, 11:55  |  560 Aufrufe  |   0  | 

FRANKFURT (dpa-AFX) - Hoffnungen auf gute Nachrichten aus Griechenland haben den Dax am Mittwoch auf ein neues Sechsmonatshoch getrieben. Gegen Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,58 Prozent höher bei 6.793,21 Punkten und knüpfte damit nach zwei schwächeren Tagen wieder an seinen Aufwärtstrend an. Bereits am Vortag war das Börsenbarometer zum Handelsauftakt auf den höchsten Stand seit Anfang August geklettert, wegen der Sorgen über die griechischen Schuldenprobleme aber schnell wieder abgebröckelt. Der MDax gewann am Mittwoch 0,41 Prozent auf 10.349,05 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,91 Prozent auf 770,70 Punkte vor.

 

Das neueste, von den internationalen Geldgebern geforderte griechische Sparprogramm soll am heutigen Mittwoch in Athen offiziell von der Regierung beschlossen werden. Derzeit prüfen die Parteichefs und ihre Berater ein Dokument, in dem die Sparmaßnahmen aufgelistet sind, erfuhr die dpa aus Kreisen der Sozialisten und der Konservativen. Die parallelen Verhandlungen mit privaten Gläubigern wie Banken und Hedge-Fonds über einen freiwilligen Schuldenschnitt waren am Dienstag nach Angaben eines Sprechers des internationalen Bankenverbands IIF 'produktiv' verlaufen.

 

BERICHTE ÜBER BETEILIGUNG VON EZB AN SCHULDENSCHNITT

 

IG-Markets-Analyst Gregor Kuhn sah Meldungen, wonach sich die Europäische Zentralbank doch an einem Schuldenschnitt in Griechenland beteiligen könnte, als Kurstreiber. Diskutiert wird offenbar, dass die Notenbank griechische Staatsanleihen in ihrem Portfolio an den Euro-Rettungsschirm EFSF unter Nennwert verkauft und so auf mögliche Kursgewinne zum Laufzeitende verzichtet. Derweil legten einige Unternehmen vor allem aus dem MDax Zahlen vor.

 

Die Bankenwerte gehörten angesichts der positiven Erwartungen für Griechenland zu den größten Gewinnern. Die Aktien der Commerzbank sprangen an der Dax-Spitze um 5,99 Prozent auf 2,070 Euro hoch. Die Titel der Deutschen Bank , zu der es zudem einige Medienberichte gab, verteuerten sich um 1,86 Prozent auf 34,580 Euro. Die Abweisung zweier Klagen gegen das Institut in den USA wegen verbriefter Hypothekenpapiere sei gut für die Stimmung gegenüber den Papieren, sagte ein Händler. Allerdings seien noch einige weitere Klagen anhängig.

 

GERINGERER VERLUST STÜTZT HEIDELBERGER DRUCK

 

Die Anteilsscheine von Heidelberger Druck legten um marktkonforme 0,50 Prozent auf 1,616 Euro zu, nachdem der angeschlagene Druckmaschinenhersteller einen geringer als befürchtet ausgefallenen Verlust für das dritte Geschäftsquartal berichtet hatte. Zudem bestätigte das Unternehmen den Ausblick. Händler begrüßten das etwas bessere Ergebnis, sahen aber keinen starken Kurseinfluss. Allerdings hatten die Papiere zuletzt wieder dem Markt hinterhergehinkt und holten nun wieder auf, nachdem eine böse Überraschung ausgeblieben war.

 

Der Spezialverpackungs-Hersteller Gerresheimer ist nach einem robusten Geschäftsjahr zwar auch für das laufende Jahr optimistisch. Börsianer monierten indes, dass sowohl der Umsatz als auch die Ertragskennziffern etwas unter den Prognosen lägen. Ein Analyst betonte zudem den schwachen Ausblick für die Margen. Die Anteilsscheine sackten am MDax-Ende um knapp 7 Prozent ab. Dagegen verteuerten sich die Douglas-Titel um überdurchschnittliche 0,91 Prozent. Der Handelskonzern lag mit seinen Zahlen für das erste Geschäftsquartal teilweise etwas über den Marktschätzungen und bestätigte den Jahresausblick.

 

OPERATIVE WENDE STÜTZT SINGULUS

 

Der im TecDax gelistete Spezialmaschinenbauer Singulus hatte 2011 wie erwartet operativ die Wende geschafft, was den Aktien zu Gewinnen von 1,76 Prozent verhalf. Nach drei verlustreichen Jahren fiel zumindest vor Zinsen und Steuern wieder ein Gewinn an. Allerdings nannte Singulus keine genauen Zahlen und machte auch keine Angaben, ob auch unter dem Strich schwarze Zahlen erreicht wurden. Außerdem verfehlte das Unternehmen beim Auftragseingang die Erwartungen der Experten./gl/la

 

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

 

 

 

 

Bewerten Sie diesen Artikel: (
0
Bewertungen)

Ihren XING-Kontakten zeigen

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Nachrichtensuche

Enthaltene Werte

WertpapierKursZeitPerf. in %
6.339,94
25.05.
+0,38
10.196,44
25.05.
-0,34
752,47
25.05.
+0,08