FRANKFURT (dpa-AFX) - Der drittgrößte amerikanische Mobilfunkanbieter Sprint Nextel hat im vierten Quartal wegen Subventionen für das iPhone einen höheren Verlust verzeichnet. Der Fehlbetrag weitete sich im Vergleich zum Vorjahresquartal von 929 Millionen Dollar auf 1,3 Milliarden Dollar aus, wie der Konkurrent von AT&T , Verizon Wireless und T-Mobile USA am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz legte im vierten Quartal um 5,1 Prozent auf 8,72 Milliarden Dollar zu und erfüllte die Erwartungen am Markt.
Im vierten Quartal verkaufte Springt 1,8 Millionen iPhones. Wie die Konkurrenz lockt das Unternehmen Kunden mit subventionierten Verkäufen des Handy-Schlagers in mehrjährige Verträge. AT&T verkaufte im selben Zeitraum 7,6 Millionen Exemplare des Apple-Telefons, Verizon Wireless 4,3 Millionen Stück. Im Reigen der vier größten Mobfilfunkbetreiber steht nur T-Mobile USA außen vor und hat nicht das Recht, das iPhone anzubieten. Der Ableger der Deutschen Telekom verzichtet auf das Minusgeschäft mit dem iPhone und konzentriert sich auf das Sparsegment der Mobilfunkkunden.
Um zur Konkurrenz aufzuschließen, arbeitet Sprint an einem Hochgeschwindigkeitsnetz der vierten Generation. Zu diesem Zweck will Sprint das Mobilfunk-Netz von LightSquared nutzen und dafür über elf Jahre insgesamt 9 Milliarden Dollar zahlen sowie weitere 4,5 Milliarden Dollar für Dienstleistungen./fn/mne/wiz