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ROUNDUP Douglas sieht keinen Machtkampf mit Müller - Gewinnrückgang

Autor: dpa-AFX
 |  08.02.2012, 14:25  |  178 Aufrufe  |   0  | 

(Neu: Aussagen Krekes, Müller, Aktienkurs)

HAGEN (dpa-AFX) - Beim Handelskonzern Douglas bahnt sich nach Aussage von Vorstandschef Henning Kreke kein Machtkampf mit dem ungeliebten Großaktionär Erwin Müller an. 'Wir sind sicherlich Konkurrenten, aber es gibt keinen Krieg zwischen uns', sagte Douglas-Chef Henning Kreke am Mittwoch während einer Analystenkonferenz. Zuvor hatte der Vorstandschef die Zahlen für das wichtige Weihnachtsquartal präsentiert und einen Gewinnrückgang gemeldet. Vor allem in der Buchsparte Thalia läuft das Geschäft nicht wie gewünscht, weil immer mehr Kunden lieber im Internet einkaufen.

Die Douglas-Aktie legte am Mittwoch dennoch um ein gutes Prozent zu. Seit Mitte Januar befindet sich das Papier im Aufwind, beflügelt von Übernahmefantasien. Denn die Gründerfamilie Kreke hatte damals mitgeteilt, sie erwäge, den Konzern von der Börse zu nehmen. Unterstützung könnten Finanzinvestoren bieten. Ohne den Ulmer Drogerieunternehmer Erwin Müller kann die Familie die Pläne aber nicht in die Tat umsetzen, schon gar nicht wenn dieser von seinen Optionen Gebrauch macht, seinen Anteil von derzeit gut zehn Prozent auf über 25 Prozent aufzustocken.

Dass Müller diese Möglichkeit hat, ist seit Ende letzter Woche bekannt. Ob er davon Gebrauch machen wird, und mit welchen Hintergedanken, hingegen nicht. Auf Nachfrage ließ Müller mitteilen, er werde sich bis zur Hauptversammlung der Douglas-Holding im März nicht äußern. Größter Einzelaktionär ist derzeit die Oetker-Gruppe mit fast 26 Prozent, mit der die Krekes nach Aussage von Vorstandschef Henning Kreke gut zusammenarbeiten.

Handlungsbedarf bei Douglas gibt es aber auch in operativer Hinsicht. Von Oktober bis Dezember ging das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um knapp 13 Prozent auf 173,6 Millionen Euro zurück. Bereinigt um den Verkaufserlös der Russland-Parfümerien lag es auf Vorjahresniveau. Vor Steuern verdiente etwa ein Prozent weniger als im Vorjahr. Unter dem Strich sank der Überschuss um 2,3 Prozent auf 91,7 Millionen Euro. Das erste Geschäftsquartal ist wegen des Weihnachtsgeschäfts ganz maßgeblich für das Abschneiden der Douglas-Gruppe im Gesamtjahr verantwortlich.

Der Umsatz verbesserte sich im Konzern um 1,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Zu verdanken hatte Douglas das in erster Linie seiner Juweliertochter Christ, deren Umsätze zweistellig stiegen. Die Parfümerien hielten ihren Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau. Ein kleines Minus ergab sich bei den Modehäusern AppelrathCüpper. Die Süßwarenläden Hussel legten hingegen zu.

Sorgenkind ist derzeit die Buchsparte Thalia, die Kunden an Internetgrößen wie Amazon verliert. Zwar konnte die Sparte insgesamt ihren Umsatz im ersten Geschäftsquartal leicht steigern, in den Sortimentsbuchhandlungen gingen die Erlöse aber auf vergleichbarer Fläche zurück. Douglas hatte Anfang des Jahres einen Umbau der Sparte angekündigt, der unter anderem eine Verkleinerung der bestehenden Filialen oder die Schließung von Standorten vorsieht. Durch die Kosten für die Restrukturierung wird das Ergebnis im Gesamtjahr 2011/12 (Ende September) zurückgehen. Der Konzernumsatz soll hingegen leicht steigen./she/fn/wiz

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