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Deka-EZB-Kompass Verhindern unkonventionelle Maßnahmen die Kreditklemme?

 |  08.02.2012, 14:06  |  233 Aufrufe  |   0  | 

 

Der EZB-Kompass ist im Januar weiter auf 36,5 Punkte gesunken. Ein noch stärkerer Rückgang wurde verhindert durch verbesserte Stimmungsindikatoren. EZB-Präsident Draghi sprach in diesem Zusammenhang auf der Pressekonferenz zum jüngsten Zinsentscheid von Anzeichen einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Die seither veröffentlichten Frühindikatoren dürften ihn in dieser Einschätzung bekräftigen.
 
Die in den Kompass einfließenden Preis- und Kostenindikatoren befinden sich zum Teil noch auf erhöhten Niveaus, sind in der Tendenz jedoch rückläufig. Sie unterstützen damit Draghis Aussage, dass die Inflationsrate der Eurozone mittelfristig unter die Marke von 2 % fallen sollte.
 
Auf der Pressekonferenz im Januar sah Draghi noch keine Hinweise auf eine wesentliche Beeinträchtigung der Kreditvergabe. Inzwischen haben sich die Bedingungen hier jedoch zum Schlechteren entwickelt. Die Refinanzierungsgeschäfte mit dreijähriger Laufzeit haben zweifelsohne die Staatsanleihemärkte der Peripherieländer und andere Wertpapiermärkte unterstützt. Ob sie auch die Kreditvergabe an Haushalte und Unternehmen anregen, wird sich allerdings erst mit der Zeit herausstellen. Bleiben diese Wirkungen aus, sollte die EZB ihre Geldpolitik weiter lockern. Ein Signal in diese Richtung erwarten die Analysten der DekaBank nach dieser Ratssitzung aber noch nicht. (DekaBank)
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