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Börse Frankfurt am Mittag Weiter im Plus, Zahlen aus der zweiten Reihe im Blick

 |  08.02.2012, 13:20  |  607 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notieren zur Wochenmitte im Mittagshandel weiter in der Gewinnzone. Die Kurse werden dabei durch neuen Optimismus bezüglich einer baldigen Einigung im griechischen Schuldendrama beflügelt. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gewinnt aktuell 0,74 Prozent auf 6.804,03 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um 0,39 Prozent auf 10.346,38 Stellen steigt. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 0,72 Prozent auf 4.960,59 Zähler nach oben. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) verbessert sich um 1,03 Prozent auf 771,63 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,14 Prozent auf 137,76 Punkte, während sich der Euro um 0,23 Prozent auf 1,3279 US-Dollar verteuert.

Der deutsche Außenhandelsüberschuss hat sich im Jahr 2011 vergrößert. Dabei überstiegen die Ausfuhren erstmals eine Billion Euro und auch die Einfuhren erreichten einen neuen Rekordwert. Nach vorläufigen Außenhandelsdaten des Statistischen Bundesamtes wies die Außenhandelsbilanz einen Überschuss von 158,1 Mrd. Euro aus, nachdem im Vorjahr ein Aktivsaldo von 154,9 Mrd. Euro verzeichnet worden war. Nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank schloss die Leistungsbilanz mit einem Plus von 135,9 Mrd. Euro, nach 141,5 Mrd. Euro im Vorjahr. Deutschland exportierte Waren im Wert von 1.060,1 Mrd. Euro und importierte Waren für 902,0 Mrd. Euro. Damit erhöhten sich die Ausfuhren um 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Einfuhren um 13,2 Prozent zulegten. Unterdessen musste das Verarbeitende Gewerbe im Dezember 2011 nach vorläufigen Angaben einen Umsatzrückgang verbuchen. Gegenüber dem Vorjahresmonat fiel der Umsatz arbeitstäglich- und preisbereinigt um 0,5 Prozent, nach einem Plus von 1,8 Prozent im November. Hierbei zog der Inlandsumsatz um 3,2 Prozent an, wogegen die Erlöse im Geschäft mit den ausländischen Abnehmern um 4,2 Prozent nachgaben.

An der Wall Street zeichnet sich heute eine positive Handelseröffnung ab. So gewinnt der Dow Jones Future derzeit 0,10 Prozent. Der NASDAQ-Future verbessert sich momentan um 0,12 Prozent, während der S&P-Future um 0,15 Prozent zulegt.

Die Deutsche Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) will einem Medienbericht zufolge ihre Tochter Norisbank umstrukturieren und künftig als Direktbank über das Internet auftreten lassen. Wie es heißt, will der Mutterkonzern die bundesweit rund 100 Filialen auflösen und die etwa 400 betroffenen Mitarbeiter der Bank in den Filialvertrieb ihrer Tochter Deutsche Postbank (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) integrieren. Das Papier verteuert sich um 1,8 Prozent. BMW (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) fahren um 0,1 Prozent vor. Der Automobilkonzern hat seinen Absatz im Januar 2012 deutlich gesteigert. So wurden insgesamt 112.163 Fahrzeuge der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce ausgeliefert, was einem Zuwachs von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat mit 105.193 entspricht. Die Marke BMW verzeichnete den stärksten Januar ihrer Geschichte. Die Verkäufe stiegen um 5,9 Prozent auf 96.183 Fahrzeuge, nach zuvor 90.858 Einheiten. An der Indexspitze des DAX legen Commerzbank um 7,3 Prozent zu, während Infineon am Indexende einen Abschlag von 1,4 Prozent ausweisen.

Diverse Quartalsbilanzen gibt es heute aus der zweiten Reihe. Gerresheimer (ISIN DE000A0LD6E6/ WKN A0LD6E) brechen am Indexende des MDAX um 7 Prozent ein. Der Verpackungshersteller hat das Geschäftsjahr 2011 (01. Dezember 2010 bis 30. November 2011) mit einem kräftigen Plus bei Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. So wuchs der Umsatz um 6,8 Prozent auf 1,09 Mrd. Euro. Zu konstanten Wechselkursen betrug das Umsatzwachstum 7,8 Prozent. Das Konzernergebnis ist daneben um 16,5 Prozent gestiegen und liegt bei 54,4 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie klettert damit auf 1,61 (Vorjahr: 1,38) Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich um 25,1 Prozent auf 2,44 Euro. Douglas Holding (ISIN DE0006099005/ WKN 609900) hat derweil im ersten Quartal 2011/12 nach einem positiven Weihnachtsgeschäft ein leichtes Umsatzwachstum verzeichnet. Der Jahresüberschuss ging jedoch leicht zurück. Die Prognose für Geschäftsjahr 2011/12 wurde bestätigt. Der Konzernumsatz erhöhte sich im ersten Quartal (1. Oktober bis 31. Dezember 2011) um 1,3 Prozent auf 1,19 Mrd. Euro. In der vergleichbaren Betrachtung übertrafen die Umsätze den Vorjahreswert um 2,1 Prozent. Der Überschuss belief sich auf 91,7 Mio. Euro (Vorjahr: 93,9 Mio. Euro). Die Titel des Einzelhandelskonzerns steigen um 1 Prozent.

Heidelberger Druckmaschinen (ISIN DE0007314007/ WKN 731400) verlautbarte, dass man in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust auf Vorjahresniveau erwirtschaftet hat. Dabei ging der Umsatz leicht zurück und belief sich auf 1,81 Mrd. Euro, was zum Vorjahr einem Rückgang um 4 Prozent entspricht; währungsbereinigt erreichte er mit 1,84 Mrd. Euro nahezu das Vorjahresniveau. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ohne Sondereinflüsse konnte trotz niedrigerer Umsatzerlöse auf -19 Mio. Euro (Vorjahr: -26 Mio. Euro) verbessert werden. Nach drei Quartalen beläuft sich der Fehlbetrag des laufenden Geschäfts auf -79 Mio. Euro (Vorjahr: -78 Mio. Euro). Die Aktie des Druckmaschinenherstellers verteuert sich um 1 Prozent. Für HOCHTIEF (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) geht es um 1,5 Prozent nach oben, nachdem der Baukonzern weitere Aufträge im Gesamtvolumen von fast 600 Mio. Euro an Land ziehen konnte.

Im TecDAX geht es für SINGULUS TECHNOLOGIES (ISIN DE0007238909/ WKN 723890) um 2 Prozent nach oben. Der Konzern hat nach vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 den Umsatz deutlich gesteigert. Die eigene Prognose wurde damit erfüllt. Der Umsatz stieg um 34 Prozent auf mehr als 160 Mio. Euro. Der Auftragseingang für 2011 übertraf mit 151,5 Mio. Euro ebenfalls den Vorjahreswert (128,2 Mio. Euro). Die zu centrotherm photovoltaics (ISIN DE000A0JMMN2/ WKN A0JMMN) gehörende Tochter centrotherm SiTec GmbH hat derweil im saudi-arabischen Riad einen Vertrag über das Basic Engineering und das Technologiekonzept für eine Polysilizium-Fabrik mit IDEA Polysilicon Company (IPC) unterzeichnet. Der Titel klettert daraufhin um 7,9 Prozent in die Höhe.

Im SDAX verteuern sich GRENKELEASING (ISIN DE0005865901/ WKN 586590) um 1,8 Prozent. Das Unternehmen konnte im Geschäftsjahr 2011 einen kräftigen Gewinnanstieg erzielen und somit die im August 2011 angehobene Gewinnprognose übertreffen. Der Gewinn vor Steuern wuchs gegenüber Vorjahr um 38 Prozent auf 50,4 Mio. Euro. Der Konzerngewinn erhöhte sich um 41 Prozent auf 39,3 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 2,87 Euro, nach 2,03 Euro im Vorjahr.

DAX: 6.804,03 (+0,74 Prozent) MDAX: 10.346,38 (+0,39 Prozent) SDAX: 4.960,59 (+0,72 Prozent) TecDAX: 771,63 (+1,03 Prozent) (08.02.2012/ac/n/m)

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